Also ich kann nur von meinem Erleben der Angststörung ausgehen, und bei mir ist es absolut auf der einen Seite die adaptive Muskelanspannung als Schutzreaktion um das Gefühlte zu unterdrücken, sowie eine Überreizung bzw. unfähigkeit des Nervensystems sich zu entladen, was bei mir einen permanenten Anspannungszustand verursacht, der schon so lange geht und von der Intensität so hoch ist, dass dadurch auch funktionelle Organstörungen entstanden sind, Sprich Angststörung, Panikstörung, Somatoforme (Schmerz)störung.
Die Panikstörung war sehr leicht zu heilen. Das war wirklich das ständige sich selbst einreden warum man gerade jetzt eine Panikattacke haben möchte, warum das gerade jetzt gut wäre. Das Thema war in 3 Wochen erledigt als ich den Mechanismus dahinter erkannt habe.
Die Angststörung ist bei mir schwieriger aber ich mache extreme Fortschritte, was ich mir nie gedacht hätte, weil ich schon 15 Jahre in einem Modus festgefahren bin.
Das Problem habe ich ja schon oben beschrieben, und da habe ich auch angesetzt. Sprich Muskelanspannung, und die überladenen Nerven.
TRE Übungen, sprich Neurogenes Zittern, um der Steifigkeit entgegenzuwirken, um den Nervensystem die Möglichkeit zu geben, sich wenigstens etwas zu entladen, sowie auch eine gewisse Form von Kontrollverlust durch das übermäßige Zittern zu akzeptieren.
Dann eine Art Feldenkrais Methode. Wirklich sich hinzulegen, und nicht die eintrainierten, alltäglichen und angelernten Bewegungen zu machen, sondern den Körper die Freiheit zu geben, neue Bewegungen zu finden, vielleicht auch Bewegungen die Leichter und angenehmer sind. Das hilft total aus alten Mustern rauszukommen, und den Körper zu zeigen, es gibt auch andere Möglichkeiten als vielleicht die falsch angelernten, oder schmerzhaften oder steifen Bewegungen. Auch hier entläd sich das Nervensystem etwas.
Dann auch total wichtig, was eine große Wirkung hatte. Wirklich die Positionen suchen, die Problematisch waren. Bei mir als Beispiel, das gerade aufrechte und richtige Stehen. Das verursachte bei mir sofort extremes Herzrasen, Angst, und ein Gefühl im Solarplexus, das ich gar nicht beschreiben kann, Nervenziehen also kaum zum Aushalten. Hier hab ich mich wirklich an die Wand gestellt, und somit habe ich garantiert absolut aufrecht zu stehen, und dann bin ich da gestanden, solange es halt ging. Dann wieder schütteln, zittern und wieder zurück zur Wand. Sehr wichtige Übung, das hat mir sehr geholfen, aus diesem Vermeidungsverhalten durch krumme Haltung, Bauchanspannung etc rauszukommen.
Und zu guter Letzt dann die Auseinandersetzung mit der Hauptproblematik, bei mir der Puls. Ich hasste es ihn zu hören und zu fühlen. Dieses Gefühl mit meiner Herzangst, das im Kopf so laut zu hören wie das Herz immer schneller und schneller wird, lauter schlägt. Und durch diese Übungen konnte ich mich richtig gut dem hingeben und es einfach zulassen. Ich hatte gar keinen Wunsch mehr es zu kontrollieren, sondern ich konnte es einfach akzeptieren.
In der Reihenfolge, die auch wichtig war für mich, konnte ich sehr gute Fortschritte machen. Das hat mir wirklich extrem geholfen.
13.03.2025 23:25 •
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