Klassische Triggerpunkte bei mir:
Einer neue Gruppe von Menschen mit denen ich zu tun haben muss, ausserhalb eines Offiziellen Rahmen (wir sind Teil eines Teams, Schule, Arbeit,),zu begegnen, wo quasi die "Erlaubnis" nicht da ist, dabei sein zu dürfen.
Bestes Beispiel Tagesklinik:
Jeder hat ein Recht dran teilzunehmen, Ärzte überwachen das Geschehen.
Wenn sich dann privat Grüppchen bilden, habe ich Angst, in dieser Gruppe zu bestehen.
Angst sich morgens zu treffen, oder auf sie zuzugehen, bevor das "Offizielle" los geht.
Wenn eine Bezugsperson, wie Therapeut dabei ist, "darf ich ich sein".
Für jemand anderen oder wenn es bei mir um Offizielle Dinge geht, (Ämter, und so) kann ich sehr gut Agieren. Da kann ich locker mich durchsetzen, frech Rechte einfordern.
Da müssen ja gewisse Regeln eingehalten weden. Aber fällt dieser Rahmen weg, bin ich "Nackig".
Da geht es um mich als Person.
Da habe ich kein Schriftstück, auf dem steht, dass ich darf.
Ich Scanne in Gruppen jede Reaktion, die zur vermeindlichen Ablehnung führt,je privater und je mehr Menschen dabei sind, (ausser es werden viel zu viele, da verliert man sich, Kleingruppen entstehen..) desto mehr habe ich Angst.
Augenkontakt halte ich, denn ich will ja sehen wie der andere reagiert, Mimik, Gesten...
Ich habe Angst mich so zu zeigen wie ich bin. Der "Offizielle Rahmen" ist ja nur Maske.
Gewisse Trigger aus der Kindheit, die mit heftiger Beschämung und Hilflosigkeit zu tun hatten, habe ich stark Verinnerlicht.Auch will ich durch das Scannen Kontrolle erhalten. Bei einer Person oder mehreren geht das noch. Werden es zu viele, die miteinander einen aktuellen Bezug haben wie im Gespräch, übersteigt das meine Kraft.
Etwas in mir Versteinert und heftige Angstgefühle lassen mich nicht klar denken, ich reagiere komisch, bekomme nichts mit und ich fühle mich wie aus Glas.Panik und Stress.
Komischer Weise habe ich da meine "Lieblingsmenschen" auf die ich so heftig reagiere:
Männer, (der prollige Bauarbeitertyp,der offen und oftmals garnicht böse, mal einen Spruch raushaut)
Und natürlich Menschen, die Bewusst versuchen ihr Selbstwert durch Klein machen anderer zu erhöhen oder einfach "Spass" dran haben. "Ey, du Ar...."
Dabei spielt der Sozale Status keine Rolle. Selbst Obdachlose können mich mit einem Spruch vernichten.
Komischer Weise habe ich bei Ärzten, Frauen und anderen "Intellektuellen" wenig Probleme, da ist die Scheu so wie bei anderen oder weniger.
Liegt wohl daran, dass mein Vorurteil ist: Sie können sich besser einfühlen und Verstehen und beachten die Verhaltensnormen.

Ein bisschen Narzissmus spielt da auch eine Rolle, der aber nicht malign ist, ich fühle mich Rhetorisch nicht gehemmt, kann mich besser Verteidigen auf der Sachebene bin Handlungsfähiger.
Und ich muss meine Person ständig Verteidigen!
Hilflos werde ich nur wenn jemand wie ein Therapeut, meine Spielchen einfach Unterläuft,nicht darauf anspringt, sondern sich selbst offen und nicht wertend auf der Beziehungsebene zeigt, ja sich sogar schwach und mit Fehlern zeigt.
Ein Narzisst würde diese Person sofort Abwerten.
Bei mir ist ein Kampf zu Ende.
Und dass ist sehr befreiend.
Generell reagiere ich gelassener, wenn ich merke, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen.
Leider speichert sich das in der Akuten Situation nicht langfristig ins Gehirn! Unter Stress lernt man kaum um und das Gehirn verknüpft Angst mit der Situation.
Jedenfalls ist es bei mir so, dass ich Soziale Kontakte ständig wieder neu lernen muss, weil ich die Erfahrungen nie lange abspeicher. Täglich grüsst das Murmeltier.
Da ich glaube dieses ADS zu haben, habe ich auch Probleme, Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu bekommen.
LG Robinson