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Ich war selber schon in einer Tagesklinik und ich kenne auch deine Ängste. Ich bin damals hin da ich in einem burnout geraten bin. Lange Geschichte aber ich dachte dann auch, hoffentlich pack ich die Klinik überhaupt und wenn ich mir jetzt noch die ganzen Probleme und Krankheiten der anderen anhören darf/muss , dann Dreh ich evtl noch total durch. Oder aber es belastet mich, triggert etc.
Es war nicht der Fall! Einmal ist es ganz wichtig zu erleben und zu erkennen, die anderen sind nicht Du! Du musst da gar nichts „ aufladen „ was nicht zu dir gehört. Ich fand es eher spannend gerade in der Gruppentherapie zu sitzen und zu hören wie es den anderen geht und was das mit mir macht! In sich reinzuspüren und z.b zu hinterfragen: warum löst das etwas aus? Und wenn , hat es wirklich etwas mit mir zu tun oder bin ich einfach gerade nur mitfühlend! So kann man für sich erkennen und gleichzeitig auch abgrenzen.
Zudem war es dann noch eine ganz tolle Gruppe! Die Leute waren ganz unterschiedlich aber auch das habe ich einfach als Übung gesehen. Welcher menschentyp begegnet mir, wie kann ich auf die Situation reagieren?
Und zu guter letzt obwohl alle so unterschiedlich waren, gab es auch Gemeinsamkeiten! Und auch das tut gut zu merken man ist nicht alleine!

@Burn danke das gibt mir Mut! Ich bin auch ein sehr empathischer und mitfühlender Mensch weshalb mir die Geschichten der mitpatienten manchmal auch nahe gehen aber ich versuche mich so für mich abzugrenzen das ich schaue was kann ich für mich selbst aus dieser Tagesklinik ziehen, was sind meine Erfolge hieraus und dabei ganz auf mich zu schauen und die Zeit mit den mitpatienten auch als challenge zu sehen

A


Zu stabil für Tagesklinik

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Das ist wunderbar Mimi ️wenn du versuchen kannst das weiterhin so für dich zu sehen, kann es eine gute Zeit sein!
Ich drück dir da die Daumen! Du bist nicht allein und du kannst das

Habe so etwas Ähnliches auch schon mal erlebt. Ich wollte unbedingt in eine berufliche stationäre Reha, alle haben mir abgeraten, einschließlich der behandelte Arzt, aber ich wollte, habe es durchgezogen, auch bei der Kasse und bin genommen worden. Als ich dabei war, merkte ich, war selbst schon älter, das ist ja der totale Kindergarten, habe mich zurückgezogen, meine Stimmung wurde immer schlechter und wurde nach einem halben Jahr ohne Resultat entlassen.

Nun ist eine Reha keine TK, bist 18, kannst also Erfahrungen außerhalb des Elternhauses gut gebrauchen, denn Du willst doch mal ein selbstständiger Mensch werden. Hast Du denn die Ursachen der Panikattacken in der Therapie erkannt und die Auslöser bearbeitet? Es hat ja stets mit Kindheit und Familie zu tun. So gesehen ist die TK hilfreich für Dich, es stabilisiert Dich weiter, Du musst lernen alleine klarzukommen und da ist anderen helfen und sie unterstützen eine Variante. Nicht das abhängige Kind sein, sondern der verantwortungsvolle Erwachsene, das hilft die Ängste und die Attacken zu überwinden.

Was meinst Du denn mit somatischen Störungen, gegen die Du Medikamente möchtest? Panikattacke und Aufenthalt in der TK basiert auf psychische Störung. Vor allem lass Dir Zeit für die Behandlung, solche Störungen, die sich im Leben über längere Zeit entwickelt haben, lassen sich nicht in ein paar Wochen aus der Welt schaffen. Wenn es eine positive Entwicklung gibt, ist es gut, dann bist Du auf einem richtigen Weg. Ich würde die TK nicht selbstständig abbrechen.

@realo
Oh interessant mit der beruflichen Reha und die Erfahrung. Ich selbst bin nämlich in einer Erschöpfungsdepression/burnout gelandet. Jetzt geht es mir langsam wieder besser aber es ist noch so dass ich nicht mit 40 Stunden arbeiten könnte. Jetzt war natürlich noch die Überlegung mit Reha aber ich sagte dann auch, ich habe einen Therapeuten und auch noch 8 Wochen Tagesklinik gemacht, so wahnsinnig Mehrwert hätte die Reha jetzt nicht.

Darum dachte ich auch erst evtl berufliche Reha um mich noch mal neu zu orientieren. Meine Psychiaterin hat da so etwas ähnliches gesagt, dass die Erfahrungen sehr unterschiedlich wären aber das viele sich zu viel von einer beruflichen Reha versprechen. Das dies meist eher die letzte Möglichkeit ist

Mein Psychologe meinte ich könnte mich evtl langweilen.
Ich bin dann wieder davon abgerückt, da ich dann auch dachte vielleicht ist dann , der ganze Weg dort hin umsonst.

Wie lange hast du denn für die Genehmigung etc. gebraucht?
Und was genau war dann nicht zielführend für dich?

@realo hallo, ja ich habe in der Therapie sehr viel erarbeiten und auch die Ursachen der Panikattacken erkannt. Dementsprechend weiß ich sehr viel über mich was gut für mich ist und was nicht und wie ich mich in manchen Situation verhalten zb. Nicht in die Vermeidung gehen damit ich später längerfristig auch Abt Ziel komme. Und ich habe auch verschiedene Strategien wie ich mit Panikattacken umgehen wenn ich merke das sie auftritt. Also in der Hinsicht fühle ich mich schon recht gut und sicher also so das ich mein sicher Ort bin in solchen Situationen. Und mir ist ja auch am wichtigsten selbstständig zu sein und das quasi wieder zuerlernen und da hilft mir die tk glaub ich ganz gut diese alltagsstruktur und dieses Selbstbewusstsein das ich es auch alleine schaffe von mir selbst aus. Ich kenne eine paar Leute die haben zb. Amitriptylin off-Label zur schmerztherapie bekommen und auch gerade wegen chronischen schmerzen und auch somatischen schmerzen. Deswegen möchte ich das gerne mal ansprechen ob es da eine Möglichkeit für gibt weil ich habe zb. Oft Bauchschmerzen und die Schränken mich halt auch in meinem Alltag und meinem Handlungsspielraum ein. Wie gesagt durch 1,5 Jahre Therapie habe ich schon recht viel erarbeitet und nun ist die Tk so für 6-8 Wochen angesetzt und ich schaue mal in wie weit sie mir hilft habe aber denke ich ein ganz gutes Gefühl weil für mich geht es ja darum was kann ich für mich selbst für meine Zukunft aus dieser Zeit mitnehmen und das finde ich sehr wichtig

Zitat von Mimi477:
@realo hallo, ja ich habe in der Therapie sehr viel erarbeiten und auch die Ursachen der Panikattacken erkannt. Dementsprechend weiß ich sehr viel ...

Das ist sooooooo toll zu lesen, dass du so strukturiert und reflektiert bist !
Du wirst mit der Zeit so viel Gutes erfahren, mach weiter so!

Zitat von Burn:
Das ist sooooooo toll zu lesen, dass du so strukturiert und reflektiert bist ! Du wirst mit der Zeit so viel Gutes erfahren, mach weiter so!

Ich danke dir ! Positives Feedback von außen zu hören ist immer schön

Zitat von Mimi477:
Positives Feedback von außen zu hören ist immer schön

Natürlich, Lob tut stets gut. Jedoch beim therapeutischen Weg geht es darum, die Umstände zu verbessern und das bedeutet, das anzusprechen, was noch nicht so gut läuft. Ein positives Feedback, gut und schön, ein Grund zur Freude, aber wie geht es weiter? Sind alle Symptome weg und die Stimmung stabil positiv ist die Therapie beendet und es gilt selbstständig den Alltag zu erleben. Es wird neue Probleme oder Krisen geben, besteht die Möglichkeit sie selbstständig zu bewältigen ist alles gut, nur tauchen erneut Symptome auf, gilt es sie zu besprechen. Wie gesagt, ein Lob tut gut, aber es löst meistens die Konflikte nicht.





Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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