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Umfrage: Setzt ihr Angehörigen Grenzen? Wie fühlt ihr euch?

Die Abstimmung ist anonym.

Ich lehne es ab, Angehörigen Grenzen zu setzen
0
Ich lehne es nicht ab, aber mache es nie
2
12%
Ich mache das nur selten
2
12%
Ich fühle mich schuldig
7
41%
Ich fühle mich nicht schuldig
4
24%
Meine Angehörigen setzen mir auch ständig Grenzen
0
Ich mag meine Angehörigen nicht
0
Ich weiß nicht, wie ich darüber denke
2
12%
 
Abstimmungen insgesamt : 17
Hallo,

Mich interessiert, ob ihr euch schuldig fühlt, wenn ihr Angehörigen, die ihr gern habt, Grenzen setzt. Fühlt ihr euch schuldig? Tut es euch dann leid? Verzichtet ihr deswegen darauf ihnen Grenzen zu setzen?

Gestern 16:50 • 06.04.2025 x 1 #1


17 Antworten ↓


Ich müsste es mehr machen, fühle mich aber sehr schuldig. Dadurch lasse ich oft übergriffiges Verhalten zu.
Wenn ich es doch mal schaffe, Grenzen zu setzen, geht es mir sehr schlecht.

A


Schuldgefühle wegen Grenzen setzen?

x 3


Ich fühle mich mittlerweile weniger schuldig, jenachdem um was es dabei geht. Toxisches Verhalten lasse ich mir von niemandem mehr gefallen, da fühle ich mich auch nicht wirklich schuldig. Wenn es nur um einen Gefallen geht, den ich erfüllen soll (also eine Erwartung) und ich sage aber Nein kann ich mich schon mal schuldig fühlen. Oder wenn ich von einer Person das Gejammer nicht mehr hören will und ich mich davon abgrenze, kann schon auch ab und zu Mitleid mit reinfließen und dann kann ich mich auch schuldig fühlen. Kommt also auf die jeweilige Situation an.

Es ist ein schwieriges Thema. Wer ist es? Um was geht es? Wie viel Aufwand ist es? Keine pauschale Antwort möglich.

Ich kümmere mich ja um meine Mutter, da bleibt nicht viel Energie für andere Leute. Letztes Jahr hatten aber meine Tante und mein Onkel um diese Jahreszeit zur gleichen Zeit gröbere gesundheitliche Probleme. So habe ich mich angeboten, im Gemüsegarten auszuhelfen. Es waren etwa 4x eine halbe Stunde, die das Notprogramm gedauert hat (vor allem verhindern, dass die Beete vergrasen).

Anbieten tue ich mich aber sicher zur Zeit niemanden nur aus Spaß (Notfälle ausgenommen), dazu bin ich schon zu ausgelastet. Und Fragen traut sich keiner, weil jeder weiß - ausgelastet.

Hatte aber im letzten Herbst eine Aktion mit einem Bekannten, der unbedingt eine Internet-Präsentation erstellt haben wollte. Das war ersten aufwending und zweitens - er ist schon sehr dement und es hat sich mehrmals alles im Kreise gedreht, bis ich den Schlussstrich gezogen habe, bis hierher und nicht weiter. Ich hatte schon körperliche Symptome, so ähnlich wie damals in meiner letzten Firma. So nach dem Motto: Was will er jetzt schon wieder, was wir eh schon drei mal durchgemacht haben! Dafür habe ich einfach keine Energie (mehr).

Zitat von Gaulin:
Ich fühle mich mittlerweile weniger schuldig, jenachdem um was es dabei geht. Toxisches Verhalten lasse ich mir von niemandem mehr gefallen, da fühle ich mich auch nicht wirklich schuldig. Wenn es nur um einen Gefallen geht, den ich erfüllen soll (also eine Erwartung) und ich sage aber Nein kann ich ...

Kein toxisches Verhalten. Ich meinte Gefallen oder Besuche.

Ich sag mal als erstes Beispiel: Jemand weiß nicht, wie man … macht. Er fragt dich „Kannst du mir einen Gefallen machen? Kannst du … für mich machen?“. Du machst es und zeigst ihm wie es geht.

Er (nicht geistig behindert oder hochaltrig) guckt es sich an. Lernt anscheinend nichts, aber das sagt er nicht.

Einige Zeit später fragt er dich wieder, ob du … für ihn machen kannst. Du machst … für ihn. Du zeigst es ihm wieder. Er guckt es sich wieder an.

Einige Zeit später fragt er dich wieder, ob du … für ihn machen kannst.

Zweites Beispiel: Angehöriger plant etwas, plant deine Hilfe ein, fragt aber nicht dich selbst sondern andere Leute, ob du wohl das machen würdest. Du selbst erfährst erst später, dass du eingeplant bist.

Drittes Beispiel: Du fährst nach … Angehöriger wohnt dort, erfährt, dass du dort hin fährst und rechnet fest mit deinem Besuch. Du hast eigentlich keine Zeit für den Besuch, aber willst ihn nicht beleidigen.

Was tust du und wie fühlst du dich?

Zitat von Frittensauce:
Er (nicht geistig behindert oder hochaltrig) guckt es sich an. Lernt anscheinend nichts, aber das sagt er nicht.

1 x, dann Ende. Hast du ein konkretes Beispiel?

Zitat von Frittensauce:
Du selbst erfährst erst später, dass du eingeplant bist.

So ähnlich lief das bei meiner Herbst-Sache. Ein anderer Bekannter hat gesagt, ich kann das wohl. Aber das war kein direktes einteilen ohne mein Wissen, sondern eine Empfehlung.

Zitat von Frittensauce:
Du fährst nach … Angehöriger wohnt dort, erfährt, dass du dort hin fährst und rechnet fest mit deinem Besuch.

Hängt davon ab, wer das ist. Entweder wäre ich sowieso auch hingefahren und wenn nicht, fahre ich auch nicht hin, auch wenn er es erwartet.

Zitat von User_0815_4711:
So ähnlich lief das bei meiner Herbst-Sache. Ein anderer Bekannter hat gesagt, ich kann das wohl. Aber das war kein direktes einteilen ohne mein Wissen, sondern eine Empfehlung.


Das hasse ich halt. Jemand meint ich könnte das wohl, hätte wohl Zeit, was auch immer, fragt mich natürlich nicht. Ob du es jetzt einteilen nennen willst oder Empfehlung. Es führt dazu, dass ich ungewollte Aufgaben kriege.

Zitat von Frittensauce:
Es führt dazu, dass ich ungewollte Aufgaben kriege.

Dieser demente Bekannte hatte diese Idee mit der Präsentation und hat mit dem anderen Bekannten telefoniert und da haben sie darüber gesprochen. Nachdem ich sowas aber hin und wieder mache und der andere Bekannte nicht, sind sie auf mich gekommen.
Die Aufgabe war sicher ungewollt, aber da wir uns gegenseitig früher im Laufe der Jahre viel gegeben haben, habe ich es eben gemacht (Es ist kein Verwandter, sondern ein Bekannter mit Interessensüberschneidungen). Das Problem war ja nicht die Arbeit an sich, sondern der inzwischen sehr komplizierte Umgang mit ihm wegen seiner Demenz. Das hat mir den letzten Nerv geraubt.

Zitat von User_0815_4711:
Dieser demente Bekannte hatte diese Idee mit der Präsentation und hat mit dem anderen Bekannten telefoniert und da haben sie darüber gesprochen. Nachdem ich sowas aber hin und wieder mache und der andere Bekannte nicht, sind sie auf mich gekommen. Die Aufgabe war sicher ungewollt, aber da wir uns gegenseitig früher ...

Das ist total lieb von dir gewesen.

Ich brauche eine zweite Umfrage: Denken jene, die sich schuldig fühlen, auch dass man sich schuldig fühlen sollte?

Zitat von Frittensauce:
Hallo, Mich interessiert, ob ihr euch schuldig fühlt, wenn ihr Angehörigen, die ihr gern habt, Grenzen setzt. Fühlt ihr euch schuldig? Tut es euch dann leid? Verzichtet ihr deswegen darauf ihnen Grenzen zu setzen?

Die Antwortmöglichkeiten in deiner Umfrage sind völlig unlogisch. Vor allem fehlt ein entscheidender Punkt: ich setze immer Grenzen und fühle mich nicht schuldig.

Zitat von Schlaflose:
Die Antwortmöglichkeiten in deiner Umfrage sind völlig unlogisch. Vor allem fehlt ein entscheidender Punkt: ich setze immer Grenzen und fühle mich nicht schuldig.

„Ich fühle mich nicht schuldig“ gibt es. Das andere habe ich vergessen.

Zitat von Frittensauce:
Ich brauche eine zweite Umfrage: Denken jene, die sich schuldig fühlen, auch dass man sich schuldig fühlen sollte?

Worauf bezieht du das sich schuldig fühlen? Darauf, dass du Grenzen setzt und dich deswegen schuldig fühlst, weil du den anderen enttäuschst? Oder ob du dich dir selbst gegenüber schuldig fühlst, weil du keine Grenzen setzt?

Zitat von Schlaflose:
Worauf bezieht du das sich schuldig fühlen? Darauf, dass du Grenzen setzt und dich deswegen schuldig fühlst, weil du den anderen enttäuschst? Oder ob du dich dir selbst gegenüber schuldig fühlst, weil du keine Grenzen setzt?

Weil man den anderen enttäuscht.

Zitat von Frittensauce:
Hallo, Mich interessiert, ob ihr euch schuldig fühlt, wenn ihr Angehörigen, die ihr gern habt, Grenzen setzt. Fühlt ihr euch schuldig? Tut es euch ...

Also ich hatte vor nicht allzu langer zeit einen fall.
ich hab da grenzen gesetzt.ein schlechtes gewissen hatte ich nicht.
der jenige hat sich aber auch einiges rausgenommen.
das kannste dir teilweise echt nicht ausdenken‍️
kommt ja auch drauf an was passiert ist.
ich würde auch erstmal versuchen das friedlich zu klären.
bei emotionaler Erpressung hörts aber auf……
es sollte jetzt nicht so sein, dass man über seinen stolz stolpert, aber etwas Selbstachtung versuche ich mir schon zu erhalten.

Zitat von Frittensauce:
Ich brauche eine zweite Umfrage: Denken jene, die sich schuldig fühlen, auch dass man sich schuldig fühlen sollte?

Auch das kommt drauf an, auf die Person, den Umgang bisher und die Situation. Wenn die Person mir auch ständig hilft, ich aber nein sage, weil ich grad keine Lust habe, fühle ich mich schuldig und denke, dass das dann auch angebracht ist. Wenn ich aber nein zu einer Person sage, die mich ausnutzt dann eher nicht. Geben und Nehmen halt und je nachdem. Dann kommt es vielleicht auch noch auf die Art und Weise an, wie du dich abgrenzt.. Das kann man, glaube ich, nicht pauschal sagen. Dazu bräuchte man mehr Infos, um was es dir genau geht und auch dann wird es verschiedene Sichtweisen geben. Aber interessant finde ich das.

Zitat von Disposable-hero:
bei emotionaler Erpressung hörts aber auf……

Das wäre dann schon toxisch, da würde ich mich ohne Schuldgefühle abgrenzen.
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Zitat von Gaulin:
Dazu bräuchte man mehr Infos, um was es dir genau geht und auch dann wird es verschiedene Sichtweisen geben. Aber interessant finde ich das.

Eben, ein komplexes, facettenreiches Thema mit vielen Grautönen.

A


x 4





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