Ich kann das in vollem Umfang nachempfinden, da auch ich oft hinter einer sorgfältig konstruierten Fassade agiere, die es mir gestattet, den Eindruck zu erwecken, dass ich weiterhin funktioniere und in dem, was ich tue, erfolgreich bin. Es fällt mir ausgesprochen schwer, mir selbst gegenüber die Realität meiner eigenen Verletzlichkeit einzugestehen, was halt dazu führt, dass nur wenige Menschen in meinem familiären und sozialen Umfeld tatsächlich wissen, wie es mir wirklich geht und mit welchen inneren Kämpfen ich mich überahupt auseinandersetze. Für mich stellt sich dieses Verhalten übrigens als ein tief verwurzelter Schutzmechanismus dar - wie so ne Art Rüstung, welche mich davor bewahren soll, als schwach oder instabil wahrgenommen zu werden, und zugleich auch der Versuch, nicht in die Falle zu geraten, Mitleid oder Pseudo-Sympathie von anderen zu erhalten. Dazu spielt für mich auch ein Stück weit die Angst eine Rolle, in stigmatisierende Schubladen gesteckt zu werden - z.B. dass jemand hinter vorgehaltener Hand sagen könnte, es überrasche sie oder ihn nicht, dass jemand wie ich psychisch so am Ende ist.
09.03.2025 17:15 •
x 1 #27