Zitat von petrus57:Bin nur zufällig darüber gestolpert. Kenne das Protokoll nicht. Nur wenn es doch so erfolgreich sein soll, warum wird es dann bei Autoimmunkrankheiten nicht generell angewendet? Aber jetzt bitte keine Verschwörungstheorien.
Der Prof. Coimbra praktiziert in Brasilien - vor grad mal 2-3 Jahren waren erste Ärzte aus Deutschland bei ihm, um sich das mal genauer in der Praxis anzuschauen. Sehr viele Ärzte kennen es wahrscheinlich garnicht. Im Studium lernen sie nichts darüber und in der 0815 Arztpraxis in Deutschland spielen Vitamine und Mineralstoffe jenseits des großen Blutbildes oft keine Rolle.....
Und in der Praxis gibt es mehrere Probleme:
- nach Leitlinien sind nur die oft vollkommen überteuerten Chemiepräparate für die Behandlung von MS und anderen Autoimmunerkrankungen vorgesehen -- im schlimmsten Falle drohen rechtliche Probleme für den Arzt, wenn er nicht nach Leitlinien behandelt, sondern alternative Methoden anwendet.
- Ein Arzt, der sich fürs Coimbraprotokoll interessiert muss SELBST AKTIV werden.... es klopfen regelmäßig Vertreter der Pharmakonzerne an der Praxistür an und machen Werbung für die neuesten Produkte (kann man nicht leugnen.... mein Hausarzt machte neulich seinen Schrank auf um mir was mitzugeben und meinte dazu, das hätte er alles von Vertretern bekommen - der Schrank war gut gefüllt ) und auf den jährlichen Pflichtfortbildungen für Ärzte gibt es zwar Infos über die neuesten Medikamente und Forschungen, aber nichts über das Coimbraprotokoll.
- Das Coimbraprotokoll verursacht in den ersten Monaten für den Arzt viel Arbeit und einiges an Laborkosten (die Dosierung ist bei jedem Patienten individuell und es muss eine optimale Wirkung erreicht werden, aber es darf nicht zur Hypercalcämie kommen - dann können die Nieren etc. Schaden nehmen). -- Der Aufwand wird durch die Fallpauschalen nicht abgedeckt.
- Der Patient muss einige Dinge beachten: Bewegung, viel Trinken, sehr Calciumarme Ernährung(!), ........ und das ist sehr wichtig, dass der Patient das wirklich dauerhaft beachtet......
Zitat von petrus57:Letztens erzählte mir meine Mutter, dass sie jetzt auch 20.000 Einheiten Vitamin D nimmt und das trotz einer Achtelniere. Die andere ist schon ganz verschwunden.
Dann trinkt sie hoffentlich ausreichend, nimmt KEINE Calciumtabletten und lässt gelegentlich mal den Calciumspiegel im Blut bestimmen..... Dann besteht auch bei ihr kein nennenswertes Risiko.
29.09.2018 10:12 •
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