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Liebe Community,

ich leide seit 2 Jahren an einer schweren Schlafstörung. Das bedeutet, dass ich keine Nacht länger als 2 Stunden schlafen kann. Oftmals verbringe ich auch mehrere Nächte komplett schlaflos.
Manchmal frage ich mich, wie ich das bis jetzt aushalten konnte. Aber es scheint so, dass der Mensch viel aushält.
In der Zwischenzeit habe ich auch schon ein paar Medikamente ausprobiert. Aber nichts hilft. Außer Zolpidem, aber das darf ich nur 3 mal im Monat nehmen.

Meine Frage ist deshalb:
Hatte jemand von euch auch schon so schwere Schlafstörungen?
Wie lebt ihr damit?
Hat es vielleicht auch jemand geschafft, wieder gesund zu werden?

Ich wäre wirklich sehr dankbar über Tipps. Diese Schlafstörung macht mein Leben kaputt und ich wüsste gerne, ob es einen Ausweg gibt.

Viele Grüße
Alex

20.02.2025 22:19 • 30.03.2025 #1


29 Antworten ↓


@Alexander- das würde ich in der Tat mal mit einem Arzt besprechen. Schlaftabletten bringen ja auf Dauer nicht so viel ich nehme daher Schlaf anstoßende Medikamente Quetiapin und Mirtazapin hast du die schon ausprobiert? Mit Schlaftabletten schläft man irgendwie eh komisch und wacht danach total Groggy auf finde ich, man träumt nicht mehr und erinnert sich auch gar nicht wie man geschlafen hat deswegen Vorsicht damit.

A


Heilung von schwerer Schlafstörung?

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Hallo Sonnenzauber,
danke für deinen Tipp. Ich habe tatsächlich auch schon Mirtazapin und Quetiapin bekommen. Allerdings nicht in Kombination.
In zwei Wochen habe ich einen Platz für eine kognitive Verhaltenstherapie bekommen. Ich hoffe, dass das mir die Therapie hilft. Habe allerdings meine Zweifel daran.

@Alexander- ich nehme 200mg Quetiapin und 30mg Mirtazapin frag doch mal deinen Psychiater/Arzt was er davon hält. Schlaftabletten sind nicht die Lösung. Bin schon seit vielen Jahren auf der gleichen Dosis und schlafe sehr gut.

@Alexander-

Ich habe viele Jahre unter Schlafstörungen gelitten, noch dazu bei einer Arbeit, in der ich zT nachts um 4 aufstehen musste.

Generell würde ich sagen, dass Trimipramin mich gerettet hat. Hast du das schon mal ausprobiert? Ich konnte mich darauf verlassen, dass ich damit schlafen konnte, und ich konnte gleichzeitig (da mit Tropfen dosiert) nur ganz wenig nehmen, so, dass ich nach kurzer Eingewöhnungsphase auch früh morgens keinen Hangover hatte.

Ich bin nicht mehr ganz sicher, wie lange, aber ich denke, ich muss um die 15 Jahre Trimipramin genommen haben, da ich nicht mehr schlafen konnte, sobald ich es mal ausgelassen hatte.

Seit letztem Jahr arbeite ich abends und, es ist fast wie ein Wunder, wenn ich dann nach Hause komme, kann ich einschlafen, ohne Trimipramin. Dass ich mal so weit kommen würde, normal einzuschlafen, hätte ich nicht mehr erwartet.

@Alexander- nehme Johanniskraut am besten 300 bis 600 mg möglichst 2 Stunden bevor Du schlafen gehst . Und esse 30 Minuten bevor du schläfst , ein kleines Milcheis Du wirst sehen es wird dir in jeden Fall helfen.

@Obikon zwei Jahre ist eine lange Zeit ich denke da braucht es was stärkeres als Johanniskraut und Milchreis

@Sonnenzauber eigentlich nicht....

@Obikon Also sorry aber so kurz vorm schlafen gehen essen warnt jeder Arzt vor, weil das auf Dauer voll auf den Magen schlägt, reflux verursachen kann und schlimmeres. Das ist leider kein wirklich guter Tipp. Wenn es dir (noch) keine Beschwerden macht, ok, aber das ist kein Tipp der der Gesundheit zuträglich ist

Zitat von Sonnenzauber:
@Obikon zwei Jahre ist eine lange Zeit ich denke da braucht es was stärkeres als Johanniskraut und Milchreis

Ich hab auch Milchreis gelesen, aber es ist ein kleines Milcheis.

Hoi,

das ist ja übel...

Mirtazapin wirkt besonders in Dosen ab 15mg und darunter schlaffördernd, hattest du denn so eine niedrige Dosis?

Melatonin aus der Apotheke auch probiert?

Was hält dich denn eigentlich wach? Gedanken, Ängste oder wirst du nicht müde?

Grüße

Liebe Leute,
ich danke euch recht herzlich für eure Antworten!

Trimipramin habe ich noch nicht probiert . Ich werde das bei meiner Psychiaterin ansprechen.

Ehrlich gesagt habe ich Johanniskraut in höherer Dosis auch noch nicht getestet. Das hole ich mir im Deogeriemarkt.
Manchmal sind pflanzliche Stoffe schon wirksam, glaube ich. Ich vertraue schon auf die Heilwirkung von Pflanzen.

Melatonin hat mir leider nicht geholfen.

Angsthase, es sind wohl schon Ängste, die mich wach halten.
Ich hatte vor zwei Jahren eine Psychose und fürchte mich immer, dass die Psychose zurück kommt. Diese Vorstellung bzw. Angst ist irgendwie doch sehr schlimm für mich.

Viele Grüße an Alle,
Alex

Also ich hab ja schon mein ganzes Leben Schlafprobleme.... Einschlaf- Und Durchschlafprobleme. Habe lange durchgehalten, mich durchgeboxt...Aber jetzt im Alter bin ich total an meine Grenzen gekommen im Job und hatte vor ca 4 Monaten meinen absoluten Tiefpunkt und gleichzeitig Zusammenbruch. Es ging nichts mehr! Depressionen inklusive. Aber irgendwann schafft es der Körper auch nicht mehr den Tag mit ca. 2-4h Schlaf zu überstehen. Hatte auch alles ausprobiert... trimipramin, mirtazepin, quetiapin, quviviq usw. Zuletzt auch Zopiclon, aber ich musste leider feststellen dass es auch nur als Bedarfsmedikament süchtig macht. Habe alles an Schlafhygienie durch-Könnte ein Buch schreiben. Ebenfalls bin ich seit ca. 15 Jahren in Psychotherapie.

Leider kam der Schritt in eine stationäre psychosomatische Klinik erst jetzt. Meine Schuld, habe mich jahrelang dagegen gewehrt. Bis jetzt bin ich optimistisch mit der Behandlung. Es wird unter ärztlicher Aufsicht das beste Schlafmedikament für einen gesucht. Z.zt. nehme ich Trazodon und bin sehr zufrieden. Schlafe schnell ein, wache 1-2 Mal auf aber schlafe immer relativ schnell wieder ein und kann ca. 7-8h schlafen. Ich weiss nicht wann ich das letzte Mal so viel geschlafen habe...

Liebe Stephi, das klingt doch toll!
Bei mir ist es so, dass ich tatsächlich nur 2 Stunden schlafen kann. Mehr geht einfach nicht.
Ich fühle mich jeden Tag so, als würde ich bald zusammenbrechen. Ich merke richtig, wie mein Körper es nicht mehr schafft, den Tag zu überstehen.
Ständig ist mir schwindlig, ich kann mir nichts merken und meine Denkleistung ist reduziert.

Wie hast du es geschafft, in die stationäre Psychosomatische Klinik zu kommen?
Ist das eine Klinik speziell für Schlafstörungen?

Viele Grüße
Alex

Zitat von Alexander-:
Wie hast du es geschafft, in die stationäre Psychosomatische Klinik zu kommen?
Ist das eine Klinik speziell für Schlafstörungen?


Nein, aber Schlafstörungen können dort auch behandelt werden. Was du benötigst ist eine Einweisung vom Hausarzt und eine Klinik für Psychosomatik, an die du dich wendest. Dein Hausarzt sollte dir eine Klinik in der Umgebung nennen können.

Zitat von Alexander-:
Hatte jemand von euch auch schon so schwere Schlafstörungen?

Ja. Nach einem traumatischen Erlebnis habe ich erst mal eine Durchschlaf/Einschlafstörung entwickelt. Sprich, entweder wach ich gegen 3 Uhr auf mit Herzrasen und Panik oder ich leg mich um 23 Uhr hin und jedes mal wenn ich meine Augen zu mache, schrecke ich richtig auf. Habe dann noch diverse weitere Symptome, die es mir dann nicht möglich machen vor 4 Uhr einzuschlafen. Neuerdings habe dieses Aufschrecken weniger aber keine Chance, dass ich vor 5 Uhr einschlafe.

Zitat von Alexander-:
Wie lebt ihr damit?

Überhaupt nicht. Bin komplett kaputt. Müde. Trostlos. Kann mich nicht konzentrieren. Schlimm. Es ist einfach eine Art Entzug.
Zitat von Alexander-:
. Diese Schlafstörung macht mein Leben kaputt und

Mein Leben auch...

Ein Ausweg habe ich noch nicht gefunden.

Dann werde ich mich nach einer psychosomatischen Klinik umsehen.
Ich hoffe, dass das etwas bringt.

Mir geht es ähnlich wie dir, Herona. Ich schrecke zwar nachts nicht auf, sondern schaffe es erst gar nicht, einzuschlafen. Aber ich habe auch ständig ein Gefühl der Anspannung und Nervosität. Und das werde ich einfach nicht los.

Es wäre ja wirklich toll, wenn mir eine Klinik dabei helfen könnte. Mit meinen bisherigen Besuchen bei Therapeuten und Psychiatern ist es leider noch nicht besser geworden.
Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Alex, ich leide auch unter massiven Schlafstörungen. Die wurden bei mir aber durch Medikamente ausgelöst. Aktuell kann ich ohne Medikamente keine einzige Nacht schlafen. Ich war kürzlich in einer psychosomatischen Klinik und die haben mich fälschlicherweise mit Wahnvorstellungen diagnostiziert, weil sie mir die Schlafstörung nicht geglaubt haben. Es war eine sehr schlimme Zeit für mich dort. Ich würde eine Klinik nicht empfehlen, da die in der Regel nur harte Medikamente geben dort. Ich wurde zwei Wochen lang mit Tavor und Risperidon behandelt. Erst in einer anderen Klinik, in die ich verlegt wurde, kam man auf Olanzapin, was mir half. Du meintest ja aber unter einem Beitrag von mir, Okanzapin hätte dir nicht geholfen. Hast du mal darüber nachgedacht, dass deine Schlafstörungen durch Medikamente verursacht wurden? Bei mir ist es jedenfalls so.

Liebe Luna,

in meinem Fall bin ich mir sicher, dass die Schlafstörung nicht von Medikamenten kommt. Weil ich die Schlafstörungen hatte, bevor ich Medikamente genommen habe.

Aber es ist trotzdem ein guter und wichtiger Hinweis. Insofern als dass ich vorsichtig sein werde mit dem Nehmen von Medikamenten.

Naja und ich hoffe natürlich, dass du deine Schlafstörungen auch wieder los wirst.
Was hast du denn genommen?
Woher denkst du, dass die Probleme kommen?

Zitat von Alexander-:
Trimipramin habe ich noch nicht probiert . Ich werde das bei meiner Psychiaterin ansprechen.

Das ist eine gute Idee.

Mein Mann leidet seit seiner Jungend an Schlafstörungen und die hatten zugenommen im Laufe der Jahre.
Sein Hausarzt hat ihm Trimipramin verschrieben,das nicht nur schlafanstossend wirkt sondern auch antidepressiv (bei regelmässiger Einnahme).
Es hilft ihm sehr gut.

Er wird zwar manchmal noch (kurz) wach aber kein stundenlanges Wachliegen mehr,das ihn sehr belastet hatte.

Ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

A


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