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Guten Abend zusammen ️

Ich hatte ja schon einen Beitrag über meinen Aufenthalt und auch Angst in der psychosomatischen Klinik eröffnet.

Ich weiss. Ich bin mit meinen Gedanken schon ein Schritt voraus
Aber mich beschäftigt es schon jetzt und beunruhigt mich auch weil ich nicht weiss wie es nach meinem stationären Aufenthalt weitergeht

Wie war das bei euch so? Muss man da von 0 auf 100 wieder durchstarten auf der Arbeit? Das macht mir ehrlich gesagt schon jetzt etwas Angst wie das so im Alltag laufen wird. In so einer Klinik ist man ja in so einer geschützten Glocke. Man hat keinen Leistungsdruck, kann sich entspannen und den Druck rausnehmen.
Klar es gibt eine Wiedereingliederung, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mir noch nicht mal vorstellen 4h zu arbeiten. Hab auch irgendwie Angst dass ich rückfällig werde und dass ich im Alltag wieder in mein altes Muster Falle. Ich weiss diese Gedanken sind gift

Lieben Dank schon jetzt für das Teilen eurer Erfahrungen

Gestern 19:04 • 25.02.2025 #1


22 Antworten ↓


@STEPHI1988
Wenn du nach der Klinik nicht arbeitsfähig bist kannst du auch weiter krank geschrieben werden. Du MUSST danach nicht arbeiten.
Und alles weitere solltest du sehen wenn du da raus kommst. Weil wer weiß vielleicht merkst du in der Klinik ja auch dass die Struktur die dir Arbeit gibt helfen könnte und du möchtest danach in eine Eingliederung oder sonst was
Oder ne Umschulung machen weil du zwar arbeiten möchtest aber psychisch in deinem Bereich nicht mehr arbeiten kannst oder oder oder.
Das entscheidet sich aber alles während deines klinik Aufenthalts

A


Nach Klinikaufenthalt wie geht es weiter?

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@WayOut Lieben Dank für deine Antwort Ja du hast recht, step by step, wird sich mit der Zeit in der Klinik entscheiden was gut oder schlecht ist für mich und wie es mit mir weitergeht.

Trotzdem habe ich leider jetzt schon Panik vor dem Danach. Aber da muss ich jetzt meine Gedanken in den Griff kriegen und alles auf mich zukommen lassen.

@STEPHI1988 Ja weil du halt gar nicht weißt wie du dich in der Klinik entwickelst.
A er vielleicht reicht es auch schon zu wissen, dass du auch nach der Klinik nichts MUSST

@WayOut
Ja ich glaub das ist so ein grundlegendes Problem bei mir diese 3 Schritte voraus denken, Grübeln usw. Einfach schlimm

Ja ich kämpfe damit schon so lange, weil ich so ein ungesundes Pflichtgefühl habe. Bis eben vor 4 Monaten... wo dann einfach gar nix mehr ging... von heute auf morgen. Ich habe einfach nicht mehr funktioniert. Das was jahrelang ging, ging plötzlich nicht mehr.

STOP! Du bist erst etwas über eine Woche in der Klinik, oder?

Bleib im Hier und Jetzt, alles andere würde deine Genesung behindern. Konzentrier dich auf die Therapie und komm dort erstmal richtig zur Ruhe.

@Greta__

Ja genau, fast 2 Wochen. Ja du hast sooooo recht Greta, ich muss mit meinen Gedanken bei mir, im Hier und Jetzt bleiben, auch wenn ich mich (noch) dazu zwingen muss

Zitat von STEPHI1988:
@Greta__ Ja genau, fast 2 Wochen. Ja du hast sooooo recht Greta, ich muss mit meinen Gedanken bei mir, im Hier und Jetzt bleiben, auch wenn ich mich ...

Das wirst du lernen. Und ich finde die Frage deines Threads passt wunderbar in eine Gruppensitzung.

Geb dir Zeit

Stimmt @Greta__ , das wäre echt ein Thema was ich einbringen könnte, aber ich denke erst wenn ein Ende meines Klinikaufenthalts absehbar ist.

Liebe dank dir!

Zitat von STEPHI1988:
Stimmt @Greta__ , das wäre echt ein Thema was ich einbringen könnte, aber ich denke erst wenn ein Ende meines Klinikaufenthalts absehbar ist. Liebe ...

Ja, unbedingt!

Liebe Grüße

Zitat von STEPHI1988:
ungesundes Pflichtgefühl habe.



Ich denke, dass die Mehrheit unserer psychischen Erkrankung damit zusammenhängen, dass wir unsere innere Wertschätzung davon abhängig machen, wie perfekt wir im Aussen funktionieren.

Und da Perfektionismus immer etwas mit der Angst zu tun hat, bei Nichtfunktionieren angreifbar und verletzlich zu sein, ist das dann der pure Stress mit dem Ergebnis, dass gar nix mehr geht.

Schau mal, ob du jetzt in der Klinik nicht auch schon wieder dazu neigst, ein perfekter Patient sein zu wollen.

Versteh mich nicht falsch, ich kenne das von mir selbst. Man kann irgendwie nicht anders und hier finde ich es wichtig, dass man seine wunden Punkte einfach mal kennt. Dann kann man nämlich verstehen, dass man ständig 3 Schritte im Voraus plant, aber den eigentlichen Schritt noch gar nicht abgeschlossen hat.

Wenn du dich in der Klinik soweit ganz gut fühlst, nutzt die Zeit, um hinter deine Problematik schauen zu können. Je mehr man weiss, warum man so denkt oder fühlt, desto besser kann man zukünftig mit umgehen.

Guten Morgen, erstmal solltest Du jetzt nicht an was kommt danach denken, sonder die auf den Klinik Aufenthalt konzentrieren. Wenn man das Gefühl hat, nach dem Aufenthalt nicht arbeiten zu können, dann lässt man sich erstmal weiter krank schreiben.
Und da sollte man sich nicht stressen, denn Stress hilft derzeit nicht.
Mache Dich nicht verrückt, man wird Dir helfen und dann würde ich auch nicht gleich voll wieder einsteigen, sonder im Rahmen der Eingliederung langsam steigern.
Also entspannen und den Klinik Aufenthalt genießen.
Alles Gute und Kopf hoch

@Icefalki
Lieben Dank für deine Antwort
Ja damit hast du sooooo recht. Mein Überperfektionismus stresst mich soooo seht... egal ob im Alltag, im Job... Ich glaube das liegt leider zum Grossteil an meiner Erziehung
Klar ich muss mich selbst wieder mehr wertschätzen, mir und meinen Fähigkeiten vertrauen aber mir fällt das in der Praxis sooo schwer

Ich weiss dass ich daran arbeiten muss, grade jetzt in der Klinik.

Ich weiss das hört sich jetzt schräg an aber manchmal denke ich einfach ich bin nicht für diese Alltagshektik, ständig ändernde Herausforderungen und Leistungsdruck dieser Gesellschaft gemacht.
Ich würde am liebsten so leben wie es mir gut tut.... Klar man kann das ein oder andere ändern aber vieles ist so, wird von einem gefordert usw und mit diesem Druck im Kopf kann ich nur schwer umgehen...

Hi,

ein kurzer Tipp von meiner Seite: wenn du etwas mit dem Befund der Klinik anfangen möchtest, mach das so schnell wie möglich.

Ich habe mich damals in die stationäre Behandlung gezwungen, zur Diagnosestellung; bereits 3 Monate später wurden die Befunde als veraltet dargestellt und die Ärzte haben sich lieber auf ihre netten kleinen Fragebögen verlassen die man binnen 5 Minuten im Wartezimmer auf's Papier kritzelt.

Klar, ist ja auch aussagekräftiger als 2x6 Wochen Diagnosestellung in einer Klinik.

Viel Erfolg

@Louis1970
Ja das habe ich mir jetzt auch vorgenommen. In dem hier und jetzt sein und an mir arbeiten.... und mich vor allem nicht stressen

Danke dir

'tschuldigung mein Beitrag liest sich sarkastischer als beabsichtigt.

Es soll auch keinen Druck machen, ich hätte es mir nur zu wissen gewünscht damals, dann hätte ich schneller gehandelt und mich in der Klinik schon besser beraten lassen!

Grüße

@DerAngsthase

Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung in der Klinik
Meine Diagnose wurde auch schon zum einen spezifiziert und auch schon um eine erweitert.
Aber ich werde ein Auge drauf halten
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Hallo STEPHI1988,

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Beste Grüße
Carsten

Zitat von STEPHI1988:
aber manchmal denke ich einfach ich bin nicht für diese Alltagshektik, ständig ändernde Herausforderungen und Leistungsdruck dieser Gesellschaft gemacht.


Anders, du hast davon die Nase gestrichen voll. Und Leistungsdruck definieren wir meistens sowieso selbst, deswegen ist gut, für uns nie gut genug.

Ich habe ja auch ganz viel über diese Themen nachdenken müssen und mit diesem ganzen psychologischen Selbstreflektiongedöhns , dem Selbstbewusstsein, der Eigenliebe, und und und - in Wahrheit nix anfangen können. Klar, kopfmässig alles kapiert, aber das ist nicht wirklich in mich reingewandert.

Das kam dann, als ich mir mein Leben mal ganz genau unter die Lupe genommen habe und hinter meine Fassade geblickt habe. Das war richtig anstrengend und heftig.

Ab da habe ich aber verstanden und weiss zumindest, warum ich so bin, wie ich bin. Und weiss, was zu tun ist, wenn mein Angsthirn getriggert wird.

Und so ganz oben steht jetzt immer: Ich muss gar nix mehr, muss nimmer 180%ig funktionieren. Die Hälfte reicht bei mir lässig aus.

Und dann noch die Akzeptanz, dass ich wirklich psychisch angeschlagen bin. Das war unterm Strich am schwierigsten, da ich Schwäche hasse.

@Icefalki

Du hast es auf den Punkt getroffen: Ja ich habe die Nase voll! Die Nase voll immer funktionieren zu müssen, anderer Erwartungen zu erfüllen, 180% zu geben, mich unter Menschen wohl zu fühlen obwohl ich es nicht tue usw.
Durch meine jahrelange Psychotherapie habe ich auch gelernt dass ich gut so bin wie ich einfach bin, ich gerne alleine bin, Ruhe und Entspannung brauche, kein geselliger Mensch bin usw.
In Bereichen wie Freundenkreis, Familie und Beziehung hab ich mich auch echt gebessert, nur im Job funktioniert das einfach nicht:
Ich muss immer 200% geben, möchte mir nix anmerken lassen, mache mir ununterbrochen Druck, möchte keine Schwäche zeigen. Aber es wird im Arbeitsleben auch echt immer schlimmer: Der Druck wächst, immer weniger Leute sollen die gleiche Arbeit machen oder am besten noch mehr und dabei auch nicht krank sein. Wie soll man da noch entspannt arbeiten? ‍️ Das hat sich alles so verändert zum negativen und ich halte diesen Druck einfach nicht aus

Aber gut, das wird hoffentlich in der Klinik aufgearbeitet

A


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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