seit 2005 - 8 Jahre! - gehöre ich nun auch zu den Panikgeplagten. Allerdings, und das ist vielleicht auch meine Motivation gewesen mich hier anzumelden, fühle ich mich trotz hin-und wiederkehrenden Angstsituationen völlig gesund. Natürlich habe ich auch zeitweise Angst vor der Angst entwickelt, mir ist im laufe meiner Adrenalinkarriere aber auch sehr vieles bewusst geworden. Zum einen glaube ich inzwischen, dass ich ohne das Lesen von Internetforen bestimmte Situationen völlig Angstfrei erlebt hätte, da wären z.B die Supermarktschlange oder das Bahnfahren wo öffentlich sehr viel darüber geschrieben und meinerseits innerlich/unbewusst nachgeahmt wurde. Ich weiß nicht wie es euch so geht, aber bei mir ist der Wunsch nach bedinungsloser innerer Freiheit viel viel größer, als die Angst vor der nächsten Situation. Ich hab daher die Ärmel im warsten Sinne des Wortes hochgekrempelt (bin seit 2 Jahren selbstständig) und sah es für mich nicht mehr ein, mich durch (selbstinszenierte) Vorstellungen aufzuhalten. Eine Zeitlang dachte ich, die Ursache finden zu müssen, bis ich feststellen musste, dass es unmöglich ist und habe diesen Versuch losgelassen. Ausserdem habe ich es nicht mehr eingesehen mich dauernd mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen bzw. damit zu identifizieren. Ich habe auch nie Psychopharmaka oder ähnliches genommen, weil ich immer wusste: solange ich nicht bereit bin kann mir niemand helfen, auch keine Pille. Und als ich neulich die allerneusten Forschungsergebnisse über Panikattacken gelesen habe, wo herauskam, dass trotz zerstörter Amygdala (Sitz des Angstzentrums) Panikattacken auslösbar sind musste ich lauthals loslachen und sah mich in meiner intuiton bestätigt. Mein persönliches Fazit daher: Angst ist ein gaaaanz normales Gefühl das selbst losgelassen werden möchte, um sich nur dann zu melden, wenn es wirklich notwendig ist. Nicht mehr, nicht weniger.
bis dann..
11.05.2013 11:59 • • 21.05.2013 #1