danke für deine Antwort. Ich gebe dir recht, mit ich weis nicht kommt man wohl echt nicht weiter, drum
will ich mal versuchen mein Weltbild zusammen zu tragen:
Wie sieht das für mich aus.... hm....Es war zumindest mal so geplant:
Schule, Ausbildung, Freundin, Heiraten, mit 25 Jahren Papa sein und alles ist in Ordnung. Ein solides, erfreuliches Leben
ohne große Sorgen. Wahrscheinlich so, wie ich es zu Hause vorgelebt bekomme habe.
Leider ist das nicht so eingetroffen und ich musste erst lernen, dass im Leben nicht immer alles so läuft wie ich es gerne hätte.
Bin aber gerade so an einem Punkt, wo ich so garnicht genau weis, was ich gerne hätte? Irgendwie hab ich alles aber manchmal doch nichts. Ich bin sicherlich nicht verzweifelt - aber zufrieden halt auch nicht. Es fällt mir schwer, das zu geniesen was ich hab. Und eg müsste ich Stolz drauf sein, auf das was ich schon erreicht habe, dass ich mir leisten kann was ich mir gönnen möchte. Aber zufrieden? Nein... zumindest meistens nicht. Da bin ich viel zu skeptisch, da immer was passieren kann.
Ich sehe mich schon oft als Opfer der Krankheit. Klar weis ich, dass man Ängst haben muss, dass ist ja auch richtig so. Dennoch weis ich, dass meine Bewertung der Dinge sehr oft zu übertrieben ist und ich zu viele meiner Gedanken und auch Taten hinterfrage - dahingehend in wie weit diese jetzt falsch oder schädlich sind. Sowohl für mich als auch für andere. Oder ob eine meiner Taten schädlich war!
Ich kann dir aber auch nicht sagen, ob ich unzufrieden bin, weil mich diese Sorgen jagen - oder ob die Sorgen da sind weil ich unzufrieden bin?!
Was das o.g. Thema betrifft bin ich sehr unzufrieden. Ich hätte gerne seit Jahren eine Freundin, die für mich da ist, die mich hält wenn ich mal falle. Jemand, mit dem ich meine Sorgen teile könnte und der mich ab und zu als mal auf den richtigen Weg lenkt.
Aber aktuell hätte ich glaub ich garnicht das nötige Selbstvertrauen für eine Beziehung - ich glaub da aktuell nicht an meine Fähigkeiten diese solide aufrecht zu erhalten.
Dann fällt mir aber auch wieder ein, dass ich noch nie so der Typ war, der über seine Probleme gesprochen hat. Ich wollte immer alles selbst regeln und lies selten Hilfe von außen zu. Auch heute noch, sag ich dass alles ok ist, wenn mich meine Mutter frägt wie es mir geht. Auch, weil ich nicht will, dass sie sich zu großen Sorgen deswegen macht.
Aber um nochmal auf deine Frage von meinem Weltbild zu kommen. Kurz gesagt:
Man geht arbeiten, verdient Geld, sichert damit seine Existenz. Was ich schon lange nicht mehr habe sind Träume, die ich mir erfüllen möchte. Versteh mich nicht falsch, ich bin jetzt wirklich nicht depressiv oder so - nur einfach unzufrieden und gleichzeitig aber planlos was mir zum glück fehlt.
Naja dann sind wir doch wieder an einem Punkt wo ich sagen muss: Ich weis es einfach nicht.... :/
Ich war bis vor all dem ein sehr lebensfroher Mensch, hab viel unternommen und war glücklich. Und dann wie ein Schalter. Ich schätze mal ich hätte damals schon mehr fragen müssen was mich stört - aber ich war starr vor angst und bin eher davon weggelaufen. Und heute fehlen mir die Erinnerungen an die Gedanken und Gefühle von damals.
Es ist jetzt wahrscheinlich nicht nicht die Antwort die haben wolltest, aber es sind die Gedanken, die mir grad so durch den Kopf gehen, wenn ich drüber nachdenke.
Kannst du damit was anfangen, oder reden wir doch aneinander vorbei?
LG
16.05.2015 15:27 • #22