Achtung es kommen Triggerwörter von Krankheiten darin vor.
dies ist mein erstes Thema oder überhaupt das ich schreibe. seit meiner Panikattacke im Februar bin ich am kämpfen und es geht mir deutlich besser. Jetzt bin ich erst fähig hier zu lesen und hab den Mum auch mal zu schreiben. Davor war es nicht möglich vor lauter Angst. Triggerwörter zu lesen oder Namen von Krankheiten zu lesen.
Seit Februar waren meine roten Wörter Angst Panik Schlaganfall und Herzinfarkt.
Es geht mittlerweile wieder und ich kann wieder gut am leben Teil nehmen. Ich werde nacher noch alles schreiben was mir bisher so geholfen hat.
Ich erhoffe mir hier im Forum ein bisschen Trost von Gleichgesinnten. den bekomme ich derzeit leider nicht in meiner Umgebung. Kann kaum mit jemandem über all das belastende der vergangenen Monate reden. Es ist als stecke ich fest und wenige aus meinem Kreis wissen nur annähernd was das heisst sich in so einer Angstspirale zu bewegen.
Kurze Vorgeschichte wieso: Im Februar hatte ich die tolle Idee mir hyaluron profhilo spritzen zu lassen trotz das ich vorher schon bedenken hatte bzgl. hoffentlich sticht mir die HP nicht in ein Gefäß oder so. Nun ich tat es. einen Tag drauf holte ich meine beste Freundin ab die bei mir übernachten sollte. Während der Fahrt hatte ich mitmal so einen stich seitlich im Kopf und war sofort in panik. neeeiin sie hat mir in ein gefäss gestochen oder ich hab nen schlaganfall. Ich fuhr weiter zu meiner Freundin und als ich ankam sagte ich ihr: du ich hatte ne panikattacke meinst du mit mir ist alles ok? Sie sagte wenig tröstend na ich hoffe es doch. das machte mir mehr panik und ich muss dazu sagen sie hatte schonmal einen schlaganfall was mich direkt noch panischer werden liess.
Seitdem begann für mich eine odysee aus albtraum angst und panik. war bei der hausärztin um sämtliche Symptome abklären zu lassen. ich hatte alles was man so an Symptome haben kann, schwindel,benommene sicht über mehrere tage, angst ständig umzufallen, herzstolpern, ohrensausen rauschen oder brummen,ich hatte mich völlig verspannt und hatte nonstop kopfdruck, vibrationsgefühl an der brust, schlecht atmen können, immer alles abwechselnd. Es war die Hölle und seitdem weinte und weine ich jeden Tag.
Ich weigere mich nun auch noch meinen blutdruck zu messen. zuvor war er in der gesamten angst zeit immer etwas niedriger. dann einmal nachdem messen war er 140 zu 90, ich war davon so schockiert das ich wie verrückt gemessen habe bis mein mann das etwas unterbunden hat. Nun messe ich einfach garnicht, nicht weil ich so stark bin es nicht zu tun sondern weil er das gerät in seine Arbeit verfrachtet hat.
Ich konnte kein Auto mehr fahren weil ich angst hatte tod umzufallen, ich konnte nicht einkaufen ohne die angst tod umzufallen,ich konnte niemanden mehr sehen und wenn dann hat mich das geschwafel der jeweiligen person sooo müde gemacht und energie gezogen das ich paar tage im bett danach war, mich auszuruhen. Allgemein war ich viel im bett, dachte da bin ich sicherer.
Ich muss dazu sagen, ich zwang mich auto zu fahren und einzukaufen und mich mit leuten wie immer zu treffen. nur tat ich es weniger und mittlerweile geht das auch wieder aber es hat gedauert.
Ich suchte zwischenzeitlich eine psychiaterin auf nach anraten meiner hausärztin. musste 3 monate warten was mich furchtbar ärgerte, und dann war in 5 minuten alles besprochen, entweder war mein Auftreten wirklich nicht besorgniserregend oder die psychiaterin hatte keinen bock.
Am meisten half mir mein glaube an Gott und ein buch von dr. Claire Weekes - essential help for your nerves. leider englisch. Aber das möchte ich allen empfehlen die unter nervöser angst und panik leiden. Ich liebe diese Dr. Weekes. auf youtube gibt es interviews mit ihr und aufnahmen indem sie ermutigt da wieder raus zu kommen. Alle symptome beschreibt Sie und erklärt wie es zu sowas kommt das wir plötzlich von symptomen und gefühlen geplagt werden. das half mir zu verstehen. Aber es waren schliesslich Monate in der ich Erinnerungen der Angst sammeln konnte und deswegen fühle ich mich nochlange nicht über dem berg. Und Bewegung hat geholfen,jeden Tag lief ich einen bestimmten Weg, zwar monoton aber er gab mir Kraft, da lernte ich einen Baum kennen dem ich alles erzählte jaaa ich weiss klingt bissl verrückt, früher lachte ich über Baumkuschler und jetzt sollte ein Baum mein Gefährte in meiner Angst werden.
Jetzt stört mich wieder dieser schlaganfall und immer muss man gezwungenermassen damit konfrontiert werden. Wenn ich nicht grad das Wort in den Medien lese erzählt mir ein Mensch auf der arbeit darüber. Und derzeit rauscht es mir wieder in den ohren seit ich sport machte. und jetzt keine lust mehr auf sport.
Es ist glaube etwas lang geworden und jeder der es liesst und durchhält. vielen dank. Ich erhoffe mir einfach bisschen trost und verständnis das mir nun monate verwehrt wurde.
Es ist so anstrengend jeden tag im hinterkopf zu haben das man tod umfallen könnte. Ich vermisse soooo mein altes Ich, klar ich war immer etwas ängstlich aber nicht so wie jetzt. Ich war mal cool und gewitzt. Jetzt bin ich in mich gekehrt und leise geworden.
Liebe Grüsse Katrin
09.10.2021 13:21 • • 13.10.2021 x 1 #1