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Hallo ihr Lieben. Heute ist der Auswertungstermin des Kontroll CT meines Liebsten. Hatte hier schon mehrfach deshalb geschrieben. Im Mai wurden ja mehrere kleine Knötchen gefunden, laut Ärztin (Pulmologin) kein Grund zur Sorge.
Das letzte CT ist 3 Wochen her und als ich den Auswertungstermin ausgemacht habe, meinte die Schwester, sollte etwas sein, würden sie sich eher melden und mein Partner müsste eher kommen. Es kam kein Anruf. Ein normaler Mensch wäre vielleicht beruhigt. Aber ich denke und denke und denke. Vielleicht was übersehen, vielleicht gewachsen, aber nicht so, dass man es eher mitteilen muss. Vielleicht muss ne Biopsie gemacht werden, was man als Arzt vielleicht auch nicht für so dringend hält, es dem Patienten eher als erst 3 Wochen nach dem CT zu sagen. Und so weiter. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Ich wollte mir das einfach von der Seele schreiben weil ich nicht weiß, wohin ich mit meinen Gedanken und Gefühlen soll.
Danke fürs Lesen.

03.03.2025 15:52 • 04.03.2025 #1


16 Antworten ↓


@Lucie
Rational betrachtet gibt es keinen Hinweis auf eine akute Verschlechterung. Wäre etwas Ernstes oder Dringendes im CT aufgefallen, hätte sich die Praxis gemeldet – das haben sie nicht. Deine Gedanken drehen sich gerade nur um theoretische Worst-Case-Szenarien, für die es keinerlei reale Hinweise gibt.

Die Ärztin hat die Knötchen schon im Mai als unbedenklich eingestuft, und wenn es jetzt einen Grund zur Sorge gäbe, hätte dein Partner längst einen schnelleren Termin bekommen. Dein Kopf spielt gerade „Was-wäre-wenn“-Schach gegen sich selbst – das bringt genau gar nichts, außer mehr Stress.

Fakt ist: Du kannst nichts an der Diagnose ändern, egal wie viel du grübelst. Also versuch, bis zum Termin nicht weiter in Spekulationen zu versinken. Wenn die Ärzte sich keine Sorgen machen, musst du es auch nicht.

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Gedankenkarusell dreht sich unaufhörlich

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@WayOut danke für deine Antwort. Du triffst den Nagel auf den Kopf.
Mir ist es schon richtig schlecht vor lauter Aufregung. Wahnsinn, was die Psyche alles beeinflussen kann.
Ich versuche jetzt, mich ein bisschen zu beruhigen.

Hab vielen Dank, dass du mir geantwortet hast.

@Lucie fühl dich ganz fest umarmt, ich Weiss was der Kopf machen kann.

Ich weiß aber auch dass man sein Leben wieder in den Griff bekommt wenn man sein rationales denken wieder mehr trainiert als sein irrationales. Aber das geht halt nur wenn man sich auf diese irrationalen Diskussionen mit sich selbst nicht mehr einlässt sondern sich rational auf den ist Zustand bezieht. Auf Fakten. Nicht Fiktionen des irrationalen.

Vielen Dank für den Drücker. Den geb ich dir gerne zurück.

Ja so ist es. An dem Punkt war ich im Sommer, da ging es mir recht gut. Seit November bin ich leider wieder mehr in diesem Irrationalen gefangen.
Ich möchte da unbedingt wieder raus und werde es auch schaffen.
Denn so wie es momentan ist, puh, das ist ja kein Zustand.

@WayOut ìch Frage mich auch, warum das so ist. Warum ist man so? Warum kann man nicht klar denken in solchen Momenten? Ich bin seit 2 Jahren in Therapie und Falle immer wieder zurück. Es ist zum Verzweifeln.

@Lucie
Ganz einfach: Weil du dich jedes Mal wieder auf die Angst einlässt. Dein Gehirn ist darauf trainiert, im Panikmodus zu funktionieren, weil du es immer wieder mit denselben Mustern fütterst. Therapie allein reicht nicht, wenn du das Gelernte nicht aktiv umsetzt.

Warum fällst du immer wieder zurück? Weil du jedes Mal, wenn eine neue Sorge kommt, wieder in den alten Kreislauf einsteigst. Du analysierst, hinterfragst, suchst nach Worst-Case-Szenarien – und zack, ist die Angst wieder voll da. Dein Gehirn kennt dieses Muster in- und auswendig, also springt es automatisch darauf an.

Die Lösung? Nicht jedes Mal aufs Neue die Angst ernst nehmen. Du hattest jetzt wie oft die Panik, dass etwas Schlimmes ist? Wie oft hat es sich bestätigt? Nie. Aber jedes Mal behandelst du es wieder, als wäre es das erste Mal.

Du kannst klar denken – aber nur, wenn du dich bewusst dafür entscheidest. Und das bedeutet, aus der Gedankenspirale auszusteigen, statt sie immer wieder neu zu füttern. Sonst wirst du noch in 10 Jahren hier sitzen und fragen, warum du immer wieder zurückfällst.

Du hast so Recht. Mit allem was du schreibst. Wie hast du es geschafft, das umzusetzen? Ich finde das so sauschwer.

@Lucie

Kurz gesagt: Konsequenz.
Es hilft wirklich nichts anderes.

Sich auf dieses hätte, könnte, wenn gedanklich nicht mehr einlassen.

Wenn es hoch kommt, auch nicht eine Sekunde drüber nachdenken sondern direkt weg davon mit ja, spinn weiter, aber Fakt ist gerade X, alles andere ist Fiktion und die hilft uns nicht weiter. Und dann einfach weiter dem Alltag nach gehen.
Ist viel und harte Übung. Und auch ein bisschen wie beim trockenen Alk.:
Einmal wieder nen Schluck getrunken ist es sofort wieder extrem schwer es wieder zu lassen = Einmal den Gedanken wieder nachgegeben und mit ihnen innerlich diskutiert wird man sie wieder nur schwer los.

Ja genau. Den Vergleich mit dem Alk. bringe ich auch, wenn mich jemand fragt, wie sich das für mich anfühlt.
Ich muss das wirklich versuchen. Hab mich viel zu lang den negativen Gedanken hingegeben.
Ich muss jetzt gleich los, der Termin ist in einer halben Stunde. Ich melde mich danach nochmal bei dir, wenn das ok ist.
Hab vielen lieben Dank fürs Lesen und für deine Tipps.

@WayOut es ist alles unverändert. Er muss auch nicht nochmal hin.
Nun muss ich kämpfen gegen meine Gedanken...merke schon wie es wieder brodelt.
Es ist ein Kampf, aber ich schaff das.

@Lucie Ja siehst du. Schön dass es soweit gut ist

Und alles andere ist jetzt eben dein Kampf. Und ja es ist ein Kampf. Dafür alles gute

@WayOut Vielen lieben Dank für deine Wünsche und auch für die Zeit, die du dir genommen hast. Das hat mir sehr gut getan.

Ja der kleine Teufel kommt schon und sagt: Naja, es ist ja noch da. Was, wenn es doch noch wächst... bla bla bla.

@Lucie
Ja dann sag ihm dass er dir dein Leben mehr zerstört mit seinem Theater als jede behandelbare Krankheit. Und dann soll er seine Klappe halten

@WayOut Guten Morgen

Ich bin schon wieder am Überlegen. Was, wenn doch noch was wächst, dann bin ich Schuld, weil uch nicht gesagt habe, dass es vielleicht doch weiter kontrolliert werden soll?
Überall im Netz les ich, dass das länger kontrolliert werden soll.
Die Ärztin ist eine Internistin, praktiziert zwar in einer Pulmologie, ist aber eben keine Pulmologin.
Ich weiß grad nicht wie ich mich verhalten soll, auch meinem Partner gegenüber. Er will immer nichts von Krankheitsdingen hören und für ihn ist das jetzt erledigt.
Ich mache mir Sorgen dass das eben doch noch wächst und er mich dann fragt, warum ich nichts von meinen Bedenken gesagt habe.

Ist das auch schon wieder irrational? Ich kanns manchmal gar nicht einschätzen.

@Lucie
Jetzt mal ganz ehrlich: Ich kann dir nicht mehr helfen.

Ich habe dir mehrfach erklärt, wie du aus dieser Angstspirale rauskommst. Mehrfach hast du gute, klare Tipps bekommen – und trotzdem lässt du dich immer wieder von denselben Gedanken reinziehen. Und genau das ist das Problem.

Du suchst nicht nach einer Lösung – du suchst nach der hundertsten Bestätigung, dass du dir keine Sorgen machen musst. Aber diese Bestätigung wird nie lange halten, weil du nicht an deiner Denkweise arbeitest. Solange du immer wieder nach neuen Unsicherheiten suchst, wird es nieaufhören.

Ich bin keine Therapeutin und biete keine Einzelbetreuung an. Ich kann dir erklären, wie du aus diesem Muster rauskommst, aber umsetzen musst du es allein. Das kann dir niemand abnehmen – kein Arzt, kein Forum, kein Partner.

Also entscheide dich: Willst du wirklich aus der Spirale raus, oder willst du dich weiter im Kreis drehen? Denn solange du dich nicht aktiv gegen diese Gedanken stellst, wird sich nichts ändern. Das liegt jetzt allein bei dir.

Daher sei mir nicht böse wenn ich sag dass ich jetzt an dieser Stelle raus bin. Aber mehr kann ich nicht machen. Ich kann dir nicht mehr helfen.

@WayOut danke für deine klaren Worte.
Es ist wirklich immer wieder das selbe Muster.
Ich bewundere jeden, der es schafft da raus zu kommen.
Irgendwie und irgendwann werd ich es schaffen, weil ich es will.

Also hab nochmal vielen Dank.

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