Hallo ihr Lieben!
Vorsicht! Ist länger geworden, als ich gedacht hatte...
Ich bin mit meinem Freund nun fast ein Jahr zusammen (genauer gesagt ca 11 Monate). Ende Juli etwa hat er von sich aus um eine Pause gebeten...
Ich hatte Anfangs Angst, dass es sozusagen eine Trennung auf Probe sei und wir haben deswegen sehr ausführlich über seine Beweggründe gesprochen. Grund sei nicht unsere Beziehung oder ich. Er zweifele unsere Beziehung nicht an, wolle sich in der Zeit keine Neue suchen und trotz der Pause wären wir nach wie vor zusammen. Er hat mir oft während des Gespräches versichert, dass er mich liebt und mit mir zusammen bleiben möchte. Er wolle lediglich Zeit für sich, um seine Gedanken zu ordnen, bestehende Probleme anzugehen (die er bisher vernachlässigt hat), sich um eine Ausbildungsstelle kümmern und an seiner Fitness arbeiten (er hat während der Beziehung etwas zugelegt, was ihn sehr zu schaffen macht). Er wolle seine Ruhe, selbst von Verwandten und Freunden wolle er vorerst den Kontakt einfrieren. Zu unserem Einjährigen wolle er sich wieder bei mir melden. Insgesamt macht das also 3 Monate Kontaktsperre.
Nun gut, trotz unserem Gespräch, bin ich das Gefühl nicht losgeworden, dass das ganze womöglich doch auf eine Trennung hinauslaufen könnte. Da ich aber starke Trennungsangst habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich da nicht zuviel reininterpretiere. Ich fühlte mich mies und habe in meiner Not seine Schwester kontaktiert und mich quasi bei ihr ausgeheult, weil ich sein Verhalten trotz allem nicht recht nachvollziehen konnte. Denn er möchte mich in der Zeit weder sehen noch mit mir telefonieren.
Von seiner Schwester habe ich erfahren, dass er schon einmal eine Pause bei Freunden und Familie eingelegt hat. Ist bei ihm wohl eine Methode wieder zu sich selbst zu finden, wenn der Leidensdruck zu hoch ist. Außerdem glaubt sie, dass er auf den Überraschungsmoment setzt. Soll heißen: Nach den 3 Monaten möchte er sein neues Ich präsentieren und durch die Pause sichergehen, dass es auch bemerkt wird.
Leider (oder auch nicht) hat mein Freund von meinem emotionalen Ausbruch bei seiner Schwester Wind bekommen und er hat mich ein paar Tage später angerufen und meinte, er wolle durch die Pause nicht riskieren, dass es mir nicht gut ginge oder dass ich leide und bot an, die Pause fallen zu lassen. Ich habe ihn jedoch darin bestärkt, es durchzuziehen.
Allerdings fiel sein Geburtstag in die Zeit. Da habe ich ihn angerufen und um eine Ausnahme gebeten. Denn ich konnte für mich nicht akzeptieren, dass mein Schatz Geburtstag hat und ich nicht bei ihm sein kann. Er war einverstanden und sichtlich froh, als ich zu ihm gefahren bin. Wir hatten einen wundervollen Tag zusammen und es hat mich wieder darin bestätigt, dass es sich NUR um eine Pause handelt - keine Trennung. Er hatte mich sehr vermisst und das Telefonverbot aufgehoben, was mich erst sehr gefreut hat.
Hab nun so gut wie die Hälfte geschafft, aber wenn ich so zurück schau, war es die reinste Quälerei. Aufstehen, überleben, zu Bett gehen. Mein bisheriger Tagesablauf. Ich kann mich kaum auf etwas konzentrieren. Ich müsste mich eig dringend um Unikrams kümmern, da demnächst Klausuren anstehen, aber ich bekomm es einfach nicht hin. Die Gedanken kreisen nur um ihn und unsere gemeinsame Zeit. Und um die Frage, was nach der Pause kommt. Mit Freunden unterhalte ich mich nur ungern darüber, denn einige sind der festen Überzeugung, dass mein Freund mich abschießen wird. Ich mach mich selbst damit schon genug fertig und kann diese Kommentare nicht gebrauchen. Ich bin sozusagen auf mich allein gestellt.
Als die Sehnsucht mich vor ein paar Tagen zu erdrücken drohte, habe ich kurzerhand das Telefon genommen und ihn angerufen. Da er zur Zeit meines Anrufes wenig Zeit hatte, bot er an, sich am Tag darauf nochmal bei mir zu melden, was er dann auch tat. Ich habe versucht mir nicht anmerken zu lassen, dass es mir in Wahrheit mieserabel ging. Ihm scheint die Pause allerdings sehr gut zu tun. Er macht regelmäßig Fitness, hat mit dem Rauchen aufgehört, eine Ausbildungsstelle in Aussicht etc. Kurz: Er funktioniert. Wir haben uns über 2,5h recht gut unterhalten. Ich hatte das Gefühl, er wollte gar nicht auflegen, denn als ich ein paar mal einen Schlusssatz eingeleitet habe, fiel ihm immer noch etwas ein, worüber er reden wollte. Ich fand das unheimlich süß.
Am Ende des Telefonats betonte er, dass er sich zu unserem Einjährigen melden wolle (Interpretation: er möchte bis dahin nicht mehr telefonieren).
Seitdem stelle ich mir die Frage, warum es ihm (ohne mich) gut geht. Warum funktioniert er und ich nicht? Warum strahlt er scheinbar voller Lebensenergie, während ich mich an manchen Tagen nicht mal dazu aufraffen kann, aus dem Bett zu kommen? Ich gerate immer häufiger in Abwärtsspiralen. Obwohl ich weiß, dass er mich liebt und vermisst, zweifle ich, da er ja scheinbar auch ganz gut ohne mich zurechtkommt.
Weiß jemand Rat, wie ich die restliche Zeit überstehen kann oder wie ich aus den Gedankenspiralen rauskomme? Oder hat jemand sonst eine andere Sichtweise zu dieser Geschichte oder ähnliche Erfahrungen, die er mir mitteilen möchte? Bin über jede Antwort dankbar!
Liebe Grüße
Vorsicht! Ist länger geworden, als ich gedacht hatte...
Ich bin mit meinem Freund nun fast ein Jahr zusammen (genauer gesagt ca 11 Monate). Ende Juli etwa hat er von sich aus um eine Pause gebeten...
Ich hatte Anfangs Angst, dass es sozusagen eine Trennung auf Probe sei und wir haben deswegen sehr ausführlich über seine Beweggründe gesprochen. Grund sei nicht unsere Beziehung oder ich. Er zweifele unsere Beziehung nicht an, wolle sich in der Zeit keine Neue suchen und trotz der Pause wären wir nach wie vor zusammen. Er hat mir oft während des Gespräches versichert, dass er mich liebt und mit mir zusammen bleiben möchte. Er wolle lediglich Zeit für sich, um seine Gedanken zu ordnen, bestehende Probleme anzugehen (die er bisher vernachlässigt hat), sich um eine Ausbildungsstelle kümmern und an seiner Fitness arbeiten (er hat während der Beziehung etwas zugelegt, was ihn sehr zu schaffen macht). Er wolle seine Ruhe, selbst von Verwandten und Freunden wolle er vorerst den Kontakt einfrieren. Zu unserem Einjährigen wolle er sich wieder bei mir melden. Insgesamt macht das also 3 Monate Kontaktsperre.
Nun gut, trotz unserem Gespräch, bin ich das Gefühl nicht losgeworden, dass das ganze womöglich doch auf eine Trennung hinauslaufen könnte. Da ich aber starke Trennungsangst habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich da nicht zuviel reininterpretiere. Ich fühlte mich mies und habe in meiner Not seine Schwester kontaktiert und mich quasi bei ihr ausgeheult, weil ich sein Verhalten trotz allem nicht recht nachvollziehen konnte. Denn er möchte mich in der Zeit weder sehen noch mit mir telefonieren.
Von seiner Schwester habe ich erfahren, dass er schon einmal eine Pause bei Freunden und Familie eingelegt hat. Ist bei ihm wohl eine Methode wieder zu sich selbst zu finden, wenn der Leidensdruck zu hoch ist. Außerdem glaubt sie, dass er auf den Überraschungsmoment setzt. Soll heißen: Nach den 3 Monaten möchte er sein neues Ich präsentieren und durch die Pause sichergehen, dass es auch bemerkt wird.
Leider (oder auch nicht) hat mein Freund von meinem emotionalen Ausbruch bei seiner Schwester Wind bekommen und er hat mich ein paar Tage später angerufen und meinte, er wolle durch die Pause nicht riskieren, dass es mir nicht gut ginge oder dass ich leide und bot an, die Pause fallen zu lassen. Ich habe ihn jedoch darin bestärkt, es durchzuziehen.
Allerdings fiel sein Geburtstag in die Zeit. Da habe ich ihn angerufen und um eine Ausnahme gebeten. Denn ich konnte für mich nicht akzeptieren, dass mein Schatz Geburtstag hat und ich nicht bei ihm sein kann. Er war einverstanden und sichtlich froh, als ich zu ihm gefahren bin. Wir hatten einen wundervollen Tag zusammen und es hat mich wieder darin bestätigt, dass es sich NUR um eine Pause handelt - keine Trennung. Er hatte mich sehr vermisst und das Telefonverbot aufgehoben, was mich erst sehr gefreut hat.
Hab nun so gut wie die Hälfte geschafft, aber wenn ich so zurück schau, war es die reinste Quälerei. Aufstehen, überleben, zu Bett gehen. Mein bisheriger Tagesablauf. Ich kann mich kaum auf etwas konzentrieren. Ich müsste mich eig dringend um Unikrams kümmern, da demnächst Klausuren anstehen, aber ich bekomm es einfach nicht hin. Die Gedanken kreisen nur um ihn und unsere gemeinsame Zeit. Und um die Frage, was nach der Pause kommt. Mit Freunden unterhalte ich mich nur ungern darüber, denn einige sind der festen Überzeugung, dass mein Freund mich abschießen wird. Ich mach mich selbst damit schon genug fertig und kann diese Kommentare nicht gebrauchen. Ich bin sozusagen auf mich allein gestellt.
Als die Sehnsucht mich vor ein paar Tagen zu erdrücken drohte, habe ich kurzerhand das Telefon genommen und ihn angerufen. Da er zur Zeit meines Anrufes wenig Zeit hatte, bot er an, sich am Tag darauf nochmal bei mir zu melden, was er dann auch tat. Ich habe versucht mir nicht anmerken zu lassen, dass es mir in Wahrheit mieserabel ging. Ihm scheint die Pause allerdings sehr gut zu tun. Er macht regelmäßig Fitness, hat mit dem Rauchen aufgehört, eine Ausbildungsstelle in Aussicht etc. Kurz: Er funktioniert. Wir haben uns über 2,5h recht gut unterhalten. Ich hatte das Gefühl, er wollte gar nicht auflegen, denn als ich ein paar mal einen Schlusssatz eingeleitet habe, fiel ihm immer noch etwas ein, worüber er reden wollte. Ich fand das unheimlich süß.
Am Ende des Telefonats betonte er, dass er sich zu unserem Einjährigen melden wolle (Interpretation: er möchte bis dahin nicht mehr telefonieren).
Seitdem stelle ich mir die Frage, warum es ihm (ohne mich) gut geht. Warum funktioniert er und ich nicht? Warum strahlt er scheinbar voller Lebensenergie, während ich mich an manchen Tagen nicht mal dazu aufraffen kann, aus dem Bett zu kommen? Ich gerate immer häufiger in Abwärtsspiralen. Obwohl ich weiß, dass er mich liebt und vermisst, zweifle ich, da er ja scheinbar auch ganz gut ohne mich zurechtkommt.
Weiß jemand Rat, wie ich die restliche Zeit überstehen kann oder wie ich aus den Gedankenspiralen rauskomme? Oder hat jemand sonst eine andere Sichtweise zu dieser Geschichte oder ähnliche Erfahrungen, die er mir mitteilen möchte? Bin über jede Antwort dankbar!
Liebe Grüße
13.09.2014 22:26 • • 14.09.2014 #1
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