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Hallo Leute,

Wie aussagekräftig ist denn ein Ganzkörper MRT bezüglich des Darms?
Ich habe vor 3 Wochen über nacht einen Druck im Unterbauch (unterhalb des Bauchnabels) bekommen. Ultraschall und Blut waren unauffällig. Hatte dann ein paar Tage später ein Ganzkörper MRT wo auch nichts rauskam… habe jetzt gelesen, dass bei einem Ganzkörper MRT der Darm aber gar nicht so detailliert angeschaut wird und Angst dass man eventuell etwas übersehen hat.
Der Druck verschwand daraufhin nach einer Woche, ist aber seit gestern wieder zurück.
Kennt jemand solche Beschwerden, oder kennt sich bezüglich der Sicherheit des MRTs aus?

17.03.2025 23:00 • 17.03.2025 #1


5 Antworten ↓


Hey, bist du Ängstler? Ich kenne das wenn ich Angst/Stress habe. Vielleicht ein Reizdarm? Oder hast du Pollenallergien, die schlagen auch mal auf den Verdauungstrackt, wenn man sie verschluckt! Manche Ängstler schlucken in der Aufregung auch Luft - kenne ich ebenfalls - und entwickeln solche Symptome.

Gut ist ja schonmal, dass prinzipiell nichts gefunden wurde und der Druck weg war.

Habe gerade mal kurz recherchiert, bezüglich MRT und Darmkrankheiten im Unterbauch:

Ein MRT (Magnetresonanztomographie) ist eine sehr zuverlässige diagnostische Methode zur Beurteilung von Darmkrankheiten im Unterbauch, insbesondere bei Erkrankungen wie entzündlichen Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) und auch bei Tumoren oder anderen strukturellen Auffälligkeiten.

Vorteile des MRT bei Darmkrankheiten:

Hohe Weichteilauflösung: Das MRT bietet eine exzellente Darstellung von Weichteilen, was besonders bei der Beurteilung des Darms und der umgebenden Strukturen von Vorteil ist. Es kann Entzündungen, Narbengewebe, Abszesse und Tumoren sehr gut sichtbar machen.

Nicht-invasiv: Im Gegensatz zu anderen Verfahren wie der Koloskopie ist ein MRT nicht invasiv und erfordert keine Entnahme von Gewebeproben. Es gibt auch keine ionisierende Strahlung, was es zu einer sicheren Wahl für wiederholte Untersuchungen macht.

Möglichkeit der Darstellung der Umgebung: MRT kann nicht nur den Darm selbst, sondern auch benachbarte Organe und Gewebe wie die Blase, die Gebärmutter oder die Lymphknoten mitbewerten, was hilfreich sein kann, um das Ausmaß einer Erkrankung besser zu verstehen.

Einschränkungen und Herausforderungen:

Nicht alle Darmkrankheiten sind gleich gut sichtbar: Obwohl das MRT bei entzündlichen Darmerkrankungen eine hohe Genauigkeit bietet, kann es bei der Erkennung bestimmter Arten von Tumoren oder funktionellen Störungen des Darms (z. B. Reizdarmsyndrom) weniger hilfreich sein. Auch bei sehr frühen Stadien von Krebserkrankungen ist die Sensitivität möglicherweise geringer.

Schwierig bei gasgefüllten Darmschlingen: Ein gut gefüllter Darm mit Luft kann die Bildgebung erschweren, da die Luft das MRT-Signal beeinträchtigt. In solchen Fällen kann es schwieriger sein, präzise Informationen zu erhalten.

Kosten und Verfügbarkeit: Im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren wie Ultraschall oder CT ist ein MRT oft teurer und nicht in allen Einrichtungen verfügbar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das MRT eine zuverlässige und wertvolle Methode zur Diagnose von Darmkrankheiten im Unterbauch ist, insbesondere bei entzündlichen und strukturellen Erkrankungen. Es kann jedoch in bestimmten Fällen durch andere Methoden ergänzt werden, insbesondere bei der Diagnose von Tumoren oder funktionellen Störungen.

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Für mich klingt das eigentlich gut und beruhigend.

Gute Besserung!

A


Druck im Unterbauch

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@DerAngsthase danke für die Antwort erstmal! Ob ich eine angsstörung habe? Definitiv ja ständiges Grübeln über die schlimmst möglichen Szenarien in allen Bereichen. Vor allem Krankheitsängste. Bei jedem Symptomen wird erstmal tagelang gegoogelt und Panik geschoben. Ich weiß auch nicht wie ich da jemals wieder rauskommen soll…

Das Wichtigste ist, den ärztlichen Diagnosen zu vertrauen und in Phasen ohne oder mit weniger Angst, Antworten für die Ängste bereitzustellen. Die Angst nutzt alles aus, jede Unsicherheit, jeden kleinen Zweifel... wenn dein Kopf überzeugt ist, dass du gesund bist, kannst du Anfangen die Angst zu überhören und ihr die kalte Schulter zeigen.

Wichtig ist: Grübeln während eines Panikanfalls macht keinen Sinn. Da kann man nicht vernünftig denken und sollte das einfach aussitzen und sich nach 30, 60 oder 90 Minuten wieder damit beschäftigen, wenn man wieder klar im Kopf ist.

Schreibe gerne auf einen Zettel, was du gemacht hast und was die Angst dir einreden möchte - dann prüfen, ob das alles so richtig läuft und sich bei Panik darauf berufen. Irgendwann hat die Angst keine Lust mehr und geht - wirklich - von einem auf den anderen Tag weg. Vorher fährt sie aber gerne nochmal schwere Geschütze auf und zündet ein Feuerwerk aus Symptomen, klar will ja nicht weg, aber danach hat man dann mit Glück Jahre (!) seine Ruhe. Vielleicht ja auch für immer.

Grüße

Zitat von FCN_97:
Hallo Leute, Wie aussagekräftig ist denn ein Ganzkörper MRT bezüglich des Darms? Ich habe vor 3 Wochen über nacht einen Druck im Unterbauch ...

Der Darm, Magen, die Blase und Gebärmutter sind die Organe die man tatsächlich bei Mrt, Röntgen usw nicht sehen kann, da es umhüllt ist. Man kann es nur über eine Spiegelung sehen. Das hat mir damals mein Gastroenterologe gesagt

Zitat von Dalisa:
Der Darm, Magen, die Blase und Gebärmutter sind die Organe die man tatsächlich bei Mrt, Röntgen usw nicht sehen kann, da es umhüllt ist. Man kann ...

Das verunsichert mich jetzt schon… also röntgen macht ja noch Sinn, aber laut Google ist bei allem außer der Gebärmutter eine Bilderbuch möglich. Wann war denn das Gespräch mit deinem Gastro?




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