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Hallo Leidensgenossen!
Ich habe auf Grund meines Kinderwunsches das Citalopram im Februar abgesetzt welches ich vier Jahre genommen hatte. Ich war komplett stabil in der Zeit und dachte daher ich brauch es eh nicht mehr.
Seit dem Absetzen wurde ich immer ängstlicher und Hab mich immer mehr selbst beobachtet, ob ich alles dadurch wieder selbst ausgelöst habe oder ob mir einfach das Medikament gefehlt hat kann ich nicht sagen jedenfalls ging es mir nach zwei Monaten so schlecht wie damals vor der Einnahme. Konnte nicht mehr arbeiten, nichts mehr allein machen usw. ihr kennt das ja. Hatte wieder das volle Programm, ewig andauernde angstzustände, panikattacken, angst vor Ohnmacht, angst verrückt zu werden, die Kontrolle zu verlieren, etc. Hab dann wieder begonnen Citalopram einzuschleichen, nehm jetzt seit drei Tagen wieder 20mg. Nebenwirkungen waren wieder sehr heftig in form von zwangsgedanken ich könnte mir was antun wollen usw. das war beim letzten einschleichen ähnlich dass sich die komplette Symptomatik erst mal ein/zwei Wochen verschlechtert hat.
Steck momentan in der Krise hatte mich so gefreut ohne Medikamente zu leben und jetzt bin ich wieder drauf angewiesen auf unbestimmte Zeit. Dann beschäftigt mich auch die Sorge ob sie überhaupt wieder anschlagen. Übermorgen geh ich in eine Tagesklinik da hab ich auch gemischte Gefühle...meine Familie sieht mich nur noch in Panik oder am Heulen...momentan bin ich echt fertig

10.06.2013 08:13 • 16.06.2013 #1


13 Antworten ↓


Es klingt so und Du schreibst auch bzw. nicht, dass keine Therapie gelaufen ist?

Oder etwa doch?
Warum hat sie dann nicht geholfen?

Nur Medikamente nehmen bringt wenig bzw. gar nichts.

Was hat Du während der Zeit der Einnahme des AD denn gemacht für die Angst?

A


Rückfall nach Absetzen des AD

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Hallo.
Hatte damals zwei Jahre Verhaltenstherapie. Aber manchmal läuft es eben nicht so wie es im Lehrbuch steht...

Völlig richtig, verstehe mich bitte so, dass ich Dir daraus keinen Vorwurf machen möchte. Nur stand es nicht im Eingangstext, dass Du eine VT hattest.

Warum also der Rückfall?

Hat die VT eine Verbesserung gebracht?

Bist Du schon schwanger?

Und das Medikament wird wieder anschlagen. Dein Körper hat es mit Sicherheit nicht aus seinem Gedàchtnis gesrichen. Da kannst Du Dir sicher sein!

Dein Kinderwunsch, hmmm .... das musst Du selbst entscheiden.
Noch ein Tip, versuch Dich nicht auf weitere Medikamente einzulassen um eine schnellere Wirkung zu erzielen. Die Kreuzgrschichten, hab da nicht die besten Erfahrungen.

Und verlass Dich darauf, Dein Medikament wird wieder anschlagen. Dein Kopf macht Dich momentan verrückt und verunsichert Dich.

Liebe Grüße, Olaf

Hi...
Ich habe seit dem ausschleichen quasi drauf gewartet und mich nur noch selber beobachtet, jede körperliche Reaktion und jeden Gedanken analysiert, ich denke so kams wieder. Oder mein hirnstoffwechsel funktioniert ohne des zeug ned keine Ahnung. Verhaltenstherapie hatte schon bisserl was gebracht aber mich nicht dauerhaft rausholen können, Hab sehr an mir gearbeitet aber es irgendwie ned rausgeschafft und bei jedem Rückfall wurde dann heftiger, so Hab ich damals das erste mal citalopram genommen.
Schwanger bin ich zum glück nicht, es hat nicht geklappt, die Natur wird echo gewusst haben warum. Wir haben uns auch entschieden das Thema auf Eis zu legen, meine Gesundheit geht vor.
Heute hatte ich das erste mal das Gefühl die Nebenwirkungen lasen etwa nach, die zwangsgedanken Richtung Selbstmord waren nicht mehr ganz so nah und die Panik nicht mehr so heftig. Ab morgen bin ich in ne tagesklinik, das wird hoffentlich auch unser Familienleben etwas entlasten und mir etwas Stabilität geben wobei ich sehr nervös bin und bisserl schiss Hab dass der Schuss nach hinten los geht wenn ich mich den ganzen tag mit meinen Problemen beschäftige und mit denen der anderen patienten

Darf ich fragen, wie Dein Leben so verlaufen ist?

Woher kommen die Ängste? Eine Vermutung? Was war in der Kindheit?

Du bist wieder auf dem besten Weg. Vertraue Dir, das wird!
Nimm Deinen Süßen in den Arm und Morgen bist Du unter absolut sicherer Hilfe.

Sei dankbar das uns geholfen wird.
Und nun schlaf schön und träume was süßes,
Olaf ...

Hallo,

Die Ursache meiner angststörung habe ich mit meinem Therapeuten ausgiebig bearbeitet als das ganze zum ersten mal auftrat. Er is sich mit mir auch darüber einig dass die angstreaktion etwas is was sich mein Körper ungewohnt hat und das dieses System sich selbst speist.
Tagesklinik war heut sehr heftig. Hab total viel geweint. War halt echt viel unter all den fremden deren zustand einen größtenteils noch mehr runter zieht. Viele mit Psychosen/Schizophrenie, wenige mit Depressionen und ich mit meiner angst. Psychotherapie wird dort nicht angeboten, einmal wöchentlich 15 Minuten Gespräch mit dem Arzt wegen der Medikamente und kurzer Bestandsaufnahme das war's, der Rest is Beschäftigung. Bin schon enttäuscht, wollte dort an mir arbeiten und ned nur weg von der Straße sein. Ich Versuchs mal so zu sehen dass ich dort einfach in Sicherheit bin bis ich wieder etwas stabiler bin..

Danke für die lieben worte Olaf, das tut sooo gut

***

Genau, Du bist in Sicherheit!
Eine Lernaufgabe sehe ich noch. Du sagst das Dich das Klientel und der Umstand runterzieht.
Du sollst nicht grad mit einem pfeifen auf den Lippe dort hingehen, aber versuch die Situation zu neutalisieren, akzeptieren. Eben erlernen ...

Und dazu musst Du dort hingehen;)

Alles Gute, Olaf ...

Was heißt denn, man ist in Sicherheit? Muss man wegen Panikattacken in Sicherheit gebracht werden? Es kann einem dabei schließlich nichts passieren.
Ich seh da ehrlich gesagt keinen Sinn drin, wenn man irgendwo beschäftigt wird. Das ist doch eher was für Depressive, die ihr Leben nicht mehr hin bekommen. Und dann nur 15 Minuten pro Woche ein Gespräch? Keine Psychotherapiesitzungen? Was soll man dann in einer Klinik? Da kann man auch Kurse in der Volkshochschule besuchen oder in den Turnverein gehen.

Ach wie schön, wenn man weiß, wo man birgt sein Gesicht,
Kind, wenn sie kommt, die Angst
Ach wie schön, wenn man weiß, allein ist man nicht
Kind, wenn sie kommt, die Angst ...

Hallo,
Manchmal braucht man das Gefühl eines sicheren Rahmens um etwas runter zu kommen..so weit unten war ich leider wegen der Verschlechterung beim einschleichen der Tabletten. Da muss man erst mal wieder zur ruhe kommen. Ich Hab festgestellt dass die einem da wirklich sehr helfen. Hatte gestern ne totale Krise vor der Verabschiedung ins Wochenende und konnte dann mit der stationsleitung und der Ärztin ewig lang reden!
Der Aufenthalt dort und die andern Leute enttabuisieren das ganze etwas für, das tut mir irgendwie gut. Aber es ins immer noch schwer.
Die Beschäftigung ins ned mal so schlecht hab ich gemerkt. Man lenkt seine Gedanken einfach etwas von der angst hab, das schaff ich allein zuhause kaum.
Also ich werd erst mal weiter hingehen, bis ich wieder auf eigenen Beinen stehen kann.
LG

Luisante,
dann gratuliere ich Dir. Das was Dir gut tut und nicht zeitgleich Anderen und Dir Schaden zufügt, kann nur gut sein.

Viel Erfolg weiter,
der Olaf isses ...

Ps. Berichte mal weiter

A


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Dr. Reinhard Pichler
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