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Guten Abend an Alle.
Ich bin nach langem googlen auf dieses Forum gestoßen und möchte es nun nutzen, um hoffentlich, gute Tipps und Ratschläge zu bekommen.
Ich schildere kurz meine Situation und Versuche mich kurz zu halten

Einen leichten Hang zur Hypochondrie habe ich wohl schon immer. Kopfschmerzen sind bei mir nie Kopfschmerzen wenn sie mal länger anhalten oder stechen/ziehen, sondern direkt etwas dramatisches. Als Beispiel nur.

Es ist so, dass ich eine sehr traumatisierende Geburt dieses Jahr hinter mir habe. Ich habe diese langsam mithilfe meines Mannes, meiner Hebamme und meiner Mutter aufgearbeitet und kam soweit ganz gut mit allem zurecht. Die Hormone haben sich auch wieder gut sortiert und trotz Schlafmangel usw bin ich glücklicherweise denn je.

Leider kam es vor einer Woche zu einem blöden Vorfall, der mich dermaßen aus der Bahn geworfen hat, dass ich totale Angstzustände bekomme, wenn ich alleine sein muss. Mein Mann muss diese Woche auf Geschäftsreise und ist vorhin weg bis Mittwoch Abend. Meine Eltern sind diese Woche nicht zu Hause und meine Schwiegereltern kommen morgen Nachmittag mal vorbei. Seitdem habe ich solche Angst,dass die Situation noch mal vorkommt.
Es war so, vor einer Woche war ich relativ müde und hatte die Nacht nur 2 Stunden geschlafen (nicht am Stück). Ich habe mir dann rausgenommen, als mein Mann mit dem kleinen spazieren ging, mich noch mal für eine Stunde hinzulegen. Die beiden kamen nach Hause und mein Mann weckte mich (wegen stillen). Ich habe meine Augen aufgemacht und hatte den Schwindel meines Lebens. Alles ist gekippt, das ganze Schlafzimmer kam mir vor, wie eine Art Würfel den man von links nach rechts wirft. Ich bin in absolute Panik verfallen. Mein Mann konnte mich zum Glück beruhigen und es ging etwas besser. Jedoch jede kleine Kopfbewegung löste das kippen erneut massiv aus. Ich wollte aufstehen aber meine Beine waren wie pudding. Ich hatte keine Kraft, fühlte mich irgendwie so unreal. Mein Körper war mir fremd und schwach zugleich. Blutdruck haben wir gemessen 121/74 Puls 80, alles okay. Nach unten sehen ging gar nicht, sofort massiver Schwindel. Nach oben schauen das gleiche (habe ein Schluck Wasser getrunken aus der Flasche und wahrendd wieder massiver Schwindel). Ich habe dann, nachdem mein Mann mir geholfen hat den kleinen zu stillen (nicht mal mehr dazu war ich in der lage!) , mich noch mal hingelegt und entspannt. Es wurde besser und nach 4 Stunden ca. konnte ich wieder alleine laufen. Bei YouTube haben wir Schwindelübungen gefunden für die Ohren welche ich direkt gemacht habe und eine Seite löste den krassesten Drehschwindel aus. In der Nacht war mir noch Schwindlig wenn ich den Kopf nach rechts kippte, aber es wurde besser und unterm Strich war nach 2 Tagen alles beim Alten.
Ich hatte dann Termin beim Frauenarzt und erzählte ihr alles. Sie sagte völlig desinteressiert wahrscheinlich mal Schlafmangel, wenn es weg ist, ist doch okay. Naja ich merke gelegentlich mal kurze Anfälle von Schwindel, aber nie mehr so arg. Dennoch, seitdem habe ich PANIK! PANIK alleine zu sein, denn ich konnte nicht mal alleine aufstehen und somit hätte ich mich nicht ansatzweise um mein Kind kümmern können und das macht mir die schlimmste Angst der Welt.
Natürlich habe ich Schlafmangel, esse nicht immer regelmäßig und Nacken sowie Rückenschmerzen ebenfalls. Aber kann sowas denn dieses empfinden und diesen schlimmen Schwindel auslösen?
Ich habe einen Termin beim HNO Ende Mai. Bis dahin bin ich durchgedreht. ich habe richtig richtig schlimme Angst zu schlafen wenn ich alleine mit ihm bin. Ebenso macht es mich verrückt, das es evtl doch etwas schlimmes sein könnte? Aber dann wäre es doch nicht wieder weggegangen?
Ich habe über meine Krankenkasse einen Therapeuten bekommen, aber erst Anfang Juni, sonst gab es nichts. Dort soll eigentlich die Geburt aufgearbeitet werden, aber ich werde es auch für die Angst nutzen. dennoch Frage ich mich, wie soll ich so lange noch durchhalten? Ich habe doch solche Angst,dass es wieder auftreten kann
Ich suche schon mein ganzes Leben nach Erklärungen. Ein wird Schlafmangel und Rückenschmerzen gewesen sein nehme ich nicht an. am liebsten würde ich in ein MRT, damit eine Thrombose im kopf z.b. ausgeschlossen werden kann. Habe auch meinen Frauenarzt gefragt wegen MRT oder Neurologe, aber ich wurde nur belächelt mir der Aussage,dass was ernstes nicht kommt und geht.
Aber dieses fremde Körpergefühl bei dem Schwindel lässt mich nicht los

Also falls ihr Ratschläge oder irgendwas habt, wie ich vielleicht bis Juni durchhalte und Alleinsein kann. Immer her damit

Ich denke euch schonmal wer überhaupt bis hier hin mein ganzes Chaos gelesen hat.


Liebe Grüße

03.03.2025 23:18 • 06.04.2025 x 1 #1


27 Antworten ↓


Hi!
So wie Du das beschreibst, hört es sich nach einem gutartigen Lagerungsschwindel an. Also nicht schlimm oder gefährlich, nur extrem unangenehm. Nacken wäre auch möglich, aber dabei schwankt es normalerweise eher als dass es sich dreht.

Irgendwas schlimmes wie Tumor, Schlaganfall usw. war das jedenfalls nicht, sonst hättest Du noch ganz andere Beschwerden. Ausserdem war der Schwindel ja auch Lagerungs- / Bewegungsabhängig.

Wegen dem Schwindel selbst brauchst Du dir m. M. n. keine Sorgen zu machen, aber ich kenne natürlich das Gefühl des Kontrollverlusts. Und grade Schwindel entzieht einem ja die Kontrolle – vollkommen normal, dass Du neben der Spur bist.

Trotzdem solltest Du dich nicht einigeln und auch nicht irgendwas vermeiden. Das verstärkt das Gefühl keine Kontrolle zu haben nur noch und durch die Anspannung kann u. U. auch neuer Schwindel und natürlich auch Angst entstehen.

Ich habe selbst schon oft wenn ich alleine war Schwindelattacken gehabt, so dass ich mich nur kriechend fortbewegen konnte. Nur habe ich kein Kind um das ich mich kümmern muss, von daher würde ich – zur eigenen Beruhigung – zumindest das Handy immer dabei haben und mir ein paar Nummern (Mann, Freundin, Eltern) als Favoriten einrichten, so dass Du sie selbst bei Schwindel anrufen kannst.

Für den Fall, dass das Ganze doch vom Nacken kommt, kannst Du dir bei YT ein paar Übungen (für den Nacken, ggf. auch Gleichgewichtsübungen) raussuchen und dem Nacken ein bisschen was gutes tun (Wärme, Entspannung). Schaden tut 's ja nicht, selbst wenn der Schwindel doch von den Ohren kommt.

Vertraue darauf, dass Du wenn es wirklich nochmal passieren sollte Du damit fertig wirst. Das fällt umso leichter, wenn Du ein bisschen vorsorgst, aber ohne zu vermeiden und ohne zusätzliche Angst zu entwickeln. Du solltest nicht dramatisieren und grübeln, was vielleicht alles passieren könnte und wie schlimm das wäre, sondern im Rahmen der Möglichkeiten die Du im Moment hast ohne zu übertreiben vorbeugen / vorsorgen.

Zitat von Kerzenschein:
Dort soll eigentlich die Geburt aufgearbeitet werden, aber ich werde es auch für die Angst nutzen.

Ja, tu das. Die beiden Dinge hängen m. M. n. auch miteinander zusammen, denn der Stress und das Trauma begünstigen natürlich deine normale Angst, wenn sie nicht gar Auslöser sind.

A


Nach Schwindelattacke alles anders - brauche Tipps/Rat

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Zitat von Kerzenschein:
Guten Abend an Alle. Ich bin nach langem googlen auf dieses Forum gestoßen und möchte es nun nutzen, um hoffentlich, gute Tipps und Ratschläge zu bekommen. Ich schildere kurz meine Situation und Versuche mich kurz zu halten Einen leichten Hang zur Hypochondrie habe ich wohl schon immer. ...

Hallo, ich schrieb schon sehr vieles über Symptome der HWS, BWS, generell die gesamte WS, da ich selber seit zig Jahren chronsich davon betroffen bin. Vielleicht findest du Beiträge darüber in meinem Profil.
Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Taubheitsgefühle.......................... alles habe ich völlig durch und leider begrüßen mich einige weiterhin.
Den extremsten Schwindel hatte ich
Trigger

letztes Jahr schon am Morgen noch im Bett. Bin deshalb aus dem Nichts aufgewacht und die Augen wackelten von links nach rechts in einer Schnelligkeit wie ich es noch nie erlebt hatte. Alles drehte sich im flotten Tempo. Mußte mich im Bett festhalten da ich dachte ich kippe raus. Das löste wirklich auch bei mir einiges aus. Ich weiß aber in meinem Fall, das die HWS an den obersten drei Wirbeln die Ursache ist, sowie auch die BWS. Manchmal war mir dermaßen Schwindelig mit starkem Kopfweh und Übelkeit, sodaß noch Erbrechen dazu kam. Wurde enorm oft an der HWS eingerenkt bis zu dem Punkt als ich bei einem Orthopäden in falschen Händen war. Zig mal ging es gut, doch kaum hatte ich einen Neuen aufsuchen müssen, ging der Schuß nach hinten los. Habe somit die wahre Ärzteodyssee hinter mir


.

@DrSeltsam danke für deine Antwort!

Genau das ist es. Ich muss aufhören daran zu denken oder zu grübeln... Aber gerade beste Beispiel: ich habe ca 2,5 Stunden geschlafen, der kleine hat sich gemeldet und Zack kam die Angst weil mir kurz schwummrig war. Jetzt liege ich hier hellwach und voller Angst.

Handy habe ich immer bei mir,das Problem ist nur,.ich komme auf dieses Körpergefühl nicht zurecht. Mein Körper war in dem Moment, als es so arg war, dermaßen schwer, aber auch gleichzeitig fremd und fühlte sich so anders an.
Mein Mann meinte auch am ehesten Lagerungsschwindel, weil ich bei diesen Übungen ja den heftigsten Drehschwindel bekam.
Ich habe seit Wochen ein ziehen in der linken Kopfhälfte,.was wahrscheinlich vom Nacken aus geht bis in die Stirn zieht es. Durch diesen Schwindel habe ich jetzt wahnsinnig Angst vor einer Thrombose im Kopf halt entwickelt und komme kaum zurecht mit den Gedanken .
Es macht mich so fertig!
Ich war so ein lebensfroher Mensch und alles war perfekt... Und jetzt das. 24/7 Angst

Sorry für das jammern, aber ich hoffe das ich hier verstanden werde....



@Butterfly-8539 meine Mutter ist auch eher auf dem HWS Kurs. Zumal ich natürlich durch Schwangerschaft, Geburt, danach dann wenig Sport gemacht habe, viel liegen musste und seit der Geburt natürlich funktionieren muss, schleppen, wiegen etc.

Allerdings kann ich mir gar nicht vorstellen das dieser heftige Schwindel durch die HWS ausgelöst werden kann. Es macht mich so fertig. Es nervt mich selber aber ich kann diese Angst nicht abstellen! Zumal es ein Teufelskreis wird..... Wie heute wieder schlaflos, dann tagsüber keine Zeit zu ruhen (habe keine Hilfe in der Nähe leider). Durch den wenigen Schlaf habe ich so Panik das es wieder kommen könnte.

Zitat von Kerzenschein:
@DrSeltsam danke für deine Antwort! Genau das ist es. Ich muss aufhören daran zu denken oder zu grübeln... Aber gerade beste Beispiel: ich habe ca 2,5 Stunden geschlafen, der kleine hat sich gemeldet und Zack kam die Angst weil mir kurz schwummrig war. Jetzt liege ich hier hellwach und voller Angst. Handy habe ...

Doch das kann er. Ich mache diesen ZIrkus seit Jahren mit.
Trigger

Der 2.te und 3. Halswirbel ist daran schuld. Wenn dieser verrutscht, bzw. wie bei mir blockiert ist, geht´s ab. Auch der Atlas, sowie Brustwirbel machen starke Beschwerden die ich hier lieber nicht nenne.


Darüber schrieb ich bereits vieles.

Zitat von Kerzenschein:
Allerdings kann ich mir gar nicht vorstellen das dieser heftige Schwindel durch die HWS ausgelöst werden kann.

Oh doch!
Wie gesagt, wenn es vom Nacken kommt geht es meist eher in Richtung Schwankschwindel. Aber auch der Nacken kann ganz üblen Drehschwindel erzeugen.

Ich hatte es einmal so schlimm, dass ich selbst auf allen vieren immer weggekippt bin. Schwindel ist oft eine komplexe Angelegenheit, weil viele Faktoren mir einspielen. Unser Gleichgewichtssystem ´besteht ja nicht nur aus dem gleichnamigen Organ in den Ohren. Die Augen, Gelenke, Muskeln und das Gehirn selbst sind ebenfalls daran beteiligt.

Das Gehirn kann sich ja nicht nur auf das Ohr verlassen. Es muss ja wissen, wie genau die Kopfposition im Raum ist, wie gebeugt / gerade der Rücken ist, ob der Oberkörper vorgebeugt oder grade ist wie genau die Position der Füße und die Gelenkstellungen sind, wieviel Kraft die Muskeln in den Beinen aufbringen müssen und wie diese Kraft verteilt ist.

Wenn irgendwas in diesem System ausfällt, wird erstmal versucht es durch die anderen Teile zu ersetzen. Daher fallen wir auch im Dunkeln nicht sofort hin, aber es ist schon schwieriger das Gleichgewicht zu halten, weil die Informationen der Augen eben fehlen.

Ich hatte mal folgendes Erlebnis: ich habe was am Auto repariert (abends) und war in einer sehr verdrehten und ungünstigen Position (Beine nach oben, Kopf und Rücken stark gedreht usw.). Das ging noch, aber dann musste ich kurz das Licht ausmachen. Und sofort hat heftigster Drehschwindel eingesetzt. Die Augen waren in der Situation einfach notwendig, mich im Raum zu orientieren, und als die Informationen weg waren, ist das ganze System zusammengebrochen.

Wenn man sowas wie ich damals oder Du jetzt erlebt hat, besteht nun folgende Gefahr: aus Angst der Schwindel könnte wieder kommen, fängt man an zu versteifen. Man verlässt sich unwillkürlich immer mehr auf seine Augen als auf die ganzen anderen Signale aus den Beinen, Gelenken, Wirbelsäule und geht und bewegt sich immer steifer, um vermeintliche Sicherheit zu bekommen. Und auch die so empfindliche Nackenregion spannt man unwillkürlich noch zusätzlich an. Das passiert grade auch dann, wenn man zwischendurch nochmal so kleine Anfälle hat. Man erschrickt, zuckt zusammen und bleibt oft in einer versteiften Haltung.

Dadurch können aber die ganzen Rezeptoren in den Gelenken usw. keine richtigen Informationen mehr an das Gehirn senden und das Gleichgewicht wird immer mehr von den Augen und Ohren abhängig. Kommt dann noch irgendwas dazu, kann es schnell passieren dass der Körper wieder mit einer richtigen Schwindelattacke antwortet, weil er schleicht keine Möglichkeiten mehr hat.

Daher ist es wichtig, sich bei leichtem Schwindel und wenn man Angst davor hat, sich trotzdem zu bewegen – und zwar möglichst locker. Auch Gleichgewichtsübungen sind gut, ebenfalls alles, was die Muskeln lockert (Wärme!).

Wie gesagt, wenn es bei dir nur von den Ohren kommt, schadet es zumindest nichts. Aber ein möglichst gutes und lockeres Körpergefühl kann in jedem Fall unterstützen.

@Kerzenschein
Jetzt mal ohne Umschweife: Dein Problem ist nicht der Schwindel – dein Problem ist deine Angst.

Ja, du hattest ein krasses Erlebnis. Ja, das war erschreckend. Aber was ist danach passiert? Es ging wieder weg. Das ist der Punkt, an dem du eigentlich hättest abhaken können: „War unangenehm, aber vorbei.“ Aber genau da hat dein Kopf angefangen, das Drama zu schreiben:
• Was, wenn es wiederkommt?
• Was, wenn ich dann allein bin?
• Was, wenn es doch was Schlimmes ist?

Und schon bist du nicht mehr in der Realität, sondern in einer Angstspirale gefangen.

Was ist hier wirklich passiert?
1. Du hast massiven Schlafmangel. Dein Körper ist im Notfallmodus – natürlich kann er sich komisch anfühlen, wenn er völlig überlastet ist.
2. Nacken- und Rückenschmerzen können massive Schwindelgefühle auslösen – gerade, wenn Verspannungen die Durchblutung oder Nerven beeinträchtigen.
3. Es war kein Notfall. Dein Blutdruck war normal, dein Körper hat sich erholt – es gibt keinen rationalen Hinweis auf etwas Ernstes.

Aber statt das zu akzeptieren, glaubst du deinem eigenen Körper nicht. Du suchst weiter nach Erklärungen, nach Sicherheit, nach medizinischen Bestätigungen – weil du denkst, dass du ohne sie nicht „durchhältst“.

Jetzt kommt die eigentliche Frage: Was erwartest du hier?
• Jemanden, der sagt: „Ja, das ist wirklich gefährlich“? Das wird nicht passieren, weil es das nicht ist.
• Jemanden, der sagt: „Geh sofort ins MRT“? Dein Frauenarzt hat völlig richtig reagiert: Etwas Ernstes kommt nicht und geht wieder.
• Oder willst du endlich eine Strategie, wie du aufhörst, dich selbst zu terrorisieren?

Hier ist, was du tun musst:
1. Akzeptieren, dass du Angst hast – aber dass sie nicht dein Boss ist. Dein Körper hatte eine Stressreaktion, dein Kopf hat sie zum Todesurteil gemacht. Hör auf, jedes Symptom als Gefahr zu interpretieren.
2. Schlaf, Essen, Bewegung – die Basics ernst nehmen. Dein Körper läuft auf Reserve, natürlich reagiert er empfindlich. Wer drei Tage kaum isst oder schläft, hat genau solche Symptome.
3. Hör auf, nach Bestätigung für deine Angst zu suchen. Du willst eine Garantie, dass es nie wieder passiert? Gibt es nicht. Aber wenn du nicht ständig daran denkst, sinkt die Wahrscheinlichkeit drastisch.
4. Therapie: Gut, dass du einen Termin hast – aber bis dahin kannst du schon anfangen, an deinem Mindset zu arbeiten. Dein Problem ist nicht der Schwindel, sondern dass du ihm mehr Bedeutung gibst, als er verdient.

Fazit: Wenn du so weitermachst, wirst du dich bis Juni jeden Tag verrückt machen – oder du kannst jetzt anfangen, aus der Spirale auszusteigen. Der erste Schritt? Hör auf, nach einer medizinischen Erklärung zu suchen, wenn die Realität längst gezeigt hat, dass es keine gibt.

Zitat von Kerzenschein:
Ich habe meine Augen aufgemacht und hatte den Schwindel meines Lebens. Alles ist gekippt, das ganze Schlafzimmer kam mir vor, wie eine Art Würfel den man von links nach rechts

Hatte ich schon etliche Male. Es ist Lagerungsschwindel. Bei mir dreht sich alles, wie wenn man auf einem rasant fahrenden Karussel sitzt. Das kommt davon wenn die Kristalle im Innenohr verrutscht sind.

@Kerzenschein
Ich würde auch auf den Lagerungsschwindel tippen, ich habe den mindestens einmal im Jahr und das erste Mal wäre ich fast verrückt geworden. Immer wenn ich den Kopf in eine andere Position gedreht habe, hatte ich schwindel. Das erste Mal war ich bei meiner Hausärztin, sie führte mit mir zusammen das epley Manöver durch und zuhause machte ich es auch noch ein paar mal, dann war Ruhe. Aber es ist extrem unangenehm, mir war richtig elendig zumute.

Zitat von Kerzenschein:
traumatisierende Geburt


Ich bin der Meinung, dass das ganze Angstgedöhns auch damit zusammenhängt, wie heftig man Lebensumstände erlebt und wieviel man auf Dauer ertragen kann.

Jedes Trauma hinterlässt ein Gefühl von Unsicherheit, Elend und den Wunsch, das nie mehr erleben zu müssen. Insofern triggert da natürlich ein Lagerungsschwindel, da der zum Teil so extrem ausfallen kann, dass man meint, das letzte Stündchen wäre gekommen.

Ich diagnostiziere dir den Lagerungsschwindel, weil die Übungen auf einer Seite den Schwindel auslösen konnten. Ich habe in der HNO gearbeitet, deswegen noch den Rat, ausführlich trinken und bei erneutem Anfall, die Übungen so lange durchführen, bis der Schwindel nicht mehr auslösbar ist. Und als Info: Das ist der beste Schwindel den du bekommen kannst, da gutartig und immer auch alleine gut behandelbar (geht aber auch so wieder weg), trotz seiner extremen Art.

Ich hatte den auch mal und bin ins Krankenhaus, so heftig war der. Mein Chef war da im Urlaub.

Ganz wichtig ist aber, dass du nimmer in dich rein hörst. Nicht darauf wartest, dass da irgendetwas kommen könnte. Und auf keinen Fall googelst.

Frage lieber uns oder einen Arzt.

Und halte dein Stresslevel niedrig. Menschen mit dem Hang zu Ängsten sollten da wirklich auf sich achten. Denn unsere Ängste haben ganz viel damit zu tun, dass wir tiefst im Inneren sehr unsicher sind.

Also wenn du ihn selber auslösen kannst, dann kommt es definitiv vom Ohr. Da sind Steinchen drin die nicht in der Waage sind. Hatte das erst 3 Wochen. Nun ist weg, aber die Angst wieder da.

@Butterfly-8539 @DrSeltsam
Ich habe heute spontan beim Orthopäden angerufen wegen der HWS und durfte sogar sofort kommen. Fehler des Tages kann ich euch sagen. Er war super nett aber sagte mir, Verspannungen machen keinen Schwindel und schon gar nicht solchen Schwindel in dem Ausmaß. Er gab mir eine Überweisung zum HNO. Dort kann ich morgen früh hin. Weiß noch nicht ob ich es wirklich mache, denn heute hat mich eigentlich noch mehr angestrengt und Kraft gekostet mir Baby dorthin, 1h Autobahn, 1h warten und es kam eben nichts bei Rum,außer halt das es wohl nicht vom Rücken kommt...und ich Stresslevel 100 war.

@WayOut auch dir danke für deine ausführliche Antwort! Ich muss dem 100% zustimmen. Mit den Angstfragen und mir dem verrückt machen..der Arzttermin heute hat das ganze leider noch krasser gefördert. Ärgert mich sehr!

@Schlaflose @Icefalki @KimchiKati auch euch lieben Dank für die Antworten! Morgen soll ich eigentlich zum HNO aber ich weiß nicht ob ich es hinbekomme mit dem kleinen. Bin leider viel und oft auf mich alleine gestellt wobei heute wieder mehr Schwindel Auftritt.....

Zitat von Kerzenschein:
Ich habe heute spontan beim Orthopäden angerufen wegen der HWS und durfte sogar sofort kommen. Fehler des Tages kann ich euch sagen. Er war super nett aber sagte mir, Verspannungen machen keinen Schwindel und schon gar nicht solchen Schwindel in dem Ausmaß. Er gab mir eine Überweisung zum HNO. Dort kann ich morgen früh hin. Weiß noch nicht ob ich es wirklich mache, denn heute hat mich eigentlich noch mehr angestrengt und Kraft gekostet mir Baby dorthin, 1h Autobahn, 1h warten und es kam eben nichts bei Rum,außer halt das es wohl nicht vom Rücken kommt...und ich Stresslevel 100 war.

Oh jeh, das tut mir sehr leid, dass Du deswegen so einen miesen Tag hattest!
Seine Aussage finde ich etwas komisch, aber auch Ärzte sind sich natürlich nicht immer einig – meiner sagt genau das Gegenteil, was ich am Anfang nicht glauben konnte.

Ich war einmal deswegen im Krankenhaus weil es so schlimm war, und ich wurde komplett auf den Kopf gestellt: erst CT um Schlaganfall auszuschliessen, dann MRT vom Gehirn und der HWS, Ultraschall vom Herzen und den Halsschlagadern, Ohren untersucht und die Augen - nichts bis auf einen Bandscheibenvorwölbung in der HWS und einen Nacken / Hinterkopf wie aus Beton.

Lange Zeit – vor allem nach solchen Attacken – habe ich auch mehr oder weniger in permanenter Angst vor dem nächsten Anfall gelebt und mich verrückt gemacht. Aber das lohnt alles nicht, weil das Grübeln und Bangen den Schwindel nicht verhindern kann, sondern allenfalls dafür sorgt dass er schneller oder schlimmer kommt. Also habe ich angefangen das Problem entspannter zu sehen, gut zu mir und meinem Körper zu sein und darauf zu vertrauen, dass ich schon das richtige tun werde wenn es wirklich nochmal passiert.

Ich bin jetzt seit einem Jahr fast schwindelfrei, und ich glaube die entspanntere Haltung hat mit dazu beigetragen.
Sei möglichst gut zu dir selbst und mach' dich nicht verrückt!

@Kerzenschein
Ich vor ein paar Jahren exakt das selbe Problem mit dem Schwindel. Ja, war furchtbar. Bei mir war es wahrscheinlich eine Kombination aus Lagerungsschwindel plus HWS Probleme. Es dauerte ein paar Wochen bis es wieder komplett weg war. Mir hat Physiotherapie sehr geholfen und täglich Schwindelübungen aus dem Internet. HNO, Neurologe und Orthopäde konnten nichts konkretes feststellen.

Zitat von Kerzenschein:
@Butterfly-8539 @DrSeltsam Ich habe heute spontan beim Orthopäden angerufen wegen der HWS und durfte sogar sofort kommen. Fehler des Tages kann ich euch sagen. Er war super nett aber sagte mir, Verspannungen machen keinen Schwindel und schon gar nicht solchen Schwindel in dem Ausmaß. Er gab mir eine Überweisung zum ...

Also ich kann dir als chronische Wirbelsäulenpatientin bestätigen das es bei mir ständig von der HWS kommt. Wurde vor Jahren deshalb vom HNO untersucht und nichts kam dabei heraus. Eher war mir noch schwindliger da er mich mit einer dicken Brille und mit viel Wucht von der einen Seite zur Anderen warf. Danach ging es so richtig ab. Kann dir auch sagen das ich jahrelang von Arzt zu Arzt lief.
Trigger

Es war durch jahrelangen Dauerstreß und Fehlhaltungen in der Arbeit eine große Ursache, sowie mein schwaches Bindegewebe. Bei mir entstehen seit zig Jahren ständig Blockaden der gesamten WS mit sehr schweren Störungen des Körpers. Schon mein Vater hatte schwer damit zu tun, aber nur begrenzt auf die LWS. Er hatte auch sehr viele OP´s dadurch. Bei mir besteht zusätzlich noch eine weitere schwere Erkrankung die wohl als Ursache mitspielt. Damals wußte ich das noch nicht, seit einigen Jahren wurde es leider bestätigt.
Ich kann dir zu hundert Prozent bestätigen auch schriftlich durch MRT und ......................... das diese heftigen Beschwerden in meinem Fall nur von der HWS und BWS kommen. Bin auch seit ewig Zeiten in Behandlung, doch auch da ist durch mein Alter nich viel Besserung mehr zu erwarten. Arthrosen in der BWS/HWS machten sich breit. Wurde auch bestimmt hunderte male eingerenkt und erfu hr Besserung. Bis auf sehr wenige wo es schief lief................
An der HWS hatte ich einmal ein sehr schlechtes Erlebnis, ansonsten verlief beim Einrenken immer alles gut. Bei der BWS sieht es nicht mehr gut aus, weswegen ich nur noch selten einrenken lasse. Ich lebe mit Schmerzen und Blockaden. Hatte so schwere Kopfschmerzen vor vielen Jahren und schrieb hier auch in meinen Berichten, das es um die Atlasblockade ging. Was da abgeht wünsche ich keinem Menschen, auch nicht was bei der BWS im oberen Bereich abgeht. Dort habe ich schwere Komplikationen mit Athrosen. Dort liegt das VN und wenn du dort Störungen, sowie Atemaussetzer bekommst, dann weißt du was Angst und Panik bedeuten. Wenn mir den Wirbel damals nicht ein Profi eingerenkt hätte, wäre ich heute .......................
Leider habe ich seit einigen Monaten dort wieder heftige Blockaden, was teilw. wieder solche Auslöser zeigt. Außerdem sind nachts die Arme/Hände taub. Meine weitere schlimmer Erfahrung war bei der BWS Blockade das ich wochenlang schwere Herzrhytmusstörungen bekam die auf Langzeit-EKG festgestellt wurden. Ärzte meinten, sie haben aber schwere Blockaden, sowas wäre sehr selten. Da ich auch eine sehr selten Erkrankung von Rheuma habe, weiß ich nur die Gründe.
Kurzum diese Sätze von wegen die HWS würde das nicht auslösen, kann ich nicht mehr hören. Bin eine Ärzteodyssee durch und glaube mir, ich weiß von was ich hier schreibe. Wenn du auf Ärzte triffst die sich auf dem Gebiet nicht gut auskennen, dann kommen solchen Sprüche. Ich fand zwei wahre Spezialisten und auch diese bestätigten meine Problematik. Sie lösten die Probleme und für längere Zeit hatte ich meine Ruhe. Leider gibt es diese Spezialisten nicht mehr und selbst ich bin auf neuer Suche. Leider werden die wirklich guten Fachärzte immer weniger, bzw. kennen sich sehr wenige damit aus.
Trotzdem kannst du gerne den HNO Termin wahrnehmen und dann hier berichten. Denke es wird auch bei dir nicht an den Ohren liegen. Aber jeder ist unterschiedlich. Es gibt tatsächlich diese Kügelchen die sowas auslösen können, doch nicht so heftig. Einfach ausprobieren, dann weiß du mehr


.

@Chesterboi 3 Wochen am Stück hattest du den Schwindel? Oh man, dass hätte ich nicht durchgehalten glaube..

@DrSeltsam ich kenne mich so auch gar nicht..wenn ich vor der Schwangerschaft etwas hatte (und ich habe viel Müll gehabt und z.b. mit Corona über 1 Jahr zu kämpfen mit schlimmen Problemen) habe ich entweder meinem Körper oder meinem Hausarzt vertraut. Aber diese Panik und das ich nicht mehr alleine sein kann, dass ist mir völlig neu. Ich erkenne mich so nicht wieder..meine Hebamme meint, es können die Hormone jetzt einfach sein oder das Bewusstsein, dass man Verantwortung für einen kleinen Menschen trägt.
Es war einfach so angstringlösend, da es auch so lange anhielt..ich wollte mich aufsetzen als es passierte und es wurde immer und immer schlimmer
Aber du hast absolut Recht, dieses was wäre wenn bringt eigentlich nichts... Rein gar nichts. Aber diese Angst geht kaum aus mir raus.



@Butterfly-8539 okay wow! Was hast du bestimmt schon alles durch mit den Beschwerden. Wahnsinn.
Ich habe dem Orthopäden mehrfach gesagt dass ich oft von Familie und Freunden höre,dass sie auch gelegentlich mal Schwindel haben der von Verspannungen kommt. Seine Aussage O-Ton war reine Einbildung.
Auf nachhaken, ob er mir ggf Physiotherapie mal verschreiben könnte, meinte er nur, rausgeschmissenes Geld, er gibt mir eine Überweisung zum HNO, da wäre ich richtig.

Ja was soll ich sagen? Es ist einfach so beängstigend für mich gewesen. Auch dieses veränderte Körpergefühl,.die Beine wie pudding, einfach alles.


Ich denke ich werde den HNO Termin verschieben müssen ggf auf morgen oder Freitag wenn mein Mann von Dienstreise zurück ist. Ich kann nicht noch mal den Stress heute mit dem kleinen durchmachen. Ich meine, er ist ein superliebes kind, ich gehe oft einkaufen mit ihm usw. Aber seit 2 Tagen ist er sehr anhänglich, braucht 24/7 Nähe und schlafen ist auch nicht seins aktuell. Ich würde mich wahrscheinlich unnötig stressen.
Zumal es ja auch ein paar Tage her ist mit dem Schwindel und nichts mehr akut.
Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Kerzenschein:
@DrSeltsam ich kenne mich so auch gar nicht..wenn ich vor der Schwangerschaft etwas hatte (und ich habe viel Müll gehabt und z.b. mit Corona über 1 Jahr zu kämpfen mit schlimmen Problemen) habe ich entweder meinem Körper oder meinem Hausarzt vertraut. Aber diese Panik und das ich nicht mehr alleine sein kann, dass ...

Das kenne ich aus früheren Zeiten. Entweder hieß es von Seiten der Ärzte man wäre zu jung und müßte eben mehr Muskelaufbau machen, oder man ist zu alt und muß es so hinnehmen. Drum schrieb ich auch, das es meist eine wahre Ärzteodyssee ist, bis man den richtigen findet, der auch wirklich Ahnung auf diesem Gebiet hat. In meinem Fall war es somit nie eine Einbildung, sondern ein gutes Körpergefühl und diese schwere Blockaden waren vorhanden. Wurde meist schlagartig besser und löste sich manchmal danach noch mit einem lauten Knack, wie beim Atlas. Auch das Kiefergelenk rastete nach fachgerechter Manipulation wieder richtig hinter dem Schädel ein. Dachte es müsse seitlich an den Kiefergelenken knacken, derweil gab es einen lauten Knack mittig wo diese kleinen Knochenbeule ist.
Da ich manchmal bei heftigen Eingriffen jemanden zum Fahren mitnahm, es hätte auch extremer Schwindel auftreten können, sind auch Zeugen vorhanden. Ich habe so ziemlich wirklich alles durch in Sachen gesamter WS.

Ich war gestern noch beim HNO. Der sagte mir, er denkt nicht das es vom Ohr kommt, sondern von Erschöpfung und Nacken.
Also sagt Arzt A das es B ist und Arzt B sagt das es A ist. Schön

Hast du den schwindel denn noch so als ob sie alles drehen würde ? wenn du den Kopf auf eine Seite machst wie du es beschrieben hast

A


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