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Hallo liebe Community,

ich möchte gerne hier einiges schildern, weil ich mir aktuell überhaupt nicht mehr zu helfen weiß.

Es geht um meine zwei Jahre jüngere Schwester (sie wird nun bald 23 Jahre alt). Sie hat Depressionen und eine Sozialphobie, wohl dadurch geprägt, dass unser Vater in unserer Kindheit (auch er war psychisch schwer krank) extrem aggressiv war. Er war dann in der Psychiatrie und daran angeschlossen, hat meine Mutter sich von ihm getrennt (sie hat sich nicht geschieden, sondern hat ihn „nur“ aus der Wohnung geschmissen. Er ist dann ganz in der Nähe eingezogen.) Mein Vater hat nicht gearbeitet - meine Mama musste also den Lebensunterhalt für fünf Personen (drei kleine Kinder und die Eltern) alleine stemmen. Sie musste sehr oft nachts arbeiten (Barista) und wir mussten deshalb oft bei unserem Papa übernachten, von dem sie dachte, es ginge ihm nach seiner Therapie besser.

Mein Vater war ls wir klein waren ein sehr unangenehmer Typ Mensch - recht schnell aggressiv und ausfallend. Meine Schwester hatte also meiner Mama oft nachts geschrieben, sie solle sie nach der Arbeit (wurde nicht selten 3 Uhr bis meine Mama heim kam) abholen. Dieser Bitte ist meine Mutter nicht nachgekommen - sie wusste aber auch tatsächlich einfach nicht, wie aggressiv und beleidigend mein Vater wirklich zu uns war. Außerdem musste sie nicht selten (Schichtdienst eben) Mittags wieder anfangen zu arbeiten.

Das war jetzt mal so ein bisschen die Vorgeschichte in Grundzügen. Jetzt zur Situation in den letzten Jahren.


Mein Vater hat überraschenderweise tatsächlich versucht, sich extrem zu ändern und hat das irgendwie geschafft, nachdem ich in meiner Jugend mal über zwei Jahre den Kontakt zu ihm abgebrochen hatte. Heute merkt man immer noch oft etwas von seinem Laster, jedoch merkt man auch, dass er sich oft zusammenreißt.
Vor ca. 8 Jahren hat dann alles angefangen, sehr schwierig zu werden. Meine Schwester hatte wohl versucht sich umzubringen und sich sehr stark selbst verletzt (zuvor hatte ich eine extrem ähnliche Zeit in meiner Jugend, woraufhin ich aber immer in Therapie war). Zu dieser Zeit war ich gerade in meinem Abiturjahr und strebte Bestnoten für ein Medizinstudium an. Meine Mutter hat nach wie vor sehr viel arbeiten müssen, um sich halbwegs über Wasser zu halten und mein Papa war viel zu beschäftigt mit seinen eigenen Schmerzen (er ist auch körperlich sehr krank, hat starke Herzprobleme). Also habe ich mich um ALLES gekümmert, habe Arzttermine vereinbart, bin mit meiner Schwester von einem zum nächsten Arzt, habe alles versucht um ihr einem Platz in einer Klinik zu verschaffen. Leider alles umsonst, sie wollte nicht. Kurz nach ihrem Selbstmordversuch, meine Schwester wirkte zu dieser Zeit massiv aufgewühlt, habe ich ihr (im Nachhinein fraglich, aber ich wollte sie „retten“) einen *beep* mitgebracht, ummal ein wenig runterzukommen. Dann begann langsam die Abwärtsspirale.

Über die nächsten Jahre hat meine Schwester dann immer mehr und mehr Canna. und Alk. zu sich genommen und sich mehr zurückgezogen. Eine Therapie lehnte sie ab. Dann bekam sie pünktlich zur Legalisierung letztes Jahr eine Canna. von ihrer Psychiaterin verschrieben. Das Problem: Sie arbeitet nicht, hat kein eigenes Geld, also musste meine Mama all dies finanzieren (sie verdient absolut nicht gut!). Nach und nach kam dann immer mehr raus, dass es sich für meine Schwester weniger um ein Medikament und mehr um ein Suchtmittel handelte. Sie raucht etwa alle 3-4 Tage 10 Gram Gras (10 Gram kosten meine Mama 100Euro).

Nun zur heutigen Situation. Meine Mutter kann und will sich das nicht mehr leisten, denn es treibt sie wirklich in den Ruin und sie sieht, dass meine Schwester suchtkrank ist. Ihr müsst wissen, dass meine Mutter eine wahnsinnig sanfte und liebe Person ist, die immer versucht, die Dinge so positiv wie möglich zu sehen und immer versucht, eine friedliche Lösung zu finden. Leider wird das schamlos ausgenutzt, denn meine Schwester terrorisiert meine Mutter aufs Extremste. Bereits seit langer Zeit droht sie ihr ständig mit Selbstmord (sehr konkret zum Teil). Dazu droht sie meiner Mutter sehr oft damit, sie umzubringen (ich muss sagen, ich traue ihr das leider zu). Sie nutzt das als Druckmittel, um meiner Mutter Geld abzuknöpfen, für die Dro.. (Die Psychiaterin hat die Canna. ausgesetzt wegen Bedenken, doch meine Schwester hat da wohl online irgendwas unseriöses gefunden, wo sie ein Rezept erhält. Ein Arzt schaut da aber nicht wirklich drüber, wie die Therapie läuft). Sie droht und beleidigt meine Mama also aufs Schlimmste (das sind echt krasse Ausdrücke, die sie da rumbrüllt) und schlussendlich gibt meine Mama ihr aus reiner Angst das Geld.

Meine Mama hat selbstverständlich schon häufig versucht, die Polizei und den Krankenwagen zu holen, hat die Situation geschildert. Allerdings erzählt meine Schwester im BKH dann wohl irgendetwas, was die dort ausreichend beschwichtigt, sie direkt wieder rauszulassen. (Sie kann vor anderen extrem gut so tun, als würden alle anderen übertreiben und sie wäre ja gar nicht krank, das STIMMT ABER NICHT!). Meine andere kleine Schwester (21 Jahre) hat eine kleine Tochter - letztens hat meine schwierige Schwester ein volles Weinglas nach meiner anderen Schwester geworfen, hat dann aber das Baby am Kopf getroffen….Ich frage mich wie man so ausrasten kann und dann gleichzeitig so zu lügen vermag, dass sie im BKH einfach komplett durchs Raster fällt!

Letztens hat meine Schwester dann den Kühlschrank meiner Mutter mit irgendeinem nicht-abwaschbaren Stift vollgeschmiert (Wörter/Sätze waren z.B. „Huuuu****sohn“, „Ich hasse euch, ihr Fot***“ usw.) und hat mit Selbstmord gedroht, also hat meine Mama erneut den Krankenwagen gerufen. Meine Schwester hat daraufhin tatsächlich mal eine Nacht im Krankenhaus verbringen müssen (wohl aber nur, weil der Chefarzt nicht da war). Am nächsten Tag kam sie nach Hause und hat mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand auf den Fernseher meiner Mama eingestochen, der in ihrem Zimmer steht. Auch hat sie das Bett meiner Mama komplett nssgeschüttet. Meine Mama floh deshalb für eine Nacht zu einer Freundin, weil sie Angst um ihr Leben hat. Auch ich mache mir ganz klar Sorgen um meine Mama, denn meine Schwester hasst sie (der Grund steht ja oben, ich finde es muss jetzt mal reichen. Meine Mama MUSSTE einfach arbeiten, es ging halt einfach mal nicht anders. Ich z.B. war in der selben Situation als Kind und habe eine langwierige Therapie gemacht. Dafür habe ich heute keinen Groll.)

Heute morgen hat mir meineMama geschrieben, dass meine Schwester ihr - während meine Mama das Katzenklo putzte - Blumenerde in den Kaffee gegeben hat. Das waren nun nur einige Beispiele für ihr krasses Fehlverhalten.

Mit mir hat sie eigentlich immer einen guten Kontakt gehabt, schließlich war ich immer da, um ihr beizustehen und habe mich um ALLES gekümmert. Sie hat nun zum Beispiel tatsächlich auch wieder angefangen nach 5 Jahren Nichtstun wieder eine Schule zu besuchen - obwohl sie genau weiß, dass ich ein komplexes Studium (mittlerweile Biochemie) studiere und selbst mitten in der Klausurenphase bin, hat sie davon Gebrauch gemacht, mich davon zu überzeugen, oft stundenlang mit ihr zu lernen (oft Dinge, die mn echt alleine lernen könnte!). Ich habe ihr dann aber immer geholfen, weil ich ja im Grunde will, dass sie ihre Sachen auf die Reihe bekommt.
Ich habe sie insgesamt zwei mal auf ihr Verhalten angesprochen - einmal persönlich (an Weihnachten war ich nei meiner Mama zuhause, die ja alleine mit meiner Schwester lebt. Ich saß bei ihr im Zimmer und überreichte ihr ein Geschenk. Später dachte ich, der Zeitpunkt wäre git, weil es ja sehr entspannt ist. Fehlanzeige! Sie hat plötzlich angefangen, irgendwelche schweren Sachen nach mir zu werfen und hat unkontrolliert rumgebrüllt wie ein Gorilla!) und einmal - vor ein paar Tagen, als sie ins BKH kam - über WhatsApp. Seither bin ich blockiert (ca. 1 Woche).

Über meine ganz kleine Schwester und meine Mama habe ich dazu noch erfahren, dass mein Vater wohl jegliche Schuld an der Situation meiner Schwester abstreiten und stattdessen mir die Schuld gibt (er erzählt wohl, ich habe meiner Schwester all diese Geschichten aus unserer Kindheit die laut ihm ja niw passiert sind, eingeredet. Das ist natürlich völliger Schwachsinn). Auch das lässt mich komplett verzweifeln, denn auch bei meinem Vater habe ich mich immer um ALLES gekümmert. Auch er nimmt keine Rücksicht, ruft mich 30 Minuten vor Klausuren an und erzählt mir, dass er sich umbringen will. Und dann sowas….na vielen Dank auch.

Ich und meine Mama wissen überhaupt nicht mehr weiter - meine Schwester trachtet meiner Mama nach dem Leben, das kommt sehr klar hervor. Sie wird wohl früher oder später nicht mehr nur auf den Fernseher einstechen. Das macht mir extrem große Angst und ist eine unendliche Belastung. Die Polizei tut gar nichts (habe vor ein paar Tagen nachmal all das gemeldet, aber die fahren höchstens vorbei und fragen (kein Witz) meine Schwester, ob sie sich selbst oder meine Mutter umbringen will. Das verneint sie natürlich und damit hat sich der Fall für die Polizei erledigt.Im Krankenhaus wird die Situation offenbar nicht ernst genommen (die wollen gar keine Fotobeweise oder Ähnliches sehen, die lassen meine Schwester einfach schnell wieder gehen…).

Meine Mama wird meine Schwester wohl wegen der Sachbeschädigung nun anzeigen - wir hoffen, dass sich dadurch etwas ändert. Allerdings wohnen die beiden zusammen und ich habe die Befürchtung, dass die häusliche Gewalt, die d von meiner Schwester ausgeht, dadurch zunehmen wird.

Vielen Dank, falls du das bis hierhin gelesen hast. Ich weiß, das war viel. Doch eigentlich gäbe es hierzu noch so viel mehr zu erzählen. Falls du irgendeinen Rat hast, einen Tipp, was man tun kann um die Situation beenden, ohne dass jemand zu Schaden kommt, würde ich mich wahnsinnig über Antworten freuen, denn ich brauche hier unbedingt Hilfe.

Heute 13:50 • 04.04.2025 #1


15 Antworten ↓


Hallo, lange und traurige Geschichte.

Einen konkreten Tipp habe ich auch nicht. Ich würde aber in jedem Fall eine Anzeige bei der Polizei machen anstelle deiner Mutter. Nicht nur Sachbeschädigung, sondern auch wegen Bedrohung, Nötigung oder dergleichen. Da bin ich mir nicht ganz sicher, was da in frage kommt, aber das wird die Polizei eher wissen. Ggf. kann deine Schwester wegen häuslicher Gewalt auch erstmal der Wohnung verwiesen werden.

Weiterhin lohnt sich vielleicht ein Besuch bei einem Rechtsanwalt. Eine Erstberatung ksotet kaum mehr als 10gr Canna.. Aber vielleicht kann der konkrete Maßnahmen vorschlagen doer einleiten.

Letzte Idee: Wende dich mal an den Weissen Ring.Die helfen ja Opfern von Gewalttaten und können sicher zu dem Sachverhalt was beitragen und vorschlagen, wie man vorgehen sollte.

A


Angst, dass meine Schwester meine Mutter umbringt!

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Bitte ruf den sozial­psychiatrischer Dienst
an.
Es liest sich so, als ob Deine Schwester evtl. Schizophrenie hat.
Wenn jemand gefährlich für andere oder sich selber ist, kann sie Zwangs eingewiesen werden.
Hausarzt. alles in Bewegung setzen.

Ich hab letztens gerade einen Bericht gesehen, die Tochter hat die Mutter ….

Sie hatte das während einer Psychose gemacht und war ohne Emotionen als sie das der Polizei erzählte.

Deine Schwester hat doch bestimmt einen Psychiater oder?

Ruf den an oder wie gesagt, was ich oben schrieb. Die sind für Notfälle

@Nuga
Deine Worte gehen tief. Und ehrlich? Man merkt, wie viel dich das kostet. Diese Mischung aus Verzweiflung, Erschöpfung, Verantwortungsgefühl und innerer Ohnmacht – das ist schwer zu ertragen, selbst beim Lesen. Du hast da einen riesigen Berg vor dir, und das alles, obwohl du ihn dir nicht ausgesucht hast. Trotzdem stehst du da, versuchst zu helfen, zu retten, zu verstehen. Das zeigt, wie groß dein Herz ist. Aber auch, dass es jetzt mehr als dringend ist, einen Strich zu ziehen. Für dich. Und für deine Mutter.

Denn was da passiert – das ist kein familiärer Streit mehr, kein persönliches Drama. Das ist gefährlich. Deine Schwester verhält sich nicht nur auffällig, sondern auch gewalttätig und bedrohlich. Wenn jemand andere körperlich angreift, Eigentum zerstört, mit dem eigenen Tod droht und Angehörige unter Druck setzt – dann ist das kein psychisches Problem in Anführungszeichen mehr. Das ist eine Eskalation, die Menschenleben gefährdet.

Und deshalb braucht es jetzt Schritte. Klare. Ohne Zögern:

Auf jeden Fall als aller erstes einen gesetzlichen Betreuer für Sie benatragen!
Die Verantwortung für sie in offizielle Hände abgeben! Deine Mutter KANN das Risiko nicht mehr tragen und deine Schwester ist ja nachweislich allein nicht normal Lebensfähig! Der Antrag kann formlos beim Amtsgericht gestellt werden – schriftlich reicht. Wichtig ist, dass darin steht, warum ihr die Betreuung für notwendig haltet. Also zum Beispiel wegen Selbst- oder Fremdgefährdung, psychischer Erkrankung oder weil sie mit ihrem Leben und ihren Entscheidungen nicht mehr klarkommt. Alles dokumentieren: Nachrichten, Fotos, Zeugen, Tagebuch.

Sobald der Antrag eingeht, beginnt ein offizielles Verfahren:
Ein ärztliches Gutachten wird eingeholt – meist durch einen Facharzt oder Amtsarzt.
Es folgt ein persönliches Gespräch mit dem/der Betroffenen – das macht der zuständige Richter oder die Richterin.
Auch Angehörige oder andere wichtige Bezugspersonen können befragt werden.
Dann prüft das Gericht, ob eine rechtliche Betreuung notwendig ist – und in welchem Umfang. Das kann z. B. Finanzen, Aufenthaltsbestimmung, Gesundheit oder Unterbringung betreffen.

Wenn die Betreuung genehmigt wird, übernimmt eine bestimmte Person (eine vertraute Person oder ein Berufsbetreuer) offiziell die Verantwortung für die genannten Bereiche. Und: Diese Person kann – wenn das Teil der richterlichen Anordnung ist – auch einer Unterbringung zustimmen, selbst wenn deine Schwester das nicht will.

Das alles klingt erst mal schwer, vielleicht auch hart – aber manchmal ist es der einzige Weg, um jemanden vor sich selbst zu schützen. Und auch, um das Umfeld zu entlasten.

Antrag auf Unterbringung:
Wenn deine Schwester sich selbst oder andere gefährdet – und nach allem, was du schreibst, tut sie das – dann kann sie auch gegen ihren Willen in eine Klinik eingewiesen werden. Dafür wird aber ein Betreuer benötigt. Villeicht mit der Psychiaterin mal Kontakt aufnehmen und die Problematik schildern? Sie scheint ja auch schon vorsichtig zu werden wenn sie Canna. nicht mehr verschreibt und die Suchtproblematik sieht.

Strafanzeige Gefährderansprache:
Dass deine Mutter Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet hat, ist ein Schritt. Es braucht aber mehr: Anzeige wegen Bedrohung, Nötigung, Körperverletzung. Und ganz wichtig: auf eine sogenannte Gefährderansprache drängen. Die Polizei stellt dann klar, dass sie unter Beobachtung steht. Das verändert die Perspektive von Behörden und kann weitere Schritte erleichtern.

Wohnungssituation klären SPZ einschalten:

Die Sozialpsychiatrischen Dienste können unterstützen, wenn es darum geht, betreutes Wohnen oder eine spezielle Unterbringung zu ermöglichen. Ja, das ist mühsam. Aber mit Nachdruck, Unterstützung von außen und klaren Grenzen kann da einiges ins Rollen kommen. Wichtig ist, dass jemand dranbleibt.

Deine Mutter schützen:
Auch wenn’s schwer fällt: Sie muss raus aus dieser Dynamik. Wenn sie weiter Geld gibt, sich bedrohen lässt, mit ihr zusammenlebt – dann bleibt alles, wie es ist. Hier kann ein Anwalt helfen. Zum Beispiel, um über eine gerichtliche Betreuung nachzudenken oder rechtliche Schritte zu prüfen, die deine Mutter aus der Verantwortung nehmen.

Und du? Du brauchst dringend Abstand.
Du hast alles getan, was in deiner Macht lag. Jetzt ist der Moment, wo du loslassen darfst. Ohne Schuldgefühle. Ohne Zweifel. Denn du bist nicht verantwortlich für das Leben deiner Schwester. Und auch nicht dafür, ob sie Hilfe annimmt. Du bist verantwortlich für dich. Für deine Gesundheit. Für dein Leben. Und es ist kein Scheitern, wenn du gehst. Es ist Selbstschutz.

Diese Situation ist brutal. Und ja – sie verlangt Entscheidungen, die wehtun. Aber du bist nicht machtlos.

Das tut mir echt leid für dich und deiner Mutter.

Canna. ist nicht ohne, spreche aus Erfahrung.. Hab das Jahrelang geraucht und seit August mir und meiner Familie zu Liebe aufgehört. Das ist ein Teufelskraut, man vergisst seine Probleme und verändert sich dadurch.

Finde es sehr stark von dir das du zu deiner Familie hältst und es bisher versucht hast deiner Familie irgendwie helfen zu können..

Ich hoffe das man deiner Schwester helfen kann.. Alles gute

@WayOut Ich danke dir SOOOO sehr für diese ausführliche Antwort. Das bedeutet mir wahnsinnig viel und es waren wirklich einige Ideen dabei, die ich noch überhaupt nicht bedacht habe. Ich werde mich auf jeden Fall weiter mit den Thematiken „Gefährderansprache“ und „gesetzlicher Betreuer“ befassen. Ich schicke dir eine feste Umarmung und ein großes Dankeschön für deine Worte!

Habe leider die Erfahrungen mal in einem ähnlich gelagertem Fall in meinem Umkreis gehabt (aber hier war es ne massive Wesensveränderung nach Schlaganfall, aber ähnliche Verhaltensweisen). Nur hier musste seine Frau agieren, daher bin ich da nen bisschen in der Thematik drin.

Ich bin froh, dass ich dir damit wenigstens ne kleine Perspektive geben konnte in dem dunklem Sumpf wo du und deine Mutter euch da gerade befindet.
Es ist ne sch. Situation, insbesondere für die die nur helfen wollen.
Aber manchmal ist es nicht anders möglich.

Falls es dir hilft, hier ist noch ein offizieller leitfaden zum Thema Unterbringung der überörtlichen Arbeitsgemeinschaft für Betreuungswesen NRW (aber dürfte in anderen Budesländern ja ähnlich sein) mit allem was, wa,, wie, wo möglich ist:
https://www.ueag-nrw.org/media/filer_pu...ingung.pdf

Fühl dich ganz lieb umarmt und versuche mal 5 Minuten durch zu atmen

Wichtig wäre vor allem, deine Mutter erstmal jetzt sofort aus der Schusslinie zu nehmen. Also Schwester oder Mutter raus aus der Wohnung.

Alles andere danach angehen. Das geht dann ja doch nicht von heut auf morgen. Daher erstmal die Sicherheit deienr Muttter sicherstellen und dann entsprechend der obigen Vorschläge tätig werden.

Zitat von Nuga:
Leider alles umsonst, sie wollte nicht


Zitat von Nuga:
meine Schwester trachtet meiner Mama nach dem Leben

Da sie keine Therapie annehmen möchte, ihr aber Angst um Euer Leben habt, muss es Konsequenzen geben.

Falls sie an Schizophrenie oder eine Phychose hat, dann weiß sie gar nicht, was sie sagt und tut. Und das kann jederzeit schlimmer werden, wenn sie nicht mal medikamentös eingestellt ist.

Und da sie nicht einsieht, wie krank sie ist, weil Therapie und alles andere lehnt sie ha ab, da weiß sie bestimmt, wie die sich der Polizei gegenüber verhalten muss ….

Bitte handelt

Hallo Ihr lieben,

ich würde an Deiner Mutter und Schwesters stelle erstmal in ein Frauenhaus und dann dort zur ruhe kommen. DIe haben dort Sozialarbeiterinnen und helfen mit allem und suchen auch für Deine Mama und Schwester eine neue Wohnung. Und dann eine Einstweilige Verfügung stellen, dass sich Eure Schwester nicht mehr Euch nähern darf. Man kann den Sozialpsychatrischen Dienst rufen dann kommt ein Amtsarzt mit Polizei und holt Deine Schwester ab, hab ich einmal bei meiner Tochter leider machen müssen, aber das ist ein anderes Thema. Montag gleich den Antrag stellen wegen Einstweilige Verfügung stellen und heute müssen alle woanders hin, das Deine Schwester keinen mehr zu fassen bekommt. Dann würde ich heute noch in der Psychatrie anrufen und fragen was man machen kann. Vielleicht haben die ja noch eine Idee. Deine Schwester ist nicht Bösartig sondern Krank und braucht unbedingt Hilfe. Passt bitte ganz ganz doll auf Euch auf. Wenn DU magst schreib mich ruhig Privat an, dann helf ich Dir wo Du was in Deiner Stadt machen kannst. Herzliche Grüße und viel kraft aber bitte tut was bevor es zu spät ist.

@Nuga Grade gelesen das die beiden zusammen wohnen. Bitte heute noch was Unternehmen. Am besten geht Deine Mutter heute noch mit Deiner Schwester zur Polizei und sagt wie es ist, ruft auch bitte in der Psychatrie an und lasst Sie vom Sozialpsychatrischen Dienst abholen, aber da ist die gefahr das Deine Schwester nach 3 Stunden wieder zuhause ist und Komplett durchdreht.

ich persönlich würde heute zur polizei und ins Frauenhaus an deiner Mamas stelle und schwester also die andere, wie ist es mit Dir ? Nicht das sie dann auf Dich geht oder auf Deine schwester mit dem Kind. Ich finde das so schlimm grade würd so gerne Helfen.

Bitte tut was es geht um Leben und ist echt schlimm. mann kann ja den Kühlschrank zeigen und chats und alles

@JulieAy80 Plätze in Frauenhäusern gibt es leider nicht so viele. Vielleicht könnte die Mutter zeitweise zu einer Freundin. Das würde die Situation aber wohl nicht dauerhaft beruhigen. Wer weiß, was die Tochter in der Wohnung und mit den Sachen der Mutter veranstaltet, wenn die Mutter nicht zuhause ist.

Eine Betreuung für die Tochter in die Wege zu leiten, halte ich für eine gute Idee. So wäre die Mutter nicht mehr zuständig und würde den nötigen emotionalen Abstand gewinnen. Und irgendwann vielleicht auch wieder Sicherheit.


Alles in allem eine sehr schwierige Situation, bei der man schon ahnen kann, worauf es hinaus läuft, wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird.

@Pineapplejuice

also ein Frauenhaus muss Frauen in der Not aufnehmen und wenn es bisschen weiter weg ist. Die müssen da erstmal raus und dann wenn die Schwester untergebracht ist, dann können die in die Wohnung und da ausziehen. Was soll den noch passieren, die Schwester ist extremst Psycchisch krank und braucht Hilfe. Wer weiß was als nächstes kommt. lg

@JulieAy80 Frauenhäuser haben nur eine bestimmte Anzahl an Plätzen. Ich habe schon in ein paar Dokus gehört, dass Mitarbeiter von Frauenhäusern regelmäßig Frauen abweisen oder auf der Warteliste parken müssen, weil es nicht genügend Platz gibt. Müssen ist immer das eine, Können das andere. Da müsste die Politik mal ran, aber das ist ein anderes Thema. Bei einer Freundin bekommt man leichter Obdach als in einem Frauenhaus, einfach weil im Frauenhaus die Plätze fehlen.

Ich würde anstelle der Familie jeden verfügbaren Strohhalm greifen, egal ob das jetzt ein Betreuer, der sozialpsychiatrische Dienst, die Psychiatrie oder die Polizei ist. Ich würde nichts unversucht lassen, um das schlimmste zu verhindern.

@Pineapplejuice ja ich denke das kann sein. Ich komme aus Hamburg da wird immer geholfen. Auf dem Land ist es bestimmt schwieriger. lg

Wie schon @Luce1 empfahl, halte ich eine ausführliche Schilderung gegenüber dem Sozialpsychiatrischen Dienst deiner Stadt am sinnvollsten. Eure Familiengeschichte ist komplex und stark beschädigt. Deine Schwester stellt eine Eigen- und Fremdgefährdung dar, wenn ich das so richtig gelesen habe. Sie ist erwachsen, muss nicht mit euch zusammenwohnen und deine Mutter muss gar nichts machen, wenn sie es für richtig hält. Sie wird wohl über Behörden ihr eigenes Einkommen haben. Der Sozialpsychiatrischen Dienst ist genau der richtige Ansprechpartner, um die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, wenn alle überfordert sind.

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