Zitat von Erna666:Was macht man, wenn man zu Gruppe 2 gehört? Habe gelesen, man solle sich die Frage stellen, welchen Nutzen man aus seinen scheinbaren Krankheiten hat. Aber da bin ich nicht weitergekommen.
Nunja, ich bin leider kein Psychologe und schlussfolgere nur aus Beobachtungen.
Aber ja: Man sollte sich überlegen was man für einen Nutzen daraus zieht. Oftmals erfährt man ja mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge, wenn man krank ist. Das kann im Alltag fehlen und die Hypochondrie könnte ein Versuch sein das Umfeld dazu zu animieren. Krank-sein ist auch immer eine Möglichkeit um Verantwortung abzugeben.
Ich habe selber mal 3 Mädels mit Hypochondrie kennengelernt und die waren eigentlich alle gleich:
- Haben sich vom Umfeld ungeliebt gefühlt (also fehlende Aufmerksamkeit und Fürsorge). Als die dann mehr und mehr in die Gruppe integriert wurden, verschwand auch die Hypochondrie zunehmend.
- Eifersüchtig/Einnehmend/Unsicher: Eine davon meinte mal zu mir, dass sie eigentlich nur Hilfsbedürftigkeit simuliert, damit sie Partner und Freunde nicht verlassen.
- Der Wunsch nach einer schlimmen Krankheit. Die waren immer voll enttäuscht, wenn der Arzt sagte, dass sie keinen Krebs haben. Typisch dafür finde ich z.b., dass Hypochonder in einen Schnupfen gleich die Beulenpest hineininterpretieren.
Ich bin z.b. Sozialphobiker. Ich sehe das ähnlich wie Hypochondrie:
Mein Grundproblem ist fehlendes Selbstwertgefühl und schlechte Erfahrungen (Traumata). Die Sozialphobie kann ich nur bekämpfen, in dem ich diese Grundprobleme bekämpfe. Daher ist das nur ein Symptom.
04.01.2015 23:11 •
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