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Hallo, wie sollte ich vorgehen: In meinem Leben gibt es eine Reihe an Themen, die mich sehr belasten. Ich habe keine Ahnung in welcher Form und ob überhaupt ich mit meiner Frau darüber sprechen kann und will.

Eigene psychische Beeinträchtigungen, von denen ich mir mein Leben nicht zertören lassen möchte:

* Kontaktscheuheit, die ich inzwischen gefühlt gut im Griff habe. (Werde ich meiner Frau ggü. nicht ansprechen, sondern ich baue mein persönliches Netzwerk langsam weiter aus.)

* Aufschieberei, Prokrastinatiom, die stellenweise groteske Züge annimmt, die ich derzeit aktiv bekämpfen möchte. Private basteleien und investitionen, sowie vorrauschauendes berufliches Engagement schiebe ich ständig vor mir her. (Ich denke hier ist es sinnvoll, ihr knapp.zu berichten, was meine Pläne sind und über den Fortschritt zu berichten. Wenn ich der Meinung bin, dass sie mir behilflich sein kann oder gemeinsame Entscheidungen anstehen. Natürlich spreche ich auch berufliche Dinge an, wenn es z.,b. den gemeinsamen Terminkalender betrifft.)

* Gefühlte Beinträchtigung im Beteich Denken, Sprechen, Lernen (konkret Abrufen von Begriffen und Fakten) sehe ich als Auslöser für die beiden oben genannten Punkte. Ursache könnte irgendetwas zwischen Depression, Burnout, leichtes ADS, IQ im unteren Mittelfeld, mangelnde Gedankenhygiene sein. (Hier hat meine Frau früher eher weniger verständnisvoll reagiert. Es ist meine persönliche Sache und ich heule mich hier im Forum aus. Danke dafür.)

Schwere Eheprobleme:
* Frau liebt anderen Mann, schläft 3 mal die Woche ausser Haus. Ich hatte sie vor 3 Jahren gebeten, wegen Kindern, Haus und aus meiner Sicht gut funktionierendem Alltag (ausnahme: jähzornattacken, siehe unten) bei uns zu bleiben. Mein Angebot einer offenen Beziehung setzt sie so um, dass sie - soweit ich weiss - eine monogame zu dem anderen führt.

* Meine Frau kann sehr jähzornig sein, wenn Unordnung herrscht. Ich selber lasse mich deswegen nicht aus der Ruhe bringen und versuche konstruktiv, aber in meinem Tempo eine ordentliche Wohnung zu haben. Die Kinder sind hier stellenweise segr beeinträchtigt. Besonders die 7 jährige Tochter. Die Situation schaukelt sich stellenweise schnell hoch und kann von mir von aussen nicht gestoppt werden. Zitat vom 5 jährigen Sohn: Wir können da nichts machen, sonst wird Mami noch aggressiver. In der Regel münden Streits zwischen Mutter und Tochter in lautem Gezanke und Geschrei. Irgendwann im weiteren Verlauf räumen sie scheinbar koperativ das Zimmer gemeinsam auf. Warum muss die Tochter zuerst komplett gebrochen wetden!? Nach diesen Vorfällen thematisiere ich dies ab und zu in Einzelgesprächen. Die Kinder antworten, dass sie wissen dass ihre Mutter oft gestresst ist. Die Frau sagt nach solchen Aktionen, dass sie gestört ist und hat keine Antwort darauf, wie wir solche Situationen vermeiden können. Proaktiv aufgeräumt wird bereits. Aber Kinder und ich lassen uns das Leben und Ausbreiten auch nicht verbieten. In wiefern ich hier aufgrund meiner Art eine Schuld an der Situation trage habe ich häufig mit mir selbst durchdiskutiert.

* Mir persönlich fehlt die sexuelle Beziehung. Meine persönliche Logistik für etwas externes ist in der Hinsicht eher schlecht. Ich möchte in zukunft einfach spasseshalber ab und an Frauen auf der Strasse ansprechen. Falls sich was ergibt (z.b. ein paar unverbindliche dates) würde ich das mitnehmen. Mir ist wichtig, dass ich aber zügig das Thema Ehesituation anspreche um keine falschen Hoffnungen zu wecken, was meine Chancen wohl eher verschlechtert. Bisher war ich meiner Frau (mangels Alternativen?) treu.

* Das Thema Trennung oder Scheidung meiner Frau ggü. anzusprechen zögere ich bislang raus. Ich denke, dass sie sich, wenn ich ein Ultimatum aussprechen würde, gegen mich entscheiden würde. Aber dann wären natürlich in irgendeiner Form auch wieder Fakten geschaffen. Ich habe keine Ahnung,ob sie warten will bis die Kinder alt genug sind oder ob sie es unter dem Strich ganz praktisch findet, dass ich doch einiges im haushalt mache, manches auch im stand halte. Ich weiss auch nicht, wie lange ich das noch will.

Ich frage mich, ob ich (zumindest die 3 Punkte die die Ehe betreffen) ggü. meiner Frau einfach mal wieder so im Block ansprechen soll, oder nicht. Beim letzten Mal (vielleicht 2 Jahre her?) war es ein Monolog meinerseits. Thema ob wir weiter zusammenleben wollen hatte ich vor einem Jahr nochmals kurz angeschnitten, sie war dann irritiert, wir hätten das ja doch geklärt.

19.08.2022 04:25 • 22.03.2025 #1


38 Antworten ↓


Guten Morgen @Azure.
Das sind aber einige Baustellen und die würden wohl jeden belasten.
Ob ihr diese Ehe unter den Voraussetzungen weiter führen wollt und ob das sinnvoll ist, steht mir natürlich nicht zu, zu beurteilen. Aber ich glaube, es würden so einige Probleme von selber verschwinden, wenn ihr euch trennen würdet.
Bist du mit deiner Frau noch zusammen, weil du sie noch liebst oder sind wirklich die Kinder der einzige Grund?
Falls letzteres der Fall ist: manchmal ist es eben so, dass Mama und Papa sich nicht mehr verstehen und wenn ihr den Kindern signalisiert, dass ihr sie lieb habt und sich daran nichts ändert, dann wird das wahrscheinlich besser für sie sein, als sich eine Ehe anzuschauen, wo beide nur frustriert sind und keine Liebe mehr herrscht.
Auch ist es verständlich, dass dir der Sex fehlt und generell körperliche Nähe. Vielleicht findest du als Single ja auch irgendwann wieder jemanden, der dich so liebt, wie du bist und Verständnis für dich und deine Sorgen hat. Dann würde es auch dir vielleicht wieder besser gehen. Das wollte ich einfach mal kurz dazu sagen, ich hoffe, das war ok.
Sollte Trennung wirklich gar keine Option sein, dann würde ich das Gespräch trotzdem suchen. Ihr lebt schließlich zusammen und solltet offen darüber reden können um euch und den Kindern das Zusammenleben auch einfacher zu machen. Ich wünsche dir alles Gute

A


Tabuthemen in Ehe ansprechen

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Danke für deine Worte, @Afraid1992.

Ob ich sie noch liebe: Ich habe ein warmes Gefühl in der Brust, wenn ich an sie und die Kinder denke. Wir sind eine Familie, in die jeder von uns viel investiert hat und die mir persönlich vieles gibt. Mir ist es wichtig, dass die Kinder, ich und auch meine Frau zufrieden sind und uns entfalten können. Wieweit sie davon entfernt ist und was sie tatsächlich will, kann ich nicht einschätzen. Ich hoffte lange Zeit, dass wir gemeinsam an wichtigen Baustellen arbeiten können. Meine Frau ist kommunikativ, kreativ, gut organisiert (früher war sie mir gegenüber auch offenbar gerne liebevoll und körperlich nah). Sie investiert mit Ideen, Aktivitäten und Anwesenheit in die Familie (vielleicht wirklich nur wegen sich und der Kinder?)

Ich denke, dass ich im Fall einer Trennung nach einem kurzen intensiven Moment der Umstellung schnell wieder in irgendeiner Form stabil auf beiden Beinen stehen würde.

Ich bilde mir ein, dass ich auch genügend Stabilität für einen Neuanfang mit ihr bieten könnte.

Mit einer Trennung wären vermutlich einige der Probleme vordergründig weg. Je nachdem wie die Kinder dann aufgeteilt würden einige Probleme vielleicht aber dann soweit aus meiner Reichweite, dass ich im Notfall nicht mehr einschreiten könnte.

Zitat von Azure:
Ich frage mich, ob ich (zumindest die 3 Punkte die die Ehe betreffen) ggü. meiner Frau einfach mal wieder so im Block ansprechen soll,

Kommunikation ist eine der wichtigsten Grundlagen in einer, wie auch immer gestalteten Beziehung.
Mir liegt es fern die offene Ehe zu kritisieren. Weil wenn beide damit einverstanden sind, why not?

Wenn man mit seinem Leben unzufrieden ist, sollte man sich die Doppelfrage stellen:
Was will ich und was will ich nicht?
Und dann schaut man es umsetzen kann. Mit Kindern ist das halt leichter gesagt als getan. Aber deine Kinder haben auch nichts davon, wenn deine seelische Gesundheit darunter leidet.

Habe mich jetzt dazu entschieden, das Thema Umgang innerhalb der Familie über ein paar Wochen hinweg intensiver zu thematisieren. Fokus darauf, dass man seinen Willen auch ohne Gewalt mitteilen kann. Die oberen 3 Themen sind meine persönlichen Punkte, an denen ich meine Frau nur passiv an meiner Entwicklung teilnehmen lasse, wenn sie aufmerksam ist. Was den Sex und zärtlichkeiten innerhalb der Ehe anbelangt bin ich bei euch @PQhope und andere erstmal im thread liebeskummer-trennung-scheidung-f86/herumjammern-in-liebesdingen-auf-niedrigem-niveau-t114959.html in guter Gesellschaft.

Thematisierung einer Trennung kann ich auch noch ein Jahr rausschieben wenn von meiner Frau hier nichts kommt. Meine Persönlichkeitsentwicklung zielt darauf hin ab, dass ich vorbereitet bin.

Danke fürs zuhören.

Zitat von Azure:
Hallo, wie sollte ich vorgehen: In meinem Leben gibt es eine Reihe an Themen, die mich sehr belasten. Ich habe keine Ahnung in welcher Form und ob überhaupt ich mit meiner Frau darüber sprechen kann und will. Eigene psychische Beeinträchtigungen, von denen ich mir mein Leben nicht zertören lassen möchte: * ...

Ich spreche das nun einfach mal so aus , dieses Konstrukt was ihr da habt , ist weder für eure Kinder ,noch für dich ,oder sie gut , und es wird eher schnell in sich zusammenfallen .

Bis dahin werdet ihr alle leiden .

Zitat von faolan:
Ich spreche das nun einfach mal so aus , dieses Konstrukt was ihr da habt , ist weder für eure Kinder ,noch für dich ,oder sie gut , und es wird ...

Danke für die Antwort. Ja ich leide unter der Situation. Ich kann es nicht einschätzen, ob es für mich und insbesondere die Kinder nach Trennung besser wird.

Zitat von Azure:
ob es für mich und insbesondere die Kinder nach Trennung besser wird.

So wie du es geschildert hast wird es bestimmt durch eine Trennung besser (Vorsicht! Kommentar von jemandem der keine Kinder hat)
Aus meiner Erfahrung als der externe der von außen auf die Beziehungen von Freunden und Bekannten schaut merke ich immer dass Kinder sehr feinfühlige Antennen haben und unter solchen Situationen extrem leiden.
Und für dich.... geht es denn noch schlechter?

Vielleicht noch als Hinweis, die Kinder wurden von ihrer Mutter eingeweiht und wissen, dass sie den anderen lieber hat als mich. Dementsprechend wird den Kindern zumindest nicht verheimlicht, dass es zwischen ihren Eltern nicht mehr ganz normal läuft.

Aktuell haben sie (beinahe) täglich beide Eltern um sich rum, Schule und Lebensmittelpunkt sind im selben Ort. Wir Eltern stimmen uns eng ab, was Erziehung und Haushalt anbelangt. An den Wochenenden wird oft gemeinsam etwas unternommen. Dass die Mutter dann ab und an verschwindet entspricht ungefähr einem Wechselmodell. Für mich hat es rein praktisch den Vorteil, dass nicht noch aufwendiges Kutschieren zwischen zwei Wohnungen stattfinden muss.

Kontakt zu meiner Frau würde, da ich davon ausgehe, dass es auf ein gemeinsames Sorgerecht rauslaufen würde auch noch häufig bestehen.
Wenn Trennung würde ich vermutlich einen wöchentlichen(?) Wechsel vorschlagen. Somit ja. Direkte Reibungspunkte zwischen mir und meiner Frau könnten reduziert werden. Stresssituationen zwischen meiner Frau und den Kindern werden aber, so wie ich sie kenne und wie ich ihre Entwicklung beobachte auf jeden Fall weiterbestehen.

Freue mich, dass ich das Thema Kommunikation angesprochen habe. Bereits Woche hatten wir keine krasse Eskalation mehr (was aber durchaus normal ist). Was mich aber wirklich freut ist, dass meine Frau stellenweise versucht hat durch Ironie, Fragen, Wiederholungen auf Dinge einzugehen, die sie stören. Ich werde das demnächst mal bei Gelegenheit im Gespräch anklingen lassen, dass mir das aufgefallen ist und dass mich das sehr freut.

Kommentar nach knapp 2 Jahren:
Ich denke nach wie vor, dass mein Weg ok ist.

Ich spreche a) offener an wenn mich was stört und habe b) weniger das Bedürfnis über gewisse Themen mit meiner Frau zu sprechen.

Kommunikation mit meinen Kindern ist (in beide Richtungen) gut. Wir vertrauen uns, ich weiß dass sie Kinder sind, aber respektiere sie auch als vollwertige Menschen mit Rechten und Pflichten. Konflikte werden mal laut, mal leise aber stets mit Liebe ausgetragen.

Manchmal habe ich offensichtlich ggf. andere Dinge im Kopf als einen Wasserkocher an die richtige Stelle zu räumen...

Mich deswegen anschreien ist kontraproduktiv.


Auch wenn sie faktisch recht hat, sträubt sich in mir etwas, wenn sie daneben steht und mich in unfreundlichem Ton auffordert es wegzuräumen.


Ich weiß, dass ich jederzeit ausziehen könnte oder sie auffordern die Familie zu verlassen.


[Innerlich kommt gerade noch einiges, was ich hier wegzensiere, weil ich generell für höfliche Ausdrucksweise plädiere.] Es frustriert und ermüdet mich.

Genau so fährt sie die Kinder an, wenn die Kinder nicht spuren.

Auf den Ton angesprochen eskaliert es. Auf Dauer mit frechen Sprüchen konntern will ich nicht, weil assig.


Ich lass mich aber auch nicht auf diese Art rumkommandieren ubd Anbrüllen für Dinge die ich nicht aus Bösartigkeit gemachtt habe, sondern schlicht, weil offenbar Kapazität fehlt [z.B. um andere Aufgaben, die ich der Familie gegenüber zugesagt habe bewusst ordentlich durchzuführen]

Zitat von Azure:
Genau so fährt sie die Kinder an, wenn die Kinder nicht spuren.


Nur mal so ein Gedanke:

Ist sie Narzisstin?

Der krankhafte Narzissmus geht mit einem starken Autoritätsanspruch und Führungsdenken einher. Das extreme Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bewunderung, sowie der Mangel an Einfühlungsvermögen sind typische Anzeichen.

Zitat von Icefalki:
Ist sie Narzisstin?

Ist mir inzwischen ziemlich egal

Wenn sich meine Frau und Tochter gegenseitig anschreien, werde ich meine Tochter noch darauf hinweisen, dass sie anständig mit ihrer Mutter sprechen soll.

Bei ihrer Mutter habe ich hier die Hoffnung aufgegeben, genau so wie ich bei mir die Hoffnung aufgegeben habe immer alles penibel wegzuräumen.
(* selbstverständlich kläre ich mit der Tochter sachlich, wenn die Mutter inhaltlich recht hat und teile ihr auch mit, bzw. bestätige sie darin, wenn die Kommunikationsform der Mutter zu hart war. Externe Mediation hatte ich mir bereits mal überlegt.)

Lieber Azure, ich habe bisher nicht den Eindruck gehabt, dass du intellektuell im unteren Mittelfeld bist. Ich weiß nicht ganz, welcher deiner Sätze noch heute aktuell ist. Eine offene Beziehung ist es meiner Ansicht nach nicht, denn zwischen euch gibt es nur noch ein Nutzverhältnis ohne körperliche Aktivitäten. Beide Seiten gefallen sich in ihrer Entscheidungslosigkeit und Bequemlichkeit. Nichts muss geändert, eingerissen und neugeordnet werden; nicht mal Gesprächsbedarf gibt es. Wenn es wenigstens ein Beisammensein auf Augenhöhe wäre. Aber es gibt offenbar ein deutliches Gefälle deiner Frau dir gegenüber. Es scheint, als hätte sie jeden Respekt vor dir verloren, möglicherweise auch deshalb, weil du das alles erduldest.

Deine Kinder sind noch jung, sie werden das alles noch über 10 Jahre miterleben und ihr Leben wird davon geprägt werden. Geht das denn alles spurlos an ihnen vorbei? Oder bist nur du es, dem das zusetzt? Ist das vielleicht nur die Illusion einer Familie?

Ich finde es gut, dass du auf eine Trennung innerlich eingestellt ist. Aber es sieht so aus, dass, wenn es überhaupt eine geben sollte, du die Initiative übernehmen müsstest und mit einem Masterplan in deine Zukunft gehen könntest mit eigenen Zielen und eigenen Entscheidungen. Man lebt nur einmal, muss man sich das mehrere Dekaden lang antun? Alles Gute!

Eine offene Ehe wo der Ehepartner 3 mal die Woche außer Haus schläft wäre für mich undenkbar,trotz Liebe

Und Wutanfälle vor den Kindern gehen gar nicht

Zitat von Ferrum:
Lieber Azure, ich habe bisher nicht den Eindruck gehabt, dass du intellektuell im unteren Mittelfeld bist. Ich weiß nicht ganz, welcher deiner ...

Nein, es ist keine offene Beziehung, es ist eine Trennung, aber wir leben noch im selben Haus.

Dass es keine körperliche Beziehung mehr werden wird, ist inzwischen geklärt. Ein freundschaftliches Verhältnis zu meiner Frau besteht noch. Ich werde aber bei Gelegenheit für mich einzelne Situationen gedanklich durchgehen, un diese für mich noch einmal objektiv zu bewerten - ich will hier weder mir noch den Mitlesern etwas vorlügen.
Geneinsamer Besitz, Schulden für das Haus (überschaubar und absehbar) und die Kinder sind der Grund weshalb wir noch zusammen leben.

Über deine Frage @Ferrum, was sich in den letzten 5 Jahren getan hat werde ich bei Gelegenheit in aller Ruhe für mich einen Überblick verschaffen. Ich selbst bin in vielen Bereichen auf den ersten Blick mir mit meiner persönlichen Entwicklung und mit der Entwicklung meiner Kinder zufrieden.

Hauptstreitthema ist die Kommunikationsform auf Nachlässigkeiten unsererseits. Tochter und Vater sind eher impulsiv und nachlässig in Details. Sohn hat gelernt, dass er ordentlich sein muss um wenig Stress mit Mutter zunhaben - und er spornt mich auch an.

Meine Frau hat ein tiefes inneres Bedürfnis, dass es ordentlich ist und sie tut auch einiges dafür. Dementsprechend auch die Reaktionen wenn ihre Ordnung durcheinandergebracht wird.


Mein heutiger Beitrag war in erster Linie auch dafür eine Möglichkeit für mich, mich aus der Situation zu nehmen.
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Zitat von Azure:
Wenn sich meine Frau und Tochter gegenseitig anschreien, werde ich meine Tochter noch darauf hinweisen, dass sie anständig mit ihrer Mutter sprechen soll.

Im Prinzip finde ich es gut, wenn du deiner Tochter beibringen möchtest, dass sie Respekt und Höflichkeit gegenüber Erwachsenen haben soll.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man von Kindern verlangen soll ihre eigenen Emotionen besser im Griff zu haben, als die eigenen Eltern. Das wäre ja ein Fordern, dass sie erwachsener sein sollen, als ihre eigenen Eltern. Die eigene Verantwortung aufs Kind schieben.

Ich glaube am vernünftigsten wäre, wenn du dich in einen Streit einmischt, aber nicht wegen des Themas sondern, dass du deiner Frau sagst, dass sie ihre Tochter nicht so anschreien soll.
Du musst deiner Tochter das vorleben, was du ihr vermitteln möchtest. Du musst deiner Frau ihre Grenzen zeigen, dass sie so nicht mit deiner Tochter umgehen darf und das auf die Art, wie du es dir von deiner Tochter wünschst. Anständig.

Mein Mann und meine Tochter hatten auch mal eine sehr schwierige Phase. Sie war allerdings schon älter, als deine Kinder. Allerdings war das dann die Zeit, wo ich mich immer mehr mit Trennungsgedanken beschäftigte. Als sie noch ein Herz und eine Seele waren, da wollte ich dem Kind nicht den Vater nehmen.
Aber in dieser Zeit habe ich gelernt, immer mehr zu meinem Kind zu stehen und notfalls wäre ich auch vor mein Kind gestanden und hätte sie beschützt. Zum Glück musste ich es nicht tun, denn körperliche Gewalt kam nicht dazu.

Es ist schon ein Unterschied, ob man mit einem Erwachsenen Streit hat oder mit einem Kind. Also ob sie dich anschreit oder die Kinder.

Ich hab mir deinen Thread mal angeschaut wo ich jetzt zufälligerweise reingestolpert rein und hab mir auch dein Profil angeschaut.

Du bist noch jung, möchtest du dein Leben in so einer Ehe tristen ?
Das war das erste, was mir so eingefallen ist.
Zum andern, weist du bzw. ihr was ihr euren Kindern antut ?
Die sind gekennzeichnet für ihr Leben lang.
Ich will dir auch keine Vorwürfe machen, das steht mir nicht zu.
Ich weis was es heißt aus einer langjährigen Ehe / Beziehung auszusteigen.
( war selber 25 Jahre verheiratet, ohne eigenen Kinder )
Wenn du sie nicht ansprechen
kannst / willst, dann pack deine Kinder und Koffer und gehe.
Denk an deine Kinder und an dich, auch ihr habt noch ein Recht auf Leben.
Sie werden es dir irgendwann danken, das du sie da rausgeholst hast.
Das ist kein Leben, das ist die Hölle.

Aus dem Eingangspost habe ich inzwischen keine Probleme mehr mit ihr über meine Soziale Phobie, Stress und andere Dingen zu sprechen. Was bei ihr ankommt, kann ich nicht sagen. Ich kann allgemein besser über meine Gefühle sprechen. Sie begründet ab und zu ihre Wutausbrüche durch ihren Stress.

* Einsamkeit meinerseits thematisiere ich ihr nicht groß, ich habe aber kein Problem damit, wenn sie mitbekommt, dass ich mit Singlemännern unterwegs bin. Ich nehme mir inzwischen mehr Freizeit. In diesem Fall ist sie dann auch manchmal mit ihrem Freund zusammen wenn sie auf die Kinder aufpasst. Ich rede in Gegenwart der Kinder nicht schlecht über den Freund. Wenn ich bemerke, dass es ihnen peinlich ist, in meiner Gegenwart über ihn zu sprechen gehe ich entweder dezent raus oder ermutige sie, es mir zu erzählen, falls sie erzählen wollten aber ins Stocken gerieten.
Auf Kontakt mit ihm bin ich nicht scharf. Ich habe den Eindruck, dass ihm meine Gegenwart unangenehmer wäre als mir seine.

* Scheidung und Trennung klammern wir aus. Tatsächlich investieren wir beide mit Ideen und Taten in unser Haus. Teilweise gemeinsam teilweise jeder in seinem Bereich aber in der Regel nach Rücksprache und kooperativ.

* Aggressionen sind das Hauptthema.

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