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Hallo zusammen.
Ich habe mehrmals gelesen, dass es übersichtlicher ist hier einen thread zu eröffnen. und darin alles zu dokumentieren.

Zu meiner person.
Ich bin 39, alleinerziehend mit 2 Kindern.
Seit Oktober23 bekomme ich mein Leben nur noch mit viel Kraft, zusammengebissene Zähne und ganz viel wollen auf die Reihe. Ich habe schreckliche Panikattacken und lange depressive Phasen.

quälende Alpträume hatte ich schon in der Kindheit, ab 15 war ich, rückblickend wohl auch recht depressiv. habe sehr viel getrunken, und mich lange Zeit selbstverletzt und ich hatte oft sehr quälende Gedanken auch suizidal.
Mit 17 hatte ich die ersten Panikattacken. Darauf folge eine Essstörung(Magersucht) mit 19 wurde mir das erste mal Diazepam verschrieben. die Entwöhnung war hart aber danach lief mein Leben ganz chilllig langhin.

2015 kurz nach der Geburt meines 1. Kindes fingen die Angstzustände wieder an. Ich habe das damals alles mit mir allein ausgemacht. Ich weiß gar nicht, wie ich das geschafft habe. Ich bin weiterhin zur Arbeit gegangen, habe den Haushalt gemacht und auch die Kinderbetreuung war kein Problem.
Nach der Geburt meines 2. Kindes war es plötzlich alles wieder vorbei.

Seit Oktober23 ist alles zurück. Es ist als ob ich in die Vergangenheit katapultiert wurde. die Attacken sind aber viel intensiver, die depressive Phase länger und auch viel schmerzlicher. Ich bin so nervös, dass ich das Gefühl habe durchzudrehen. An manchen Tagen komme ich mit meiner Existenz überhaupt nicht klar, dann fühlt es sich an als wäre das alles nicht mein Leben. Es ist als sollte ich gar nicht hier sein. Ich habe dann solch einen Druck in der Brust und eine bleiernde Schwere im Magen, dass ich kaum stehen kann.

Mein Blutbild war zwischendrin immer mal eine Katastrophe. da ich starke Probleme mit dem essen habe. Ich bin aber im Normgewicht. Leider fällt es mir unglaublich schwer zu essen. Das ist mittlerweile auch ein richtiges Problem geworden.
Zudem habe ich Hashimoto und seit dem o.g. Datum auch starke Probleme mit der Schilddrüse. wir tüffteln grad an der richtigen LTyroxin Dosis. meine Hormone sind alle i.O. Ich bin noch nicht in den Wechseljahren. Das hatte ich checken lassen.

Könnt ihr mir ein paar Ratschläge geben?

Ich bin Therapie, mache Yoga, gehe hinwieder in die Sauna, höre geführte Meditationen, kenne jegliche Selbsthilfebücher und Atemtechniken.

Was macht ihr im Fall einer Panikattacke bzw. was habt ihr in eurem Leben geändert?

Ich möchte so gern mal wieder unbeschwert leben. einfach mal die Sonne genießen oder halt einfach mal wieder ohne große Überwindung ein Konzert besuchen. Ich mache das trotzdem alles aber ich fühle mich dabei wie eine Gefangene im eigenen Körper und kann das alles kaum mit Freude erleben.

23.02.2025 22:44 • 02.04.2025 x 1 #1


19 Antworten ↓


Zitat von Jenny1985:
Ich bin Therapie, mache Yoga, gehe hinwieder in die Sauna, höre geführte Meditationen, kenne jegliche Selbsthilfebücher und Atemtechniken.

Was ist mit Medikamenten? Das war für mich die erste Wahl. Und Ausdauersport. Mir haben weder Therapien noch Entspannungstechniken u.ä. geholfen.

A


Was hilft euch bei Panikattacken/depressiven Phasen

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@Schlaflose
Ich habe tavor zuhause. Versuche diese aber nicht zu nehmen, da es ja nur für den Moment hilft und da ich mich schon mal von diazepam entwöhnen musste, möchte ich ungern Tabletten nehmen.

Ich war sonst regelmäßig joggen aber sobald sich mein puls beschleunigt, bekomme ich Angstzustände.. momentan leider nicht möglich. Yoga mache ich ja schon und das tut mir sehr gut.

Welche Medikamente nimmst du?

Ich mach auch gerne sport aber seit 3 monaten ständig erkältet kann kein sport machen das kotzt mich so an. Und meistens bin ich tagsüber fröhlich normal und abends so gegen nachts habe ich depressive stimmung sehr alles grau

@Jenny1985
Finde ich gut, dass dir Yoga hilft. Ich halte nicht viel von Tabletten, das lag aber an meiner Erfahrung, da mir persönlich keine der 13 verschiedenen Versuche irgendetwas gebracht haben, außer schlechte Leberwerte und Nebenwirkungen im Magen-Darm Bereich. Meine Psychiaterin riet mir, damit aufzuhören, andauernd neue Medikamente auszuprobieren, um nicht noch mehr Schaden im Körper anzurichten und in einen Teufelskreis zu geraten.
Irgendwann kam eine schlimme Panikattacke, die alles veränderte, zum Positiven, so dass ich nach der Ursache geforscht hatte und als ich nach und nach meine Misere verstanden hatte, begann ich, meine Gedanken zu beobachten, begann zu meditieren und nach und nach wurde es immer besser und besser. Sport und viel in der Natur sein, die Achtsamkeit auf meine Aktivität lenken, die Unterscheidung zwischen Gedanken und realem Leben, die Frage, sind meine Gedanken wahr? Vergangenheit hatte ich abgearbeitet und auch verarbeitet, ist vergangen, hilft mir nicht weiter im jetzigen Moment, also versuche ich stets im jetzigen Moment zu bleiben und das ist der Lebensmoment, der für mich zählt, denn es gibt nur den einen. Leider habe ich viel zu viel Lebenszeit mit Angstgedanken und auch Depressionen verschwendet, weil ich es aber damals auch nicht besser für mich wusste. Heute kann ich die Lebensmomente wieder genießen und Freude empfinden.

Zitat von Jenny1985:
@Schlaflose Ich habe tavor zuhause. Versuche diese aber nicht zu nehmen, da es ja nur für den Moment hilft und da ich mich schon mal von diazepam entwöhnen musste, möchte ich ungern Tabletten nehmen. Ich war sonst regelmäßig joggen aber sobald sich mein puls beschleunigt, bekomme ich Angstzustände.. momentan ...

Tavor geht natürlich nur als Notfallmedikament. Ich meinte Antidepressiva. Da gibt es eine ganze Reihe. Sie machen nicht süchtig. Ich nehme Doxepin. Das ist ein sedierendes AD und sehr gut bei Schlafstörungen.

@Baran25
Mir fehlt der Sport sehr.. merke, dass ich manchmal viel zu viel Energie übrig habe.. dadurch kommen auch meine nervösen Zustände.. leider bin ich aktuell aber auch so eingebunden, dass mir die Zeit für wenigsten einen kurzen Spaziergang fehlt.

Tagsüber überkommt mich oft so ein beklemmendes Gefühl aber ich komme damit denn noch gut durch den Tag. Abends wird es dann oft unangenehm. Habe momentan immer Angst einzuschlafen. Gestern bin ich nichts wach geworden, weil meine Finger plötzlich so geschmerzt haben, weiß nicht ob das von den verspannungen kommt.. jedenfalls kam ich dann gar nicht mehr zur ruhe. Glaube auch, dass es bei mir hormonell bedingt an manchen Tagen schlimmer ist. Notiere mir immer die Symptome und meist habe ich diese verstärkt vor der Perioden und zum Eisprung... Meine Gynäkologin meint aber das es kein PMS ist und meine Hormone im normalbereich liegen..

@-IchBins-
Das klingt nach einem langen Leidensweg. Schön, dass du einen Ausweg gefunden hast.

Ich hänge seit meiner Kindheit tagträumen hinterher.. Ich schweife immer noch oft ab. Das ist auch ein Problem, weil es mir schwer fällt im hierjetzt zu sein.

Meine Misere ist mir auch bewusst aber momentan kann ich nicht so schnell was an der Situation ändern. Traue mich aber auch nicht an die Zukunft zu denken, weil mir das alles Angst macht. Nur so wie es jetzt ist, darf es aber auch bleiben..

Möchte aber mein jetziges Leben nicht verteufeln. Eigentlich darf ich gar nicht meckern.. Ich fühle mich an manchen Tagen so undankbar, weil es so viele Menschen gibt, die es wirklich hart trifft und ich sitze hier uns habe angst/Panik ohne wirklich große Sorgen/Probleme..

@Schlaflose
Bisher habe ich mich mit AD noch gar nicht beschäftigt..
Mein Arzt nimmt mich leider auch nicht ernst. Die Schwestern haben mich so oft abgewimmelt und sogar belächelt, dass ich immer selbst an mir gezweifelt habe.. eine zeitlang habe ich betablocker genommen, dadurch ist aber mein Blutdruck so gesunken, dass ich dann mit meinem Kreislauf probleme bekommen habe.

Ich nehme hinwieder neurexan oder lasea.. aber meist versuche mich der Angst zu stellen, damit mein gehirn wieder lernt nicht alles als Gefahr einzustufen..

Hallo Ihr Lieben,

ich merke das es mir etwas hilft wenn ich mir eure Sachen durchlese und auch selbst einfach meine Probleme hier rein schreibe.
Vor zwei Wochen hatte ich eine nächtliche Panikattake (die erste meines Lebens). Der Grund war Arbeitsstress, Studienstress und ich wurde Grippe-krank. Letzte Woche hatte ich eine abgeschwächte Version davon - kann den Grund dafür aber nicht nennen da ich ihn nicht weiß.
Am Montag morgen war ich innerlich unruhig aber auf der Arbeit wag alles gut, am Nachmittag sollte ich eine Online Klausur meines Studiums schreiben die aber aufgrund von technischen Problemen fehl geschlafen hat. An diesem Abend bin ich ins Bett mit Herzrasen, daraufhin folgte extreme innere Unruhe und das die ganze Nacht! Es war furchtbar ich habe eine nach der anderen Atemübung ausprobiert Meditiert usw. nichts hat wirklich was geholfen. Bin am nächsten Tag auf die Arbeit in der Hoffnung auf Ablenkung die Unruhe ist aber nicht besser geworden. Aus Verzweiflung ging ich zu meiner Hausärztin, diese hat mir Opipramol bei Bedarf verschrieben und Escitalopram am Morgen dazu kann ich auch bei Bedarf Neurexan nehmen. Opipramol half mir so 50:50 ich wurde gut müde dadurch aber jedesmal wenn ich aufwachte war die Unruhe wieder da. Hat jemand Tipps diese dauerhafte Unruhe weg zu bekommen? Ich bin sehr verzweifelt, heute ist der zweite Tag damit und ich kann nicht mehr.

@Jenny1985

Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor.

Auch allein erziehend, auch Probleme seit der Kindheit, auch Problemen mit der Schilddrüse.

Ich war mit L-Thyroxin total überdosiert, soll heißen in einer Überfunktion. Symptome: Herzrasen, hoher Blutdruck und Puls, extreme innere Unruhe, Angespanntheit, Angst und Panikattacken und nichts hat geholfen. Keine Therapie, kein Antidepressiva, keine Meditationen, Yoga etc.

Wenn die Schilddrüse nicht richtig eingestellt ist, hilft auch nichts, da alle Beschwerden hormonell bedingt sind.

Ich kann dir nur dringend empfehlen eine Überweisung mit Vermittlungscode für einen Endokrinologen anzufordern beim Hausarzt und dich dort auf den Kopf stellen zu lassen.

Ich habe alle Symptome über 3/4 Jahr gehabt und vorher noch eine schwere Depression gehabt, ich bin durch die Hölle.

L-Thyroxin wird derzeit auch runter dosiert, hinzu kommen bei mir die Wechseljahre, da habe ich jetzt auch eine HET angefangen.

Die Endokrinologin hat mich erstmal richtig aufgeklärt was Hormone mit dem Körper sowie Psyche machen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

@Greta__
danke für deine Antwort. Die Hormone sind schon eine Herausforderung. Nehme ich keine Pille, könnte auch davon kommen.
Hormonersatztherapie will ich aber auch nicht machen..
Beim Endokrinologen bin ich schon. Meine Werte sind nicht im Normbereich. (Unterfunktion) Ich nehme jetzt ne neue Dosis und hoffe, dass die Schilddrüse sich bald wieder normalisiert.

@Lauraaaa
ich fühle mit dir! Diese Nervosität ist einfach so schrecklich. In Akutsituationen hilft mir da auch nur Lasea.
Hast du mal deinen Eisenwert checken lassen? ich schreibe mir mittlerweile meine Symptome in den Kalender. Somit habe ich einen guten Überblick... oft habe ich diese innere Unruhe verstärkt vor der Periode oder zum Eisprung.. dann ist es zwar immer noch unangenehm aber ich habe eine Erklärung.

Bei mir kommt das ganze vielleicht auch von der Schilddrüse.. so sicher bin ich mir da leider auch nicht.
Habe auch immer einen stressigen tag und auch eine lange mentale Krise hinter mir... irgendwann hat es da wahrscheinlich BOOM gemacht..

Wenn es an deinem Nervensystem liegt, dann solltest du jetzt ne Pause einlegen... Dein Körper signalisiert dir damit, dass er an seine Grenze kommt.

Wie geht es dir jetzt?

@Jenny1985
Hallo, danke für deine Antwort. Ich bin weiterhin unruhig, es gibt kaum ein paar Minuten am Tag wo es besser ist oder gar weg. Mein Blut habe ich checken lassen das passt, auch Schilddrüse wurde gecheckt - ist ok.
Ich frage mich auch was das jetzt ist diese ständige Unruhe mal stärker mal schwächer? Angststörung oder Panik was ist es?

Was hilft euch bei Panikattacken/depressiven Phasen?

Entspannungstraining, Autogenes Training, mindestens dreimal am Tag hilft bei mir am besten und setzt bei den Ursachen an. Man muß es natürlich konsequent und dauerhaft ins Leben einbauen und dabei bleiben.

@Lauraaaa
dann lass mal deine Hormone beim Gynäkologen checken.
und wie gesagt, bei all deinem Stress kann das alles auch vom Nervensystem kommen. Bis sich das reguliert, dauert es eine Zeit lang... ich war 3 Monate krank geschrieben und ich glaub mein Körper hätte gut noch 3 weitere gebraucht aber ich musste dann leider wieder arbeiten.. das leben ist nu mal teuer..

Ich hatte ne Kur beantragt aber die wurde abgelehnt.. vielleicht solltest du das auch mal in Erwägung ziehen. Eine Auszeit hilft Wunder

Zitat von Windy:
Was hilft euch bei Panikattacken/depressiven Phasen? Entspannungstraining, Autogenes Training, mindestens dreimal am Tag hilft bei mir am besten und setzt bei den Ursachen an. Man muß es natürlich konsequent und dauerhaft ins Leben einbauen und dabei bleiben.

3x am tag schaff ich zeitlich nicht. Ich gehe 1x die woche zum Yoga und versuche so oft es geht an die frische Luft zu kommen. Wenn es die Zeit zu lässt, meditiere ich gern.
Du hast aber Recht, man muss sein Leben neu ausrichten. Daran arbeite ich:)
Sponsor-Mitgliedschaft

@Jenny1985

Wünsche dir gute Besserung! Man kann immer etwas tun, wenn es auch wenig ist, aber wenn es auch nur ein bißchen hilft, ist es schon wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

Mich aus einer depressiven Phase zu befreien, fällt mir nicht leicht. Es hilft mir, Musik zu hören, oder - wenn ich mich gut konzentrieren kann - zu lesen.

hallo zusammen,
in den letzten Tagen habe ich wieder so ein starkes Gefühl, dass mich echt fertig macht.
Zwar wurde bei mir nie offiziell eine Angsterkrankung diagnostiziert aber ich schätze mal ganz stark, dass ich krank bin und dass ich in der Spirale wieder abwärts gehe.

Das Gefühl verstärkt sich immer, wenn ich etwas Gutes erlebt habe.. oder wenn etwas bevorsteht, worauf ich mich freue..
Ständig habe ich dann dieses Gefühl des baldigen Sterbens... Ich lass' die Angst rankommen, dann geht es auch wieder etwas aber es ist ein immer wiederkehrendes Gefühl.. und mir geht die Puste aus.

Vor einigen Tagen saß ich in einem Club. Die Tanzfläche war voll und ich saß auf meinem Hocker und habe voll Sehnsucht diese Menschen angesehen und mich gefragt, ob ich jemals wieder so frei sein kann, ob ich mal wieder vor Lachen den Kopf in Nacken schmeißen werde... mein ganzer Körper wurde schwer und dann kam wieder diese bleierne Traurigkeit.. so dass ich heim gehen musste, weil meine Gedanken so schmerzten...

Heute habe ich so schlimme Magenschmerzen, Übelkeit und ich kann kaum ein paar Schritte machen, weil ich einfach keine Kraft habe.. Seit Tagen check ich meine Augen, weil ich glaube Sie wären gelb... doch das sind sie (eigentlich) nicht...

Zudem ist es in mein Kopf so düster und mir fehlt es schwer mich an die schönen Dinge zu erinnern / zu erfreuen
... Mein Kopf sagt mir, Ich solle angst haben, denn mein Leben ist jetzt gleich vorbei. Ich höre meinen Mitmenschen zu, ich lächle aber dabei habe ich ständig das Gefühl, dass es jeden Moment dunkel wird.. am liebsten möchte ich weinen und hören, dass alles gut ist.

Nächste Woche fahre ich mit meinen Kindern ein paar Tage nach Prag und ich weiß, dass ich den Gedanken nicht zulassen darf.. aber dennoch ist ständig diese Angst da, dass ich unseren Ausflug vermasseln werde..

Ich bin so erschöpft, dass ich so gern ins Bett fallen möchte aber egal wie müde ich bin, habe ich Angst einzuschlafen...
Ich trinke Abend im Bett eine Tasse Tee, höre sogar Tonies meiner Kinder um mich zu entspannen aber wenn die Angst kickt, dann hilft das alles nicht so recht.

Woher kommt diese derbe Angst? Ich kann es mir einfach nicht erklären..
Danke für's eure Zeit. Vielleicht hat der ein oder andere ja einen Tipp für mich

A


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Dr. Christina Wiesemann
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