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Hallo zusammen,

allmählich gelange ich ans Ende meines Lateins. Mitte letzten Jahres begann mein hinterster Backenzahn oben links zu schmerzen. Ich bin immer wieder zum Zahnarzt gegangen, sogar im Urlaub, aber keiner konnte konkret etwas feststellen. Ich denke, es haben mittlerweile ca. 10 Zahnärzte einen Blick darauf geworfen. Ich hatte sogar Physiotherapie und habe eine neue Knirscherschiene bekommen. Da wir irgendwie nicht weiterkamen, war ich einverstanden, die darüber sitzende Brücke (wegen einer Zahnlücke) erneuern und schlußendlich auch eine Wurzelbehandlung durchführen zu lassen. 100% Schmerzfreiheit habe ich nach wie vor nicht erreicht. Nun wurde mir die neue Brücke eingesetzt (erst einmal provisorisch) und im Gegensatz zum Provisorium empfinde ich sie als Fremdkörper. Wenn ich in etwas hineinbeiße, habe ich das Gefühl, dass der vordere Zahn ins Leere beißt. Wenn ich laufe, kommt es mir vor, als ob die Schritte in der Brücke nachhallen. Normalerweise bin ich jemand, der sich sehr schnell an so etwas gewöhnt, aber mit dieser Brücke bin ich bis jetzt nicht warm geworden. Die Ärztin hat sie heute etwas abgeschliffen, aber das komische Gefühl besteht nach wie vor.

Da ich jetzt für eine Woche verreise, habe ich den nächsten Termin erst in 2,5 Wochen. Ich hatte gehofft, im Urlaub endlich Ruhe vor den Zahnproblemen zu haben, aber jetzt schleppe ich sie mit.

Hat jemand Ähnliches erlebt und noch Tipps für mich? Ich komme mir ja beinahe vor, ich hätte sie nicht alle, weil ich immer wieder mit Beschwerden ankomme. Andererseits kann und will ich nicht Ruhe geben, bis ich mich mit dem Teil wirklich wohl fühle.

Danke für Eure Aufmerksamkeit.

LG Kaneel

20.03.2025 16:39 • 21.03.2025 #1


7 Antworten ↓


Die Brücke ist doch ein Provisorium, hast du geschrieben. Hab Geduld, bist du die neue Brücke hast und gewöhne dich dann an diese. Eine Eingewöhnungszeit gehört immer dazu, du scheinst es ja schon mehrfach erlebt zu haben. So wird es diesmal auch wieder sein.
Liebe Grüße

A


Zahnprobleme - es will einfach keine Ruhe einkehren

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Zitat von Recondi:
Die Brücke ist doch ein Provisorium, hast du geschrieben. Hab Geduld, bist du die neue Brücke hast und gewöhne dich dann an diese. Eine Eingewöhnungszeit gehört immer dazu, du scheinst es ja schon mehrfach erlebt zu haben. So wird es diesmal auch wieder sein. Liebe Grüße

Danke für Deine Antwort. Nein, das ist die finale Brücke, die nur noch nicht endgültig einzementiert wurde, um nach der Wurzelbehandlung noch etwas abzuwarten. Das vorige Provisorium saß einwandfrei, das fühlte sich so normal wie die alte Brücke an. Ich bin sonst immer von Anfang an mit neuen Brücken zurechtgekommen, aber bei dieser ist das anders.

Der Vorteil ist allerdings, dass sie, da sie noch nicht auf Dauer einzementiert ist, im Falle eines Falles noch nachgebessert werden kann. Es stellt sich da nur die Frage, wie weit ein Zahnarzt dazu bereit ist, weil er dann ja eingestehen müsste, dass seine Arbeit nicht einwandfrei war.

LG Kaneel

@Kaneel

Es ist absolut verständlich, dass du nicht einfach „Ruhe geben“ kannst, wenn du dich mit der neuen Brücke unwohl fühlst. Dein Körper signalisiert dir ja, dass noch irgendwas nicht ganz passt – und das ist nicht eingebildet.

Dass die Brücke sich wie ein Fremdkörper anfühlt, kann verschiedene Gründe haben:
• Die Bisshöhe könnte minimal nicht stimmen, selbst wenn sie abgeschliffen wurde. Das kann das Gefühl verstärken, dass ein Zahn „ins Leere beißt“.
• Die Materialdichte der Brücke leitet Vibrationen anders weiter als deine natürlichen Zähne, weshalb das „Nachhallen“ beim Laufen auftreten kann.
• Dein Kiefer ist möglicherweise noch nicht an die Veränderung gewöhnt, vor allem, weil vorher schon so viele Eingriffe an der Stelle waren.

Was du in den nächsten 2,5 Wochen tun kannst:
• Falls die Brücke Druck oder Spannung verursacht, könntest du vorsichtig mit weicher Kost entlasten, bis du wieder beim Zahnarzt bist.
• Falls du nachts knirschst oder presst, achte darauf, ob das die Beschwerden verstärkt – dann wäre die Knirscherschiene gerade besonders wichtig.
• Dein Kiefer braucht möglicherweise einfach noch etwas Zeit, sich an die neue Struktur zu gewöhnen. Manchmal dauert die Eingewöhnung länger, vor allem wenn vorher viele Behandlungen an der Stelle waren.

Du hast definitiv nicht „sie nicht alle“, wenn du dich damit unwohl fühlst – dein Körper gibt dir ein Signal, dass da noch was nicht ganz passt. Solange du keine starken Schmerzen hast, kannst du den Termin in 2,5 Wochen erstmal abwarten und bis dahin weiter beobachten, ob sich das Gefühl mit der Zeit bessert oder bestimmte Reize es verstärken. Falls es gar nicht besser wird, wäre eine erneute Feinjustierung nötig.

Ich gehe mal davon aus, dass bei zehn verschiedenen Zahnärzten auch irgendwer eine Röntgenaufnahme gemacht hat? Theoretisch kann so ein Backenzahn auch mal einen versteckten vierten Wurzelkanal haben, und gelegentlich kann es sogar sein, dass man den auch auf einem älteren Röntgengerät übersieht.

Zitat von Kaneel:
Danke für Deine Antwort. Nein, das ist die finale Brücke, die nur noch nicht endgültig einzementiert wurde, um nach der Wurzelbehandlung noch etwas abzuwarten. Das vorige Provisorium saß einwandfrei, das fühlte sich so normal wie die alte Brücke an. Ich bin sonst immer von Anfang an mit neuen Brücken ...

Die Brücke ist nicht die Arbeit des Zahnarztes, sondern die Arbeit des Zahntechnikers. Ich kenne es von meinen Zahnbehandlungen (ich hatte schon mehrere Brücken, da ich mit 16 Jahren einen Unfall hatte), dass es manchmal Wochen dauert, bis man sich dran gewöhnt hat. Also ich würde da noch geduldig und positiv bleiben. Dein Zahnarzt wird alles anpassen. Das wird schon werden.

@Recondi
Das ist sehr interessant, was Du schreibst, vor allem in bezug auf die Materialdichte. Das wusste ich noch nicht, vielleicht fühlt es sich deswegen anders an. Es ist auch auf jeden Fall geplant, mir eine neue Schiene machen zu lassen, sobald die Brücke fest ist. Die alte dürfte nicht mehr passen.

Der Zahn wurde natürlich mehrfach geröntgt; da die Ärztin als Fachgebiet auch Endodontogin ist, hoffe ich doch, dass sie alle Kanäle gefunden hat.

Ich versuche, mir den Urlaub nicht zu sehr von den Zähnen beeinflussen zu lassen. Der Mensch soll ja ein Gewohnheitstier sein, vielleicht tritt das ja auch hier ein.

LG Kaneel

Mir ist heute etwas aufgefallen, was das seltsame Bißgefühl erklären könnte. Der erste Zahn der Brücke sieht ziemlich kurz aus, so dass der daneben stehende Eckzahn mir fast wie ein Dracula-Zahn vorkommt. Wenn ich das mit der anderen Seite vergleiche, die eine analoge Brücke hat, ist das Gefälle zwischen Eckzahn und erstem Backenzahn viel geringer und nicht so treppenartig. Das würde für mich auch erklären, dass es mir einerseits vorkommt, als würde ich ins Leere beißen, und andererseits, als wäre ein Zahn zu lang. Das spricht m.E. dafür, dass bei der Konstruktion der Brücke etwas schiefgelaufen ist. Im Mund können ja schon Millimeter etwas ausmachen.

Ich werde meinen Kurzurlaub jetzt mit diesem komischen Gefühl verbringen müssen und versuchen, vorwiegend auf der anderen Seite zu kauen. Bei meinem nächsten Kontrolltermin in 2,5 Wochen werde ich das monieren.

LG Kaneel




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Dr. Matthias Nagel
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