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N'abend zusammen,

ich weiß echt nicht in welches Unterforum ich meine Frage packen soll, ich hoffe, hier passt es am ehesten hin.

Ich fühle keine Freude. Kurz mal, aber sie bleibt nie wirklich länger als ein paar Minuten. Ich habe alles, was ich mir je gewünscht habe. Trotzdem fühle ich nichts. Rational gesehen bin ich glücklich für all das, was ich habe. Aber ich fühle es nicht.
Wenn ich mich in einem Video sehe bzw. höre, finde ich selber, ich höre mich total monoton und furchtbar an. Als wäre ich ein Stein.

Rein theoretisch: Gibt es für sowas Medikamente? An einen Therapieplatz zu kommen ist fast unmöglich, aber ich bin dran. Ich würde nur gerne die Zeit bis dahin überbrücken. Ich stelle es mir für meine Kinder so furchtbar vor, so jemanden jeden Tag um sich zu haben.

Zudem bin ich viel zu oft gestresst und genervt den Kindern gegenüber. Als ob mich alles überfordern würde. Dabei tue ich alles, damit ich ausgeglichen bin: genug me-time, Sport, genügend Schlaf, Blutwerte sind alle in Ordnung

Ich möchte einfach glücklich und ausgeglichen, ruhig und entspannt sein, aber davon bin ich meilenweit entfernt

Gestern 21:10 • 02.04.2025 #1


8 Antworten ↓


@Uah be happy food , Schokolade ?

A


Medikamente gegen Emotionslosigkeit?

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Zitat von Uah:
Dabei tue ich alles, damit ich ausgeglichen bin: genug me-time, Sport, genügend Schlaf, Blutwerte sind alle in Ordnung

Vielleicht ist es aber gar nicht, was du wirklich willst und brauchst? Nur weil das immer jedem geraten wird, ist es ja nicht für alle passend.

Ich kenne jemanden, der mal aus gesundheitlichen gründen das Laufen angefangen hat. Hat er ne zeitlang eisern gemacht, aber sein Zustand besserte sich nicht wirklich. Denn es war eher eine Pflicht für ihn, eine zusätzliche Belastung.
Inzwischen fährt er Fahrrad, teilweise lange Strecken, das macvht ihm Spaß und es geht ihm super.

Vielleicht brauchst du auch was Anderes....

Aber es könnte natürlich auch eine Depression oder depressive Verstimmung dahinterstecken.

@Drkingschultz

Ich versuche durch verschiedene Dinge schon herauszufinden, was für mich hilfreich sein könnte - bisher leider ohne Erfolg.
Tatsächlich wurde bei mir bereits eine Depression diagnostiziert. Aber, und jetzt bitte nicht lachen, ich fühle mich nicht, als hätte ich eine Depression. Das stelle ich mir irgendwie anders vor
Irgendwie trauriger. Ich bin nicht traurig. Ich bin nur nicht glücklich.

Dann google mal nach maskierter Depression. Gibts häufig bei Männern. Da äußert es sich z.B. eher durch Aggressivität oder schnelle Reizbarkeit. Da würde kein Aussenstehender eine Depression vermuten.

@Drkingschultz
Kann ich so unterschreiben, auch wenn ich kein Mann bin.
Die hatte ich nämlich.
Ich war nicht traurig und wenn man mich in Ruhe ließ, sogar glücklich. Aber sobald man was von mir wollte oder Druck da war, bin ich teilweise an die Decke gegangen oder hatte grundsätzlich auf nichts Lust, was man mir vorschlug.
Ich wollte einfach meine Ruhe und alle, die diese störten, gingen mir gehörig auf den Zeiger. Mehr nicht. Nicht das, was man sich typisch als Depression vorstellt.

Ich habe selbst jetzt noch manchmal den Gedanken, dass ich damals vielleicht doch falsch diagnostiziert wurde.
Aber dann erinnere ich mich eben an die andere Seite, die man nicht so gut kennt, und dann sehe ich es.


Ob es da ein passendes Medikament für dich gibt, solltest du mit einer Psychiater besprechen. Die sind dafür ausgebildet.

@Krylla

Der Teil mit dem Mann würde bei mir auch nicht passen. Aber dann gibt es das ja anscheinend auch bei Frauen.

Mit dem Ruhe haben wollen ist bei mir auch genau so. Wenn die Kinder in der Schule sind, komme ich ganz gut durch den Vormittag (außer, ich habe (viele) Termine). Kaum hole ich sie aus der Schule, dauert es meist keine 5 Minuten, bis ich total genervt bin. Dabei liebe ich meine Kinder über alles und sie sind so toll und lieb. Sie haben wirklich was besseres als mich verdient


Ich habe selbst jetzt noch manchmal den Gedanken, dass ich damals vielleicht doch falsch diagnostiziert wurde.
Aber dann erinnere ich mich eben an die andere Seite, die man nicht so gut kennt, und dann sehe ich es.
- wie meinst du das?
Wie bist du aus der ganzen Sache wieder raus gekommen?

Zitat von Uah:
wie meinst du das?
Wie bist du aus der ganzen Sache wieder raus gekommen?

Ich bin nicht ganz raus gekommen.
Ich bin aus der richtigen Depression raus. Aber depressiven Verstimmungen und manchmal sogar kleine Burnouts habe ich immer noch, kann sie aber, weil ich sie frühzeitig bemerke, schnell wieder in den Griff bekommen.
Aber das hat alles damit zu tun, dass ich ein Jahrzehnt Therapie hatte und vielleicht halfen auch die Medikamente (ich kann es ehrlich gesagt nicht so einschätzen - gegen Ende haben sie nicht mehr groß was gemacht, aber als ich noch Teenager war wohl schon, nach meinen Eltern).

Leider kann man da keine Versprechen oder ähnliches machen. Jeder Weg ist anders. Die Grundlagen zur Hilfe sind nur oft sehr ähnlich.

Zitat von Uah:
Gibt es für sowas Medikamente?

Antidepressiva ja. Bei einer Depression merkst Du selber, dass Du nicht mehr Du selbst bist.
Die Antidepressiva würden Dich da körperlich erstmsl raus holen, den Rest macht man in einer Therapie.





Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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