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Zitat von Sonja77:
Nein leider hab ich keine Ahnung wo das abgespeichert ist…..


Es könnte Dir aber bestimmt deulich helfen, wenn Du etwas darüber weißt.
Urvertrauen oder Grundvertrauen kann nur in unserem Unterbewusstsein gespeichert sein.

Kennst Du die Begriffe Unterbewusstes Denken und Bewusstes Denken?

Zitat von Hotin:
Es könnte Dir aber bestimmt deulich helfen, wenn Du etwas darüber weißt. Urvertrauen oder Grundvertrauen kann nur in unserem Unterbewusstsein ...

Ja das kenne ich……und der Unterschied ist mir bewusst

A


Urvertrauen oder besser Grundvertrauen selbst herstellen?

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Meinst Du denn lieber Hotin das in jedem Baby das Urvertrauen schon drin steckt? Woher kommt das? Ist es da? Wer übermittelt mir das? Was ist dann anders? Lebe ich dann ohne diese Ängste, wenn ich das Urvertrauen hätte?

Dann gehe ich noch einmal auf die beiden Teile in unseren Gehirn ein.
Noch einmal hänge ich diesem Beitrag meine Grafik an.

Und beginne erst einmal mit der Aussage von dem Hirnforscher Prof Stefan Kölsch.

Zitat:

Dies bedeutet, dass wir die bisherige Denkweise über Bord werfen müssen, dass einzelne Teile des Gehirns entweder
Gedanken oder Gefühle erzeugen. Das Orbitofrontalhirn erzeugt beides.
Dies bedeutet außerdem: Wir haben nicht nur ein einziges Denkorgan im Gehirn, sondern
zwei-eines für bewusstes und eines für unterbewusstes Denken.

Unterbewusstes Denken ist spontan, intuitiv-es braucht weder bewusste Absicht noch
bewusste Aufmerksamkeit und kann sogar leicht vom bewussten Denken ablenken.

Bewusstes Denken hingegen braucht Konzentration. Es ist in der Lage, logische
Schlussfolgerungen zu ziehen, komplizierte Pläne zu entwerfen und knifflige Probleme
zu lösen.

Bewusstes Denken wird jedoch oft als anstrengend und langsam empfunden.

Zitat Ende.

Wenn Du weißt, dass es diese beiden Bereiche in unserem Kopf gibt.dann wirst Du
auch wissen. Wenn man Urvertrauen hat, dann kann es nur im Unterbewusstsein sitzen.
Warum kann es nur so funktionieren?
Ohne überhaupt nachzudenken muss das Urvertrauen sofort immer verfügbar sein.


Übrigens, wenn ich Dich damit ärgere oder langweile, dann sage mir bitte, dass Du das
Gespräch abbrechen möchtest.

Wir denken immer gleichzeitig mit beiden Bereichen.
Unterbewusstes Denken ist immer sofort da.
Bewusstes Denken geht viel, viel langsamer.

Weil unterbewusstes Denken superschnell ist, versuchen wir möglichst nur unterbewusst zu denken.
Etwa 7 - 9 Gedanken holen wir deshalb aus unserem Unterbewusstsein?
Und nur ganz, ganz wenig, denken wir langsam, denken wir neu und versuchen wir neu zu lernen.

Das bedeutet dann aber auch. Die meisten Menschen hören irgendwann fast auf zu lernen.
Wie empfindest Du das bei Dir? Hast Du noch daran Interesse, vieles noch neu zu lernen?
Oder möchtest Du nicht mehr so gern Neues lernen?

Zitat von Hotin:
Dann gehe ich noch einmal auf die beiden Teile in unseren Gehirn ein. Noch einmal hänge ich diesem Beitrag meine Grafik an. Und beginne erst einmal ...

Du langweilst mich absolut nicht ich finde das sehr interessant und auch schön das du dir so viel Zeit nimmst

ich bin immer bereit Neues zu lernen und denke man lernt nie aus und muss bereit sein um Neues zu lernen

ich werde gut über deine Zeilen nachdenken

Zitat von Abendschein:
Meinst Du denn lieber Hotin das in jedem Baby das Urvertrauen schon drin steckt? Woher kommt das?

Im wesentlichen wird ein Teil des Urvertrauens vielleicht sogar schon vor der Geburt im
Mutterleib gebildet. Das Kind fühlt sich dort sicher und warm.
Und nach der Geburt hat es die Mutter als erste Bezugsperson.
Jeden Tag lernt ein Kind. Etwas passiert, was mir gut tut. Und etwas passiert, was mich
verunsichert, erschreckt und mir sogar richtig Angst macht.

Zitat von Abendschein:
Wer übermittelt mir das?

Alle Personen die ganz in Deiner Nähe sind. Die Dich berühren. Die beruhigend mit Dir reden.
Usw.
Wir werden das Produkt unseres persönlichen Umfeldes.

Zitat von Abendschein:
Lebe ich dann ohne diese Ängste, wenn ich das Urvertrauen hätte?

Ohne Ängste kann kein Mensch leben. Unsere Ängste sind so etwas wie der Lenker unseres Fahrrades.

Oder das Lenkrad im Auto.

Mit unseren Ängsten steuern wir uns durch unser Leben.

Durch ein Grundvertrauen oder das Urvertrauen empfinden wir aber deutlich weniger Angst.
Wir fühlen uns sicher, dass wir etwas beeinflussen können. Etwas Wesentliches steuern können
und so Gefahren meistens abwenden können.
Dadurch fühlen wir uns sicherer.

Diese Angst von der ich spreche, ist nicht mit der normalen Angst zu vergleichen. Ich spreche von der krankhaften Angst auf die ich gerne verzichten würde. Sie warnt mich nicht,sie belastet mich. Diese Angst ist mir vertraut und dennoch verabscheue ich sie. Urvertrauen kenne ich nicht. Mir wurde die Angst beigebracht. Leider.

Zitat von Hotin:
Ich jedoch gehe davon aus, dass man ein nicht vorhandenes Urvertrauen mit der Hilfe von anderen Menschen und vor allem auch aus sich selbst heraus, durch etwas Anderes zumindest teilweise ersetzen kann.
Dies nenne ich aber nicht mehr Urvertrauen, sondern ein selbst gebautes Grundvertrauen.

Der Überzeugung bin ich schon lange und finde auch deine abweichende Bezeichnung sehr passend, wie auch die ganze Formulierung. Denn ich glaube dass man dieses Grundvertrauen zwar mit der (auch unbeabsichtigten / unbewussten) Hilfe anderer aufbauen bzw. lernen, es letztlich aber nur aus einem selbst entstehen und vor allem auch stabilisiert werden kann.

Zitat von sandracookie:
Huhu, interessantes Thema. Das Urvertrauen ist für mich nichts, was direkt da ist, wenn man geboren wird - es kommt auf die frühesten Erfahrungen ...

Das entspricht dem was mir in Therapien gesagt und erklärt wurde

Zitat von Abendschein:
Diese Angst von der ich spreche, ist nicht mit der normalen Angst zu vergleichen. Ich spreche von der krankhaften Angst auf die ich gerne verzichten würde. Sie warnt mich nicht,sie belastet mich.


Auf Deine Aussage kann ich mehrere Antworten geben.
Zunächst einmal frage ich Dich. Was emfindest Du als eine normale Angst?
Und was empfindest Du als eine krankhafte Angst?

Als unsere Angst bezeichnen wir hauptsächlich ein bestimmtes Gefühl.
Unsere Gefühle entstehen in unserem Unterbewusstsein. Unsere Gefühle erscheinen meistens,
ohne das wir absichtlich (gemeint ist bewusst gedacht) etwas dazu beitragen.
Plötzlich ist sie da, die Angst. Mal eher schwach. So richtig haben wir das Angstgefühl manchmal
noch gar nicht bemerkt. Irgendwie fühlt man es unterschwellig. Warum ist es da, dieses Gefühl?
Und manchmal meldet sich dieses Angstgefühl auch sofort richtig stark. Und dazwischen gibt
es viele Stufen, von leicht bis fast unertäglich.
Ist eine schwache Angst normal? Ist eine starke Angst unnormal?
Wer sagt mir nun, welche Angst wird normal sein? Und wo genau beginnt sich dieses
Angstgefühl krankhaft anzufühlen?
Da kenne ich , so glaube ich, gar keinen so richtigen Unterschied. Ist die Bewertungs - Grenze
hier nicht fließend? Bestimmt bekommt man von 10 Personen mindestens 6 verschiedene
Antworten dazu..

Zitat von Abendschein:
Diese Angst ist mir vertraut und dennoch verabscheue ich sie. Urvertrauen kenne ich nicht. Mir wurde die Angst beigebracht. Leider.

Dazu kann ich erst einmal wenig sagen. Unsere Gefühle steuern uns täglich ohne Pausen in den
unterschiedlichsten Lebens-Situationen. Weniger unsere Gedanken steuern uns.
Obwohl wir das überwiegend glauben.
Hauptsächlich steuern uns ständig nur unsere Gefühle.
Ist es deshalb gut für mich, wenn ich ein Gefühl grundsätzlich versuche abzulehnen? Es sogar
zu verabscheuen?

Nun gibt es aber noch etwas, was man auch eine zweite Art von Angst nennt.
Hier kommt es darauf an, wo diese Angst entsteht.
Darauf gehe ich im folgenden Text ein.

Unser Gehirn ist ein außerst umfangreiches Wunderwerk.
Viele Zusammenhänge kann selbst die Wissenschaft noch nicht eindeutig erkennen
und erklären. Vermutlich ist das aber auch gar nicht notwendig.

Um mit der Angst besser vertraut zu werden. Und um zu verstehen, wie wir uns selbst
ständig steuern, benötigen wir nur zwei Bereiche in unserem Kopf.

Es reicht völlig aus, wenn wir wissen, wie diese beiden Bereiche zusammenarbeiten.


- Da ist unser Unterbewusstsein.

Hier sagt die Wissenschaft.

Zitat von Hotin:
Unterbewusstes Denken ist spontan, intuitiv - es braucht weder bewusste Absicht noch
bewusste Aufmerksamkeit und kann sogar leicht vom bewussten Denken ablenken.


Ich ergänze:
Unterbewusstes Denken benötigt keine Zeit. Es ist immer sofort da. Und die Forschung
bestätigt auch.
Es braucht gar keine Absicht von uns, wenn unterbewusste Gedanken erscheinen.
Was bedeutet das?
Und die Forschung sagt auch. Unterbewusstes Denken kann leicht vom bewussten Denken ablenken.
Bedeutet das. Wenn ich meinem unterbewussten Denken zu sehr erlaube mich zu steuern, werde
ich unter U
mständen sogar in meiner Konzentration und in meinem klugen, ruhigen Denken abgelenkt?
Werde ich vielleicht deswegen
sogar unkonzentriert?

Das hört sich nicht besonders vorteilhaft an.

Glücklicherweise ist da aber noch:

- Unser Bewusstsein

Hier sagt die Wissenschaft:

Zitat von Hotin:
Bewusstes Denken hingegen braucht Konzentration. Es ist in der Lage, logische
Schlussfolgerungen zu ziehen, komplizierte Pläne zu entwerfen und knifflige Probleme
zu lösen.


Na prima. Dann gibt es ja bestimmt eine Möglichkeit, an der Art, wie wir Denken,
in Teilbereichen Verbesserungen zu erreichen.
Das lässt hoffen.


Zurück zur Angst.

Entsteht die Angst in unserem unterbewussten Denken, fühlen wir es oft so, das wir dem
Angstgefühl hilflos ausgeliefert sind.

Entsteht die Angst in unserem bewussten Denken, scheinen wir eine Art von völliger Kontrolle
über unsere Angst zu haben.

Könnte es nun helfen, wenn wir fast nur noch versuchen bewusst zu denken?

@Hotin
Guten Morgen Bernhard, das klingt ja erstmal schon mal gut

Wie bekommt man dieses Grundvertrauen denn nachträglich aufgebaut?

Ich bin dabei etwas weit auszuholen. Das halte ich für unbedingt notwendig.
Denn wenn ich auf direktem Weg sage, was ich dafür empfehle, wird das dann manchmal
gar nicht verstanden.
Voraussetzung, um zu verstehen wie ich mir teilweise selbst etwas Sicherheit und Grundvertrauen
geben kann, muss ich erkennen, wie jeder Mensch sein Unterbewusstes Denken teilweise
selbst aufbaut und danach benutzt.
Wer schreibt das in unser Unterbewusstsein hinein, was dort drin steht?

Wenn wir die Welt betreten, kann da noch nicht sehr viel drinstehen.
Noch können wir nicht sprechen.
Noch können wir nicht laufen.
Was können wir am Anfang unseres Lebens überhaupt schon?

Zitat von WayOut:
Wie bekommt man dieses Grundvertrauen denn nachträglich aufgebaut?


Etwas versuche ich einmal vorab zu sagen.
Die beiden Teile, bewusstes Denken und unterbewusses Denken können ja nicht völlig
gleichberechtigt sein.

Beispielsweise, wenn ich schlafe, dann schalte ich für eine gewisse Zeit mein
bewusstes Denken aus. Aber mein unterbewusstes Denken schläft dann gar nicht.

Da stellt sich vor allem die Frage. Wer hat denn mehr Bedeutung für uns, für unsere
Zufriedenheit? Wer sorgt mehr dafür, das wir weniger Angst fühlen, wer dafür, dass wir erfolgreicher
sind und wer sorgt mehr dafür, dass wir uns zufrieden fühlen.
Wo oder womit kann ich etwas steuern? Womit kann ich etwas beeinflussen?
Besser mit meinem bewussten Denken?
Oder besser mit meinem unterbewussten Denken.

Und eine große Frage ist:
Wenn ich doch gerade mit meinem bewussten Denken hauptsächlich etwas steuern und
Einfluss nehmen kann.


Warum reden wir fast alle immer davon, dass wir unser unterbewusstes Denken als
dasjenige ansehen, was uns so große Schwierigkeiten bereitet. Wo wir einfach
gar nicht so richtig herankommen.

Hallo lieber @Hotin.


Danke für diesen Thread.

Kann erst später alles lesen, habe aber vorab eine Frage.

Hast du schon mal was von Reparenting gehört?
Da wird wohl fehlende Elternliebe/Fürsorge nachempfunden.

Dazu braucht es ganz speziell geschulte Therapeuten.

Stell ich mir sehr schwierig vor.
Sagt dir das was?

LG
FB

Danke für deinen Beitrag lieber Hotin! Also ich muss sagen wenn ich schlafe fühle ich mich am wohlsten weil da muss ich nicht denken. Da habe ich mal Ruhe von den negativen Gedanken Schleifen und der Angst. Und meistens träume ich sehr schöne Dinge.

@Hotin
Hallo Bernhard, da gebe ich dir vollkommen recht. Daher bin ich ja auch diejenige die hier permanent das bewusste denken verfechtet und daran appelliert.
Aber ich finde gerade in deiner Antwort auf meine Frage keine Antwort auf meine Frage

Zitat von Frühlingsblume2:
Hast du schon mal was von Reparenting gehört?

Hallo Frühlingsblume,

nein, von Reparenting habe ich noch nichts gehört.

Gruß Bernhard
Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Sonnenzauber,

Zitat von Sonnenzauber:
Also ich muss sagen wenn ich schlafe fühle ich mich am wohlsten weil da muss ich nicht denken.


Mir geht es eher anders. Wenn ich schlafe, fühle ich mich auch gut, weil ich dann
wieder Kraft auftanken kann.
Mit dem Denken unterscheiden wir beide uns aber deutlich.
Sollte ich eines Tages nicht mehr denken können, merke ich es hoffentlich nicht mehr.
Denken können, gibt mir unter anderem auch ein Gefühl von Sicherheit und Freiheit.
Ich glaube, ich weiß allerdings, warum sich unsere Meinungen unterscheiden.
Geschätzt werde ich etwas 5 bis 10 % häufiger bewusst denken als die meisten
Menschen. Und mit diesen, meinen bewussten Gedanken kann ich meine Ängste
einigermaßen klein halten.

Läuft das dann darauf hinaus, dass z. B. Meditation hilft? Weil man dabei übt, bewusster zu sein, im Augenblick zu sein und sich von seinen Emotionen und unbewussten Gedanken zu distanzieren?
Was kann noch dabei helfen, das bewusste Denken zu fördern?

Zitat von Rossi:
Läuft das dann darauf hinaus, dass z. B. Meditation hilft?

Das glaube ich nicht. Mit Meditation habe ich es noch nie probiert.
Ich sehe es so, das es mit sachlichem Denken, also mit weitgehend von
Gefühlen befreitem Denken funktioniert.


Zitat von Rossi:
Weil man dabei übt, bewusster zu sein, im Augenblick zu sein und sich von seinen Emotionen und unbewussten Gedanken zu distanzieren?


Unterscheidet sich das nicht deutlich?
Was hilft es mir einen Moment bewusst zu sein? Noch verstehe ich das nicht.

Es geht darum, sachlich, weitgehend befreit von den eigene Gefühlen etwas folgerichtig,
also logisch und besonders zu seinem eigenen Vorteil zu durchdenken, damit also mit
den eigenen Vorteilen abzugleichen.

Zitat von Rossi:
Was kann noch dabei helfen, das bewusste Denken zu fördern?

Wer noch nicht bewusst denken kann, der sollte seine Gedanken und auch sein Ängste immer
wieder auf Papier aufschreiben.
Unterbewusstes Denken benötigt keine Zeit. Es ist immer sofort da. Durchzogen und verändert
von den eigene Gefühlen.

Schreibst Du das mit der Hand auf, dann schreibst Du entweder ständig seitenweise Romane.
Oder Du erkennst bald, was in Deinem Text sachlich und logisch und somit hilfreich
für Dich ist.

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Mira Weyer
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