Ich muss etwas ausholen um zu erklären, warum ich mit diesem Thema hier ankomme: immer wurde mir bewusst, wie die Panik mich gerade bei solchen Veranstaltungen einschränkte und ich fühlte mich insgeheim als nicht cool genug, nicht hip genug usw.. Ich habe als Jugendliche auch solchen Festen versucht beizuwohnen, bekam aber immer Panik und floh dann instinktiv. Vor zwei Jahren gab es ein Fußballspiel des 1.FFC gegen Brasilien in der Commerzbankarena. 24.000 Zuschauer wurden in den Medien schon Tage vorher angekündigt. Ich verabredete mich mit zwei Freundinnen und wir nahmen wie immer selbstverständlich die U-Bahn. Ich bemerkte schon beim hinuntersteigen zur U-Bahn dichtes hektisches Gedränge und kapierte schnell, dass es keinerlei Vorkehrungen gab, die Situation zu managen. Weder zusätzliche Bahnen oder angehängte Wagons, noch Ordner waren eingesetzt worden. Ich wollte nicht als Weichei dastehen und wir quetschten un in die Bahn. Es strömten immer mehr hinein: ich kapierte sofort, dass es kein vernünftiges Zurücktreten und Warten geben würde.
Dann sagte ich meinen beiden Freundinnen:Wir müssen schnell wieder raus, das nimmt ein schlimmes Ende hier. Ich boxte mich mit viel Kraft wieder raus aus der Menge und meine Freundinnen hinter mir her. Wir kamen raus und sahen noch wie Menschen kollabierten in der Bahn. Damals habe ich meiner niedrigen PANIKSCHWELLE gedankt. Sie hatte uns gerettet vor diesen eindrücklichen Erfahrungen und vielleicht in der Vergangenheit vor Schlimmerem.
25.07.2010 10:23 • • 30.07.2010 #1