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Zitat von Cati:
Leider war ich immer so pflegeleicht. Sonst hätte man vielleicht frühzeitig aufgemerkt und was unternommen. Jetzt hab ich den Salat. Hab immer einigermaßen funktioniert, wusste aber eigentlich gar nicht, wer ich überhaupt bin. Ich war wohl immer so, wie mich die anderen gerne haben wollten, aber jetzt hab ich ...


Das kommt mir bekannt vor. Ich war immer das Vorzeige Kind. Meine Mutter kann selber keine Kinder kriegen, und hat mich mit 1 Jahr adoptiert. Ich war wohl immer ihr Aushängeschild. Ich hatte zu funktionieren wie sie es wollte, dieses Muster bekomme ich sogar heute noch von meiner Mutter zu spüren. Völlige egoistische Breitseite! Und jedesmal, wenn ich dann doch anders war, wie sie es gerne gehabt hätte (andere Träume wie sie, andere Sachen die mich interessierten, sie aber nicht, oder wenn ich eben nicht so toll in Mathe oder Deutsch war wie andere Kinder) dann tickte meine Mutter förmlich aus, und zeigte dies auch oft in Schläge. Ich bin mir sicher, auch das hat heute Spuren bei mir hinterlassen, nicht zu vergessen am Selbstwertgefühl Ich bin so froh, mein eigenes Leben heute zu leben, das zu tun was ich für richtig halte, und nicht wie andere das gerne hätten oder von mir wollen.

23 --und jetzt werde ich 48

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Wie alt wart ihr als die Angststörung losging?

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ICh hatte als Kind schob immer Ängste. Angst davor über Nacht blind zu werden, Angst nicht schlafen zu können, Angst, dass meiner Mutter was passiert, Angst irgendwo anders zu schlafen, uvm.
Als Teenager und jung Erwachsene wurde es besser. Mit voller Wucht kam dann die Depression mit Panik- und Angststörung mit 32. Jetzt bin ich 47 und das ist meine vierte Episode. Und ich hoffe, die letzte...

Wow- so viele Antworten. Das freut mich.
Danke fürs teilen!

Ich finde es total interessant die Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Würdet ihr alle sagen, dass ihr Probleme mit dem Selbstwert/ Selbstvertrauen habt?

Also ich habe schon Schwierigkeiten mir selbst zu vertrauen und auch Schwierigkeiten „Nein“ zu sagen.
Hab dann oft Angst mich unbeliebt zu machen/ anzuecken und nicht mehr gemocht zu werden.
Selbstverständlich weiß ich, dass das Quatsch ist und so nicht läuft, aber das sind festverankerte Glaubenssätze in mir. Ich arbeite daran diese zu verändern…

Ich hab das Gefühl, dass den meisten psychischen Störungen ein geringer Selbstwert zu Grunde liegt.
Was meint ihr ?

Zitat von MissHolly81:
Würdet ihr alle sagen, dass ihr Probleme mit dem Selbstwert/ Selbstvertrauen habt?

Ja, das ist mein größtes Problem.

Zitat von MissHolly81:
Wow- so viele Antworten. Das freut mich. Danke fürs teilen! Ich finde es total interessant die Gemeinsamkeiten zu entdecken. Würdet ihr alle sagen, dass ihr Probleme mit dem Selbstwert/ Selbstvertrauen habt? Also ich habe schon Schwierigkeiten mir selbst zu vertrauen und auch Schwierigkeiten „Nein“ zu sagen. Hab ...


Selbstwert nicht, aber Selbstverstrauen denke ich, ist bei mir schon angeknackst.

Zitat von MissHolly81:
Würdet ihr alle sagen, dass ihr Probleme mit dem Selbstwert/ Selbstvertrauen habt?

Also ich habe schon Schwierigkeiten mir selbst zu vertrauen und auch Schwierigkeiten „Nein“ zu sagen.
Hab dann oft Angst mich unbeliebt zu machen/ anzuecken und nicht mehr gemocht zu werden.
Selbstverständlich weiß ich, dass das Quatsch ist und so nicht läuft, aber das sind festverankerte Glaubenssätze in mir. Ich arbeite daran diese zu verändern…


Das kann ich für mich persönlich unterschreiben. Hatte nie wirklich das Selbstvertrauen und hasste mich auch eine zeitlang richtig. Das zieht sich immer noch wie ein roter Faden durch mein Leben. Alleine schon meine Grenzen aufzuzeigen oder Bedürfnisse zu äußern fällt mir immer noch oft sehr schwer, vor allem begleitet mit schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen. Kann mich da so richtig reinsteigern, bis meine Gedanken mir sagen, dass ich einfach nur egoistisch oder kein guter Mensch bin, was rational betrachtet totaler Unsinn ist, aber du weißt ja, wie das manchmal mit dem rationalen Denken ist

Habe auch oft Schwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen, wenn jemand gemein zu mir ist und selbst da versuche ich tolerant zu bleiben oder Verständnis aufzuzeigen und meine eigenen Gefühle zu relativieren, von wegen dass ich übertreibe oder es mir nur einbilde.

Zitat von MissHolly81:
Würdet ihr alle sagen, ...

Ja, früher definitiv. Ich habe mir in den Jahren und durch die Therapie einiges erarbeitet, ich kann selbstbewusst auftreten und fühle mich meistens auch so, aber mein Selbstwert ist und bleibt auf einem niedrigen Level. Dafür habe ich wohl zu viel erlebt.

21 Jahre alt... Erste Panikattacke. Mit 30 die letzte aber seitdem immer unterschwellig Angst und eben Angst vor Krankheiten. Jedes Jahr von November bis Januar

Ja, kein Selbstvertrauen und keine Selbstakzeptanz.
Alle sind schöner/besser/reifer.
Bin durch die ständigen Vergleiche im Dauerstress und nehme positive Eigenschaften nicht wahr. Auch Erfolgserlebnisse sind schwierig, da alle anderen mehr schaffen.

@Schokowaffel_97 krass… erkenne ich mich total dein wieder

Ich bin auch wie @Schokowaffel_97

Zitat von Schokowaffel_97:
Alleine schon meine Grenzen aufzuzeigen oder Bedürfnisse zu äußern fällt mir immer noch oft sehr schwer, vor allem begleitet mit schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen.

Das fühle ich. Gerade bei Menschen, zu denen ich eine Bindung habe. Ich denke auch immer sofort, die Person kündigt mir den Kontakt, wenn ich Grenzen setze und die meisten wissen das und nutzen es aus. Appellieren quasi an mein schlechtes Gewissen nach dem Motto :Aber ich bin dann das und das, wenn du das und das machst. Richtig schlimm.

Zitat von Fatuu:
Ich denke auch immer sofort, die Person kündigt mir den Kontakt, wenn ich Grenzen setze

Ja, und das macht so manipulierbar. Ich kenne das auch.

Und ich weiß, dass sich das wie eine 0815 Standartfloskel anhört, aber trotzdem: Wir sind gut so wie wir sind

Es einfach nur verinnerlichen, stellt sich schon als die größte Aufgabe für einen selbst dar und vielleicht ist es so wie eine Lebensaufgabe seinen eigenen Wert Schritt für Schritt zu erkennen und Grenzen anzusprechen, ohne die Angst vor Ablehnung und Enttäuschung anderer zu begegnen. Wer enttäuscht ist, ist letztendlich nicht unser Problem, mit Abstand betrachtet, aber durch das fehlende Selbstwertgefühl fühlen wir uns mitverantwortlich für die Gefühle anderer und natürlich ist es gut, wenn man sich auch um andere Sorgt, aber: Wir sind auch einfach NUR Menschen, wir haben auch unsere Kapazitäten und Grenzen so wie jeder andere auch und wir sind es wert, dass diese akzeptiert und respektiert werden. Genauso wie wir selbst es bei anderen Menschen auch tun.

Oft gelingt es mir nicht mich genug wertzuschätzen, aber wenigstens manchmal oder nur ein bisschen

Zitat von Fatuu:
Das fühle ich. Gerade bei Menschen, zu denen ich eine Bindung habe. Ich denke auch immer sofort, die Person kündigt mir den Kontakt, wenn ich ...


Das fühle ich! So landet man auch sehr schnell in ungesunde Beziehungen.
Ich kann dieses Gefühl schwer ertragen, wenn jemand sauer oder enttäuscht ist und dadurch gebe ich schnell nach oder gehe doch über meine Grenzen, nur um des Friedens Willen. Aber welcher Frieden? Für das Gegenüber? Auf jeden Fall, aber man selbst fühlt sich trotzdem mies.

Vor allem bleibt man dadurch nicht standhaft und das merken dann viele und nutzen es aus :S

@Schokowaffel_97

Das stimmt. Habe auch immer das Gefühl, ich verdiene nichts besseres. Ich bin toxische Beziehungen gewohnt und alles, was nicht toxisch ist ist komisch. Da haben sich auch viele falsche Glaubenssätze gebildet. Meine ehemalige Therapeutin meinte mal zu mir, diese unguten Beziehungen geben mir Sicherheit, daher ziehe ich diese auch an und befreie mich nicht. Die Ursprünge liegen da glaube ich in der Kindheit. Dieses Wenn ich jetzt das Gebilde verlasse, sterbe ich, weil ich allein bin . Ich bin aber kein Kind mehr, aber mein Geist agiert noch so.
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Zitat von Fatuu:
Habe auch immer das Gefühl, ich verdiene nichts besseres.

Das ist im Grunde mein tägliches Denken, wobei ich eher sagen würde, ich verdiene nichts gutes, von besserem ganz zu schweigen. Mein fehlender Selbstwert wird nur noch von fehlendem Selbstmitgefühl übertroffen. Nein zu sagen ist aber kein Problem für mich, besonders dann, wenn mir jemand etwas gutes tun will, oder es gut meint. Es jedem recht machen zu wollen, habe ich vor langer Zeit abgelegt, als ich erfasst habe, dass es Menschen gibt, die mich ausnützten. Natürlich hat mein Nein sagen, mich einige „Freunde“ gekostet. Aber damit lebe ich gut. Heute weiß ich schon, dass ich trotzdem nicht die Schuld bei den anderen suche, ich war halt so dumm, den falschen Menschen zugetan zu sein, also selbst schuld. Das ganze hat mich ziemlich gut im vermeiden und verdrängen von Gefühlen gemacht und ich konnte lange damit funktionieren. Leider ist es mir nicht gelungen, das beibehalten zu können.

Meine Angsterkrankung ging nach dem Tod meiner Eltern los 2008 (leider doppelter Suizid) und hat dann bis 2016 angehalten .. Dann hatte ich es eingermaßen verarbeitet oder gelernt damit zu leben. Ab 2016 hatte ich dann keine Angstattacken mehr ..Dann hatte ich einen Unfall heuer im Juni und es ging extrem wieder los. Aber teilweise ging es 2020 wegen Covid schon wieder los. Nur wie gesagt die Pause und das normale Leben dazwischen war eine schöne Zeit. Also trat bei mir ziemlich spät auf war damals 25 Jahre alt.
Seelische Probleme hatte ich davor aber Depressionen und Bulimie und eben ein Trauma durch sexuellen Missbrauch und eine soziale Phobie gegen fremde Männer ..Allerdings hatte ich früher keine Angst wenn mir jemand begegnet ist der männlich war ...Heute ist das anders derzeit macht mir eher alles Angst.

@Fatuu Umarmung! Kenne das Thema toxische Beziehung die machen dich krank hatte bevor ich meinen Mann getroffen habe nur solche Typen! Und meine Eltern hatten auch so eine toxische Beziehung also mein Leben in der Kindheit war geprägt von Angst (Angst um mein Leben, Schlägen wegen Dingen die wir Kinder gar nicht getan haben oder Angst dass unser Vater meiner Mutter etwas antun könnte)..Also bin so aufgewachsen und es explodiert dann irgendwann im Alter.. Als Kind hatte ich aber nie Medikamente gebraucht ..Aber es hat sich dann aufgestaut irgendwann.. Und hoch kam dann alles nach dem Tod meiner Eltern! Ich umarme dich mal wenn ich lese toxische Beziehungen oder gar Gewalt wird mir übel.

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Dr. Matthias Nagel
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