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Hallo zusammen,

ich habe zwar am Montag eine Darmspiegelung. Aber die Angst macht mich irre.
Ich hatte in letzter Zeit viel Schleim und Blut(etwas weniger) im Stuhl. Teilweise nur Schleim, mit/ohne Blut, ohne Stuhl. Einmal hatte ich Durchfall mit Krämpfen, danach kam Schleim mit Blut. Der Arzt meinte damals, vor ca. 3 Monaten, dass das nix zu sagen habe.
Da aber immer wieder Blut und Schleim kommen, hat er mich doch zur Spiegelung geschickt. Die letzte war vor 7 Jahren und sauber, nur eine Divertikulitis wurde gefunden. Ich bin übrigens 51/m.
Leider leide ich unter starken Krankheitsängsten, gerade was Krebs angeht.
Ich male mir bereits aus, einen T4 mit Metastasen zu haben, und elendig daran zu krepieren. Einfach schrecklich. Ich muss noch erwähnen, dass ich stark übergewichtig bin mit Essstörung, Bewegungsmangel und mich nicht gerade gut ernähre, was bekanntlich das Risiko erhöht.
Momentan nehme ich Unmengen Benzos, um nicht komplett durchzudrehen.

Was sagt ihr dazu?

27.02.2025 18:52 • 01.03.2025 #1


7 Antworten ↓


Ich kann dir deine Ängste leider nicht nehmen. Nur lass die Spiegelung machen, dann weist du zu 100% was los ist. Gut das Abführen ist eine eigene Sache. Du schaffst das.
Kannst du das Thema Krebs mal zur Seite legen ?
Auch wenn Blut im Stuhl ist, heißt es nicht automatisch Krebs.
Es können innere Hämorrhoiden sein die aufgehen und bluten.
Von der Spiegelung bekommst du nicht groß was mit, wenn du dich kurz betäuben lässt. Würde ich dir in deinen Fall sogar empfehlen.
Dann bist ruhiger und die Untersuchung geht an dir vorbei.
Und google bitte nicht, da können die Schauergeschichten leicht zum Horror werden.

A


Darmspiegelung nächsten Montag, trotzdem extreme Angst

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Zitat von Rastaman:
Einfach schrecklich. Ich muss noch erwähnen, dass ich stark übergewichtig bin mit Essstörung, Bewegungsmangel und mich nicht gerade gut ernähre, was bekanntlich das Risiko erhöht.

Ich will jetzt kein Moralapostel sein, aber gut ist das nicht. Auch keine Bewegung., Ich habe auch ein paar Kilos zuviel und das übernimmt die Krankenkasse und hilft beim Abnehmen.


Zitat von Rastaman:
Momentan nehme ich Unmengen Benzos, um nicht komplett durchzudrehen.

Unmengen? Auch nicht so gut. Also nach der Spiegelung, sollte sich was bei Dir ändern.

Wie @boomerine schon sagt, mit Betäubung und nicht googeln.

Alles Gute und kannst ja mal berichten.

Natürlich ist mein Lebenswandel nicht der beste. Das Problem ist, dass ich jenseits meiner Grundstücksgrenzen auch massive Ängste bekomme, als würde sich ein Loch vor mir auftun. Und leider hat bisher keine Therapie oder Medikament geholfen(ausser eben Benzos). Ich habe es sogar mit Neuroleptika versucht.
Deshalb wird selbst der Weg zum Arzt am Montag zur Tortur.

Kannst du generell Sport machen? Dann könntest du dir ein Sportgerät für zuhause kaufen oder im Internet Videos mit Sportübungen schauen und nachmachen. Idealer wäre es, du könntest das Haus für zum Beispiel Spaziergänge verlassen, aber wenn es aktuell nicht geht, kann man sich auch gut zuhause die Bewegung verschaffen, die einem fehlt. Wenn man gänzlich untrainiert und schnell aus der Puste ist, kann man klein anfangen und sich von der Zeit her steigern.

Jetzt aber zu deinem Hauptthema. Ich hatte auch schon eine Darmspiegelung, weil familiär vorbelastet. Ich bin auch nicht schlank und hatte furchtbare Angst davor, weil ich dachte okay, das war es jetzt für mich. Das schlimmste daran war dann im Nachhinein betrachtet das Abführmittel - sowas widerliches. Raus gekommen ist, dass alles in Ordnung war. Lass es abklären und versuche positiv zu denken. So hast du Gewissheit und glaub mir, du wirst mit dem Ergebnis umgehen können, egal wie es kommt. Man merkt gar nicht wie stark man ist, bis man nur noch die Option stark sein hat. Vielleicht solltest du nur für die Zukunft ein bisschen an deinem Lebenswandel feilen. Das würde VIELLEICHT in Zukunft deine Ängste etwas reduzieren.

Ich wünsche dir alles Gute für die Untersuchung!

###SPOILER###




Hallo nochmals,

leider sind meine Ängste in einem unerträglichen Zustand eingetreten. Ich fühle mich so, als würde am Montag mein letztes Stündlein schlagen. Ich habe dermassen starke Befürchtungen, dass ein aggressiver, fortschrittener Tumor gefunden wird. Für mich ist das jetzt sogar eine Tatsache geworden und ich fange, an meine letzten Dinge zu ordnen. Ich weiss, dass das total irre ist, aber ich entkomme der Sache einfach nicht.
Natürlich habe ich im Netz die schlimmsten Fälle gefunden, bei denen die Leute qualvoll krepiert sind. Und das hat meine Ängste noch mehr gesteigert. Ich hatte zwar vor 7 Jahren eine saubere Spiegelungen, und es heisst, dass man für 10 Jahre safe sein soll. Aber die Blutungen sprechen doch eine andere Sprache.
Mit meiner Frau kann ich auch nicht darüber reden, da sie selbst fix und fertig ist. Mit den Kindern funktioniert es auch nicht, ich will sie auch nicht mit meiner Panik anstecken.
Ich weiss einfach nicht, was ich tun soll.


Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Hallo Rastaman ,

ich kann deine Ängste gut nachvollziehen. Versuche mal, dich nicht dagegen zu wehren, denn den Kampf verlierst du nervlich garantiert.

Konzentriere dich auf das Positive. Du hattest vor 7 Jahren eine Darmspiegelung u alles war okay … Darmkrebs wächst vgl.weise langsam, d.h. die Chance, dass du jetzt im Endstadium bist, ist sehr gering. Falls doch was wäre, kann man es mit Sicherheit gut therapieren. Ja, ich weiß, sowas willst du nicht hören.

Aber wichtig ist, dass du dich dem stellst, und nicht dagegen kämpfst. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass alles gut ist aber wenn doch was wäre, dann wird dir geholfen u du wirst die Kraft aufbringen.

Deine Blutungen rühren höchstwahrscheinlich von Hämorrhoiden … ist denn da was bekannt?

Ja, Hämorrhoiden 1 bis 2 Grades und eine leichte Proktitis.




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Dr. Matthias Nagel
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